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Split-Interview mit dem „Union Jack“ und dem „Working Class Skins“ (Deutschland)
Nachdem Felix („Union Jack“) und Andi („Working Class Skins“) die glorreiche Idee hatten, ein Splitzine zu veröffentlichen, hatte ich die „glorreichere“ Idee, mit den beiden ein „Split-Interview“ zu führen, haha. Aus der spaßigen Idee wurde schnell ein kleiner Ernst und ich finde, daß die Antworten wirklich von beiden mehr als gut und umfangreich beantwortet wurden.
Um das Ganze nicht zu langweilig werden zu lassen, weil durch gleiche Fragen doppelte Antworten kommen könnten, habe ich im Anschluß an die Standardfragen für beide jeden noch einige Fragen persönlich gestellt bzw. auf das jeweilige Zine zugeschnitten. Aber lest selbst...
Stelle Dich den Lesern doch bitte einmal vor und erzähle uns auch gleich, wie lange Du Dich bereits im Dunstkreis der Subkulturen rumtreibst und wie Du in die Szene kamst. Andi: Meine Damen und Herren, ich weiß nicht, ob sie es schon wussten aber ich bin der Andi, 26 Jahre alt (jung) und Herausgeber des „Working Class Skins“ Fanzines aus dem schönen Saarland. Meik, da stellst du mir 'ne knifflige Frage. Also das erste Mal in Berührung kam ich in der 5ten Klasse, also 1992. Das ganze verlief allerdings noch recht passiv. Mich schaffte keiner von ihrem Weg zu überzeugen. Das lag vielleicht auch daran, dass es die typischen Dorfnazis waren. Weiter ging es, als ich damals auf „Rock am See“, einem lokalen Festival im Punkbereich, bei dem damals bevorzugt Punk aus allen Herren Länder und Melodycore aus den Staaten lief, auf 'ne Gruppe Kurzhaarige traf die mit den Punkerbuben aus dem Nachbardorf um die Wette soffen. Das faszinierte mich schon, da man ja in der Zeit immer nur das Weltbild „Böse“ eingetrichtert bekam. So kam es, dass man zukünftig mehr zusammen unternommen hat. Dadurch war es auch nicht mehr weit bis die Haare bunter wurden. Ja also praktisch einer der meistgegangen Wege vom Punk zum Skin. Aber ich hatte dazwischen noch 'ne Station im Hardcore. Dadurch befasste ich mich auch intensiv mit dem Hintergrund und den Wurzeln von einigen meiner favorisierten Bands, wie Agnostic Front oder Warzone und diese zeigten Richtung Skinhead. Den ersten Crop schnitt ich mir irgendwann ums Jahr 98 oder 99, wobei zwischendurch auch wieder mal 'nen Iro dazwischen war, hehe. Punk war für mich nicht mehr das, was es sein sollte. Der Kommerz hielt Einzug und die Rebellion verschwand. Sowas wollte ich nicht, genauso wenig wie irgendwelche linken oder kommunistischen Einstellungen. Das war nicht meine Welt. Irgendwann traf ich durch Zufall auf Pascal und Marius von den KrawallBrüdern, die gerade auf 'ner Kneipentour waren. Das war 'ne Art Wendepunkt in meinem Dasein. Die Haare wurden kürzer. Typisches Szenebild. Immer schön auf United machen, sich betrinken und die Domestosjeans immer schön einsauen. So ging's durch die Jahre bis Pascal irgendwann anno 2004 auf die glorreiche Idee kam: „Ey Andi, willste nicht 'nen Zine machen?“ Tja und so geschah es. 3 Wochen später stand die erste Ausgabe ins Haus und im Nachhinein hätte man sich vielleicht mal etwas mehr mit der Materie befassen sollen und etwas intensiver dran arbeiten sollen. Schließlich erschien es in Stolzer Auflage von 50 Stück, welche zwar ausverkauft sind aber auch nicht nachgedruckt werden können da der Rohling durch 'nen Wasserschaden vernichtet worden ist. War eh 'ne miese Ausgabe. Die Nummer 2 erschien 'nen gutes halbes Jahr später und dieses mal hat mich der Basti aus Salzbergen unterstützt. Die 3 dauert nicht ganz so lange und kam schon 3 Monate nach der 2 raus. Die 4 dauerte dann 'nen ganzes Jahr und wurde proppenvoll. Ich musste sogar 'nen zweiten Teil separat drucken, da mein Tacker das ganze nicht mehr fertig bekam. Nummer 5 kam dann wieder pünktlich raus und da machte ich mir die Mühe 'nen CD-R-Sampler dazu fertig zu machen mit Bands die im Heft interviewt worden sind. Dabei waren unter anderem Iron Fist, Silvercity und Paris Violence aus Frankreich. Das Heft ging verdammt schnell weg. Ich war erstaunt. Aber wie du sicherlich gelesen hast in den Heften steh ich in 'nem ständigen Wandel. Damals war ich noch eher darauf erpicht schön korrekt zu bleiben, aber mit den Jahren und zunehmendem Alter fängt man an nachzudenken und sich 'nen eigenen Weg zu bahnen. Kurz gesagt, die Engstirnigkeit verschwand. Vom United Gedanken zum Just pure Skinhead. Dabei belaufen sich da die Themen rund um Skinhead-Rock'n'Roll, Oi!-Musik, Skinhead Reggae und Ska. Und Anno 2009 kann man sagen, dass ich lauter belle als je zuvor. Also darf man gespannt sein, was die Zukunft bringt. Vor allem werde ich den Weg konsequent weiter gehen.
Felix: Gerne doch… meine Name ist Felix, schimpfe mich demnächst „Anfang 20“ und komme aus dem schönen Salzwedel was in Sachsen-Anhalt liegt, sollte man ja eigentlich kennen, hehe! Und ich bin dann wohl verantwortlich für den Kram den man so im „Union Jack“ zu lesen bekommt… Im „Dunstkreis der Subkulturen“ treib ich mich ungefähr seit meinem 13. Lebensjahr rum. Rein kam ich wohl über den Weg den, wie ich denke, die meisten kennen, die Musik. Irgendwann kamen dann auch die Leute, Outfit und Frisur und ich fing auch mal an, mir selbst Gedanken zu machen. Denke, dass ein kritisches Auge doch recht wichtig ist, vor allem was die eigene Szene betrifft.
Wie kamst Du auf die Idee, gerade ein Zine herauszugeben und wann fing das ganze an? Andi: Wie ich oben schon mal erwähnt habe, war da der Pascal schuld. Aber ich hab es noch nie wirklich bereut, es begonnen zu haben. Zwar hatte ich schon einige Male 'nen Durchhänger, aber wer hat das nicht? Die Nummern sind bis jetzt gut gelaufen, auch wenn scheinbar nur wenige Leute es schaffen, ehrlich auch mal schlechte Kritiken zu schreiben. Danke an diejenigen, die das mal getan haben.
Felix: Ich hatte vor Jahren bei ´ner Plattenbestellung mal das „Streetwar“ #1 Fanzine mitbestellt, irgendwann dann auch eine Ausgabe vom „Stolz & Stil“. Die fand ich dann so cool, dass ich dann auch Bock auf so ein Ding hatte. Hatte ja vorher eine Art Onlinemag, hab mich dann also mit zwei Schulfreunden hingesetzt und die erste Ausgabe zusammengeklebt.
Hattest Du ein festes Konzept im Kopf, was rein sollte und musste und was nicht, oder wolltest Du alles auf Dich zukommen lassen und dann entscheiden? Andi: Hmm, schwer zu sagen. Ich hatte nie 'nen direkten Plan, wie es sein sollte. Sowas geht ja auch leider nicht, weil alles im letzten Moment gemacht werden muss, da man ja nie weiß, wie die Sachen fertig werden. Man kann zwar 'ne Deadline setzen, aber die wird eh von keinem gehalten. Weder von Labels noch von Bands. Bevor ich heute anfange, das Heft zu Layouten, mache ich mir schon 'nen Plan, indem ich alles handschriftlich vorbaue, das ganze arrangiere und nachher auch tackere. Quasi 'nen handschriftliches Zine. Danach kommt erst die Arbeit am Computer. Was rein kommt und was nicht, hab ich damals klar gesetzt. Alles kam rein, was man mir zugeschickt hat. Heute ist das allerdings anders. Ich sortiere an Promomaterial schon aus, was rein kommt. Hab da schon einige Sachen zugeschickt bekommen, die ich in die Tonne gekloppt habe, oder zurück zum Label geschickt hab. Darunter waren Zines wie der „Commie Bastard“ oder auch Deutschrockbands. Sowas hat in meinem Zine nix verloren. Ich bespreche ja auch keine Politbands aus beiden Lagern, weil ich mich damit nicht identifizieren kann. Ansonsten kann man mir gerne alles zuschicken und ich höre bzw. lese mal rein.
Felix: Nö, sowas wie ein festes Konzept gibbet nicht… Ich mach mir vorher 'nen Kopp, auf was ich alles Bock hätte in meinem Heft und wo ich mal für 'nen Inti anfrage, aber das war es dann auch, lass es also auf mich zukommen und entscheide dann.
Mit welchen Rückschlägen mußtest Du in Sachen Zine bisher leben? Andi: Hmm. Da gab es einige, aber der wirklich übelste waren nicht beantwortete Interviews. Den Rekord halte ich dabei mit 3 beantworteten Interviews von 21, die ich raus geschickt habe. Dabei haben sie alle Im Vorfeld schon zugesagt. Aber nun sag ich mir Scheiß drauf. Wer nicht will, der hat gewollt. Ansonsten kämpfe ich meist nur mit meiner Kreativität. Weitere Rückschläge waren ansonsten nur die Unzuverlässigkeit der Post und ein vom Zoll und Staatsanwalt geöffnetes Paket, der vermutete, dass es sich bei dem Heft um Propagandamaterial zu handeln schien was aber angesichts des Reggae- und Ska-Anteils im Heft wiederlegt wurde.
Felix: Naja, was heißt Rückschläge. Es gibt schon ein paar Sachen, die einen auf den Sack gehen. Wenn man z.B. mit einem Heft eh schon in den Miesen steht und dann noch Leute um den Preis des Zines feilschen wollen. Ansonsten nerven nicht beantwortete Interviews gewaltig, aber drauf geschissen. Vor dem Staatsanwalt hatte ich im Gegensatz zum Andi bisher immer meine Ruhe was auch gerne so bleiben darf.
Was bringt Dir die größte Freude am Zinern? Andi: Das kann ich kurz beantworten. Interviews. Ich mag es, mit Bands in Kontakt zu treten und Sachen die mich interessieren und auch für andere interessant sein könnten zu hinterfragen.
Felix: Denke mal vor allem, dass man mit einigen Leuten in Kontakt kommt, was sonst wohl nicht so der Fall gewesen wäre und wodurch nun auch schon einige Bekanntschaften und Freundschaften entstanden sind. Auch der Kontakt zu den Bands und Labels fetzt und halt dass man seine Lieblingszines durch Tauschen immer zum Erscheinen im Postfach hat, hehe!
Machst Du alles alleine, oder gibt es feste Mitschreiber und ist in der Richtung was geplant? Andi: Ganz alleine nicht. Ich hab da den Marek und Patrick, die das ganze mit ein paar Berichten supporten. An der Stelle 'nen fettes Dankeschön. Ich hätte gerne jemanden, der es versteht gute Kolumnen zu schreiben oder auch mal mit Interviews am Start ist. Wenn das hier jemand liest der zufällig noch eine dieser Gaben hat und mich und das „WCS“ unterstützen möchte, einfach 'ne Mail schreiben.
Felix: Derzeit sieht es so aus, dass ich alles alleine mache. Früher gab es hin und wieder mal Gastbeiträge, aber das hat sich verlaufen, oder die Jungs machen jetzt selber Zines (was heißt Jungs, ist ja nur der Jan vom „MD Punx“, Gruß an der Stelle). Mein Tätowierer wollte sich künftig um die Coverbilder kümmern, mal schauen ob da was draus wird.
Wonach suchst Du Dir Deine Interviewpartner aus? Andi: Die Hauptkriterien sind dabei natürlich mal die Musik bei Bands. Das ist ja das, um was es in den Interviews gehen sollte. Ob es um die Band Hetze oder so gibt, ist mir dabei auch mal wurscht. Sieht man ja auch an Bands wie Brassic, die ja schon kontrovers diskutiert werden. Warum verstehe ich zwar nicht aber egal, haha. Weiter hab ich bisher keine Bands interviewt, die zum Interviewzeitpunkt schon tot befragt wurden. Was nutzt das X-te Interview, wenn man die Antworten schon kennt?
Felix: Nach meinem Geschmack! Ich würde keine Band mit ins Heft nehmen, die mir nicht zusagt oder die mir (zumindest vor dem Interview) unsympathisch ist. Auch nehme ich ungern Bands mit ins Heft, die aktuell schon in zig anderen Heften vertreten sind, auch wenn es sich manchmal nicht vermeiden lässt. Manche Bands MUSS man einfach interviewen, hehe! Bestes Beispiel sind The Corps in der aktuellen Ausgabe.
Welche Zines sind für Dich Pflichtlektüre und welche Zines bereichern zwar den Markt, sagen Dir aber nicht unbedingt zu? Andi: Also unter meiner Favoritenliste stehn unter anderem unser zweites saarländisches Zine, das „Stahlwerk“ (rafft euch endlich auf und bringt 'ne neue Nummer), Der „Union Jack“ natürlich, das „Meinungsfreiheit“, „Stolz & Stil“, „Nobodys Heroes“, „Violence“ und der „Zwergpirat“ an den alteingesessenen Heften. Neuere Hefte wie das „Magdeburg Punx“, „Feindkontakt“ und „Viva Saxonia“ lesen sich auch sehr gut. Ist auch immer schön zu sehen, dass es junge Leute gibt, die von den Onlinemags auf Printzines umsteigen. Aber auch traditionellere Hefte wie den „Conqueror“, das „Big Shot“ (auch wenn die Oi! nicht mögen, haha) lese ich verdammt gerne. Es gibt aber auch Hefte, die mir nach wie vor nicht gefallen. Die ganzen Super Hochglanz Hefte wie das „Oi the Print“, „Support your Scene“ und der gleichen gefallen mir nicht wirklich. Zum einen ist das A4 Format nicht meine Welt, zum anderen sind die Inhalte bis auf manche ziemlich Straight durch die Bank durchgezogen. Hat was zu professionelles. Es sollte immer der SIY Flavour dabei sein. Lieber Rechtschreibfehler und kleine Fehler im Layout und der gleichen als zu steriler Kram.
Felix: Ich lese eigentlich so ziemlich alles gerne was hier so einfliegt. Zu meinen Favoriten gehören aktuell Hefte wie halt dem Andi sein „Working Class Skins“, das „Stahlwerk“, „Bezirk 7“ ist ein großartiges Heft, das „Stolz & Stil“ ist auch cool, ebenso das „Nobodys Hero“, der „Zwergpirat“ ist gern gesehen (auch wenn für meinen Musikgeschmack das musikalische Spektrum etwas breit gefächert ist) und auch die „Meinungsfreiheit“ gehört zur Pflichtlektüre. Gibt ja auch einiges an neueren Heften, die echt zu gefallen wissen wie das „Magdeburg Punx“ was aktuell 'ne echt gute #2 draußen hat, oder „Der Trinker“. „Viva Saxonia“ rockt auch, aber der Zille soll mal mit seinem neuen Heft zusehen, das „Feindkontakt“ ist auf einem guten Weg, aber noch ausbaufähig. Ach gibt so vieles, dazu kommen noch etliche ausländische Zines… Was mir weniger zusagt, ist das „Support Your Scene“, was zwar gute Themen, aber 'ne blöde Aufmachung hat, s/w A5er rulen halt!
Was interessiert Dich in anderen Heften neben der Besprechung des eigenen Heftes am meisten und was kann getrost überlesen werden? Andi: In erster Linie lese ich zuerst die Interviews in den anderen Heften. Richtig interessant wenn dabei schon Bands sind, die du in der Vergangenheit auch schon befragt hast und ähnlich Fragen dabei gestellt werden. Konzertberichte überfliege ich ziemlich oft, weil ich mich sonst immer ärgere warum ich da nicht auch dort war, haha. Reviews sind auch schon immer interessant wegen der Frage, wie die anderen das ganze hören, lesen und sehen. Ich lese verdammt gerne Kolumnen, aber solche reinen Ego Kolumnen oder diese Ach-wie-scheisse-ist-doch-alles Sachen mag ich gar nicht. Manchmal kommt es mir immer so vor als würde nur noch gejammert werden.
Felix: Solange es gut geschrieben ist eigentlich so gut wie alles. Das fängt bei Kolumnen an, geht über Konzertberichte bis hin zu Reviews und vor allem auch Interviews und auch Vorwörter. Sollte halt nur nicht so langweilig gehalten werden alles, mir geht’s ziemlich am Arsch vorbei wann X aufgestanden ist und wann Y das erste Bier getrunken hat. Aber nichts gegen Saufgeschichten, wenn sie denn lustig sind, hehe…
Was für Musikrichtungen und/oder Stile sollten, die von Dir bevorzugten, Zines auf jeden Fall abdecken? Andi: Mindestens Oi! und Skinhead Rock sollten da schon abgedeckt sein. Aber auch 'ne Prise guten Punkrock, etwas Reggae und auch mal 'nen bissl Soul dürfen es sein. Bin da relativ flexibel drin. Jedes Heft hat da seine eigenen Reize und Charme.
Felix: Na Skinhead Rock’n’Roll… Oi!, Streetpunk, halt Sachen die selber bei mir den ganzen Tag über dudeln. Gerne auch mal Ska oder Reggae (läuft bei mir eigentlich aber eher selten), auch die ein oder andere US-Punkband find ich nicht uninteressant, sowas gibt es ja dann öfter mal im „Oi The Print“ zum Beispiel.
Welche Ausgabe war die bisher mieseste und welches die beste? Andi: Die wohl mieseste war die Nummer 1. Und das mit großem Abstand. Ich hab mich von Heft zu Heft gesteigert, wobei die Nummer 5 die wohl dickste und auch umfangreichste Ausgabe war. Da waren schon ein paar gute Interviews drinnen. Die Beste gibt es glaube ich noch nicht, weil jedes Heft immer 'nen Tick besser wird. Ich versuche mich ja auch immer etwas zu steigern und verändere Kleinigkeiten daran. Wenn man den Reviews glauben mag, kamen die Nummer 5 und 6 am Besten an.
Felix: Die schlechteste war wohl mit Abstand die Nummer 1. War vielleicht doch etwas zu früh (waren da ja gerade mal 15/16) für 'nen eigenes Heft, zumal ich bis dato gerade mal zwei Zines kannte. Die meiner Meinung nach besten Ausgaben sind zum einen die Ausgabe 5 und die 7.
Wie kamt Ihr auf die Idee mit dem „Split Zine“? Andi: Haha. Gute Frage. Ich glaube das fing damit an, dass ich Felix ständig genervt hab, er könnte ja mal 'nen Interview mit mir machen. Wir stehen ja auch so in regem Kontakt. Irgendwann eröffnete Felix mir, dass er wegen 'nem Durchhänger darüber nachdachte, das Zine erstmal auf Eis zu legen und ich mich ins Zeug gelegt hatte, ihm verbal in den Arsch zu treten. Er hatte ja schon einiges an Stuff fertig und das wäre zu schade zum Verstauben. Zuerst hab ich ihm vorgeschlagen, seinen Stuff bei mir mit zu veröffentlichen, aber das ganze erschien mir als nicht fair, da Felix ja auch seinen eignen Stil hat und der „Union Jack“ auch. So hab ich mir gedacht, machen wir 'nen Split Heft wie ich's in der Form nur 1 mal gesehen habe. Das war damals das saarländische „Outlaw“ Fanzine von Heike und das „Soberphobia“. Felix war auch damit einverstanden. Gesagt, getan. Meine Sachen waren ja schon Ende Oktober fertig, aber Felix brauchte noch etwas um alles fertig zu bekommen. Ich war zwar schon etwas nervös über das Ergebnis, aber als mir Felix die Vorlage geschickt hatte und ich meinen Teil dort einklebte ging's schon besser. Als ich das erste Exemplar aus'm Kopierer nahm und es überflog, war aller Unmut weg. Das Ergebnis sah doch sehr gut aus und ich war begeistert.
Felix: Tja, der Andi hatte es ja schon gesagt, hatte ´nen Durchhänger und er hatte dann die Idee mit dem Splitzine. Allerdings muss man dazu sagen, dass das Material aus der Zeit dann die etwas schwächere Ausgabe 6 war, der Kram für das Splitzine kam erst danach!
Warum gerade ein Split dieser beiden Zines? Andi: Warum? Ganz einfach. Die beiden Hefte haben die gleiche Thematik und sind aber doch grundverschieden. Außerdem wollte ich 'nen Kumpel in 'ner schweren Zeit unterstützen!
Felix: Denke der Hauptgrund dürfte wohl gewesen sein, dass ich mit dem Andi so oder so in regelmäßigen Kontakt stehe, von daher lag es nahe wenn es denn ein Splitzine gibt, es mit dem „WCS“ Zine sein wird. Passt denke ich thematisch auch gut zusammen und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Ist das ein einmaliges Ding, oder sind Folgeprojekte geplant? Andi: Bis jetzt war es eine einmalige Sache. Wir haben auch noch nicht wirklich darüber gesprochen. Ich könnte mir durchaus vorstellen, mal was zum „UJ“ beizutragen, wenn's in meiner Macht steht. Ich persönlich hätte auch nichts dagegen das bei Gelegenheit zu wiederholen.
Felix: Folgeprojekte sind aktuell keine geplant, mal schauen was die Zukunft mit sich bringt…
Hattet Ihr ein Konzept, oder sollte jeder trotzdem sein eigenes Ding machen? Andi: Wir haben uns schon im Vorfeld unterhalten, wie das Ganze aussehen sollte. Uns war aber wichtig, dass beide Hefte ihre Individualität behalten sollten. Das „WCS“ ist das „WCS“ und der „UJ“ ist der „UJ“. Zwei Charaktere und so sollte es auch bleiben. Sonst wäre es ja kein Split Heft geworden, sondern nur ein Mix der beiden Hefte. Ist uns auch gut gelungen denke ich mal.
Felix: Denke der Andi hat die Frage ja schon ganz gut beantwortet.
So, nun widmen wir uns dem Fragenkatalog mit den persönlichen Fragen an Andi und das „WCS“, sowie an Felix und das „UJ“. Den Anfang darf wieder der Andi machen, da er im Alphabet ganz weit hinten liegt...;-)
In alten Ausgaben stieß ich immer wieder auf „Sunny Bastards“-Werbung, in der Split-Ausgabe läßt Du allerdings eine Bemerkung fallen, wer denn dieses Label braucht. Wie bzw. warum kommt jetzt diese Aussage? Andi: Ja, da haste richtig gesehen. Ich war am Anfang der Meinung, ein fähiges Label zu sehen. War aber im Nachhinein nicht so. Wie kann ein Label, das sich mit Underground befasst, sich so schnell auf 40-50 Releases berufen? Woher kommt die Kohle? Das war ein Knackpunkt, wo ich anfing zu überlegen. Warum sollte ich das noch supporten? Ok, sie bezahlten ja auch für die Werbeanzeigen, aber das war da mal nebensächlich. Aber auch auf 'ne Email, die ich ihm gesendet habe, hab ich keine Antwort bekommen. Leider. So hätte man wenigstens gewusst, wo man dran wäre bei den beiden. Sie haben ja schon einiges an gutem Material veröffentlicht. Man nehme nur mal die 7er Jungs. Klasse Band. Aber der Rest ist halt Geschmackssache. Ich hab den Kontakt zu dem Label komplett abgebrochen. Das heißt, ich bekomm' keine Promos mehr…Uuuuuh, wie schlimm. Aber darauf kann ich scheißen. Die Sachen, die ich nicht bekomme, kauf ich mir halt, haha. Ich war schon damals etwas perplex, dass „Sunny Bastards“ auf einmal das „Oi the Print“ gedruckt hat und Bommel nur noch den Kram schreiben tut. Das ist ja fast, als wenn man seine Seele an den Teufel verkauft. Es sind im ganzen viele Kleinigkeiten die zusammen gekommen sind. Es gab auch einige Gerüchte von irgendwelchen Leuten, die einem zu Ohren gekommen sind, aber das lass ich mal so im Raum stehen. Ich will ja keinem was Böses nachreden. Man weiß ja, wie die Gerüchteküche brodelt und bevor da nix belegt ist, werde ich auch nicht über solche Sachen spekulieren. Jedenfalls hat die Sunny 'ne Medienagentur und so kann man sich vorstellen, wo die Kohle herkommt für zig Releases in kürzester Zeit.
Weiter fiel mir in den älteren Ausgaben Werbung vom „Guido Knopp der Subkulturen“, Klaus Farin, auf. Dieser ist doch letzten Endes ein Außenstehender, der sich mehr schlecht als recht mit sog. Szenebüchern einen Namen macht. Diese sind meist nicht sehr realistisch und gleichen Doktorarbeiten von Studenten, mit Ausnahme des Buches „Skinhead a way of life“, wo er aber auch sein Maul hält. Wie kam es zu der Werbung bei Dir im Zine und wie stehst Du zu Farin und dem „Archiv der Jugendkulturen“? Andi: Ja, man war jung und die Verlockung von gratis Büchern war schon groß. Schließlich gab es 2 Bücher für 'ne Werbung und 2 Belegexemplare. Mehr war da nicht der Gedanke. Ich hatte mal versucht mit Klaus Farin ein Interview zu machen, hab ihm ein paar Fragen geschickt, aber nie wieder was von ihm gehört. Scheinbar waren sie nicht ganz nach seinem Geschmack. Fakt ist, dass jede Publikation im Grunde denselben Aufbau und Inhalt hat. Wobei sich bei „Die Skins“ und „Skinhead a way of Life“ deutliche Überschneidungen im Material auftun. Gleiche Textpassagen, gleiche Bilder etc. … Der Grundgedanke des Archivs ist ja nicht schlecht. Eine Sammlung von Veröffentlichungen diverser Subkulturen. Aber die Sache, dass Farin selten objektiv dazu steht, was er publiziert ist scheiße. Ich wüsste mal gerne, wie er an solche Informationen kommt. Ich persönlich denke, dass dort auch ehemalige Schreiberlinge Pate standen. Viele Bilder kennt man ja auch aus dem „Skin Up“ bzw. „Skintonix“ und „Oireka“ Fanzines aus Berlin. Mittlerweile bin ich aber über die Phase schon lange weg und belächle eher die Bücher von Farin. Die Skinheadkultur ist viel intensiver und facettenreicher als der sie je beschreiben könnte in seinen Büchern und den endgültigen Genickbruch gab's, als er in 'ner Talkshow im dritten Programm seine Welt von Jugendkulturen geäußert hat und sagte, dass er sie alle lächerlich im Standpunkt sieht. Aber das Lustige war, dass er an Schaufensterpuppen demonstriert hat, wie Vertreter derjenigen Subkultur aussehen. Haha. Das hat dem bestimmt gefallen an Plastik rumzugrabschen.
An Mitschreibern hattest Du ja bereits einige. Warum arbeitest Du jetzt wieder alleine am Zine und was ist aus den Mitschreibern geworden? Andi: Feste Mitschreiber hatte ich nur 2. Damals den Basti und den Michel. Warum ich wieder alleine arbeite ist einfach. Ich finde keinen Mitschreiber. Wir haben ja auch nicht wirklich hier 'ne Szene im Saarland. Momentan unterstützen mich der Patrick und Marek ab und an mit ein paar Konzertberichten. Danke nochmals dafür. Also Zu Basti hab ich ab und an noch Kontakt, er ist ja aus Niedersachsen nach Freiburg gezogen und nun vor kurzem wieder zurück. Alles der Frauen Schuld, hehe. Man schreibt sich ab und an noch. Zu Michel hab ich keinen Kontakt mehr. Bin ich auch froh drum. Scheinbar ist er beleidigt gewesen, dass er mich nicht für seine Szene rekrutieren konnte. Egal hab ihn seitdem auch nicht mehr gesehen. Er treibt sich lieber mit der weißen Elite rum. Soll er machen was ihn glücklich macht. Ich brauch ihn nicht mehr.
Du hattest ja auch schon einiges an Early Reggae und Ska in Deinem Heft untergebracht und das gefiel mir sehr gut. Wie ist Deine Beziehung zu diesen Stilen, ziehst Du diese Musik Punk und Oi! vor, oder ist es nur ein Teil vieler Stile, die Du bevorzugst? Andi: Ja, hatte und werde ich wieder haben. In den nächsten Ausgaben soll wieder mehr reingepackt werden. Ich mag den einfachen Skinhead Reggae wohingegen ich diesen Roots Reggae abgrundtief hasse. Guter Skinheadreggae sollte schlicht sein und 'ne dominierende Hammondorgel haben. Beste Beispiele sind da Bands wie Aggrolites, Soulsteppers, Kalles Kaviar, The Vessels, Upsessions oder Caroloregians. Bis auf die Soulsteppers noch jüngere Bands, aber definitiv mitunter die Besten dieses Genres. Ich bevorzuge den Stil nicht wirklich. Ich hatte zwischendurch mehrere Phasen in denen eher traditionellere Sachen sich auf dem Plattenteller drehte, aber das ist vorbei. Ich bin irgendwie in den 80er Stil gerutscht, weshalb ich sagen kann, dass sich in meinem Plattenregal Reggae neben Rac und Soul neben Oi befinden. Ist ein gesunder Mix aus allem, Skinhead eben.
Einige Vertreter dieser konservativen und traditionellen Richtung werfen den Skins, die Punk und Oi! bevorzugen, vor, den Kult kaputt zu machen bzw. dem Stil die Smartness zu nehmen. Wie siehst Du das? Andi: Ich kenn auch solche Leute. Wenige schreiben ja auch das „Big Shot“ Fanzine. Sind schon vom Schreibstil arrogante Schnösel und verachten alles, was es an Oi!, Punk und dergleichen gibt. Aber das Heft lese ich doch, haha. Ich denke mir mal so, man kann auch smart sein und Skinhead Rock und Oi! hören. Bis auf ein paar Ausnahmen, wie Gammelskins oder kahle Punker kleidet man sich ja schon smart. Die definieren smart halt in der Form von Tonic Suits, Sta Press und verdammt schicken, teuren Kleidern. Aber smart ist auch 'nen Paar Martens, 'ne Jeans und 'nen Polo, Shirt oder Hemd. Vielleicht sehe ich das auch nur verkehrt und hab mich da etwas im Stil vertan. Da bin ich in ihren Augen lieber 'nen Gammler, aber trotzdem das auf meine Art smarteste Arschloch im Saarland. Ich brauch keinen Tonic Suit (gibt’s eh nich in meiner Größe), keine Brogues und Sta Press Hosen. Wir machen die Smartness gewiss nicht kaputt. Das ist so, als wenn ich behaupten würde mit ihrer traditionellen Einstellung uns kaputt zu machen. Skinheads haben halt seit 69 ihren Stil entwickelt und der geht halt von Rudeboys und Suedeheads bis zu den Skinheads der 80er. Da würde ich eher den „Skins“ heutiger Tage vorwerfen, die auf Konzis mit Basecap, Turnschuhen und Joggingjacken von Perry und Co rumhängen, Den Stil der Skinheads zu verleugnen.
So, genug des Gesabbels. Nu hast Du Zeit für Werbung, oder anderen Kram. Andi: Meik, ich danke dir für das Interesse an meinem Heft. Felix für seinen Beitrag zum Gelingen des Split Heftes. Meiner Frau fürs Tackern, Zusammenlegen und Fertigstellen der Hefte, sowie die Zeichnungen der Cover. Freut euch alle, ich arbeite schon fleißig an der nächsten Ausgabe und es wird wieder eine gute Auswahl an Bands geben, Reviews von A-Z und Konzerte. Wenn jemand Interesse hat mich in Form von Schreiben zu unterstützen, der kann mich gerne kontaktieren. Ich bin für jede Hilfe dankbar. Des weiteren bin ich gerade dabei mich im Fotogeschäft zu etablieren. Wenn also wer 'nen paar ordentliche Bilder will, einfach mailen. Erreichen könnt ihr mich unter www.myspace.com/wcsfanzine Auf ein schönes Geburtstagsjahr Grüße aus'm Saarland Der Andi
So, zum Abschließ am Abschluß bekommt Felix auch noch ein paar Fragen um die Ohren gehauen...
Hendrik von Exterior Voice sagte mir, dass Du Dein Zine schon mal einstellen wolltest. Was waren die Gründe und was bewog Dich dann doch dazu, weiter zu machen? Felix: Ja das stimmt, der Gedanke stand damals im Raum das Zine an den Nagel zu hängen, wodurch ja letzten Endes dann das Splitheft entstanden ist. Waren damals persönliche Probleme die hier nicht hingehören und mir damals einiges an Energie geraubt haben. Manchmal läuft halt nicht immer alles nach Plan, denke das kennt jeder… Im Endeffekt bin ich jetzt um eine wertvolle Erfahrung reicher und steh wieder voll im Saft, so gibt es also nichts, was der Fortführung des Heftes im Wege steht!
Anfangs wurde immer wieder gemeckert, warum in einem Zine das „Union Jack“ heißt, keine Interviews von englischen Bands drin sind. Ich sah/sehe das Ganze nicht so verbissen und mir war der Gesamtinhalt wichtiger. Wie hast Du das Ganze gesehen und wie bist Du mit dieser Kritik umgegangen? Felix: Hehe, ja der Name ist ja ziemlich britisch, von daher wären britische Bands (nicht englisch, das Heft heißt ja nicht „St. George Cross“ hehe) im Heft ja ziemlich naheliegend gewesen. Hatte sich halt nicht ergeben, zudem hat Groß Britannien jetzt auch nicht so die riesige Musikszene, dass man in jedem Heft einen Haufen Inselbands bringen kann. Muss aber auch gestehen, dass der Zinename etwas unglücklich gewählt ist. War damals eine Idee von meinem Cousin, der sich damals auch noch in der Skinheadszene rumgetrieben hat und ich fand's damals halt cool, ist halt kurz und einprägsam. Und klingt besser als „Deutschlandfahne“, haha…
Ein Cover von Dir zierte auch Kevin von den einst Böhsen Onkelz, auf dem Cover noch mit Glatze. Welchen Hintergrund hatte das und was sind/waren die Onkelz für Dich? Felix: Das hatte keinen bestimmten Hintergrund, find das Bild einfach cool und find, dass es gut auf dem Cover passt. Die Böhsen Onkelz an sich waren für mich eigentlich seit jeher eine extrem wichtige Band. Ich höre die Band seit dem ich in der Grundschule von einem damaligen Schulfreund mal ein Tape bekommen hatte, welches er von seinem Bruder der damals Punker war kriegte. Bin seit dem Feuer und Flamme für diese Band. Letztendlich waren die Onkelz auch nicht ganz unschuldig daran, dass ich Skinhead geworden bin, da ich erst durch die frühen Onkelz-Platten auf das Thema gekommen bin. Höre die Band auch heute noch gerne, vor allem „Böse Menschen, böse Lieder“, „Kneipenterroristen“ und natürlich die „D*r n*tt* M*nn“ drehen auffallend oft ihre Runden auf meinem Plattenteller bzw. im CD-Player.
Ich kann mich dunkel daran entsinnen, dass Doppel-W Dir „die Freundschaft kündigte“ bzw. Kritik übte, weil Du für „Dim“ Werbung machst. Kannst Du den Lesern was dazu erzählen? Felix: Nö, Freundschaft hat der mir nicht gekündigt ganz einfach weil ich mit dem Vogel nie was zu tun hatte. Das war noch bevor ich das Union Jack gemacht habe. Hab halt damals ein Onlinemag betrieben, in dem auch einige „Dim“-Bands vertreten waren. Irgendwann hatte ich dann vom Wucher ´ne E-Mail im Postfach in dem er mir mit einem Anwalt drohte, glaube die Kopie von der Mail ging auch direkt an seinen Anwalt. Ging irgendwie um ein Cotzraiz-Lied im MP3 Format, was sich auf meiner Seite befand, eine Kolumne über Wucher und seinen alten Geschäften und um den Namen der Seite, „poebel.net“, was ein Auszug der eingetragenen Marke „Pöbel & Gesocks“ gewesen sein soll. Bis auf das Cotzraiz-Lied eigentlich ein Witz… Aber als 15-jähriger Pimpf wirkt sowas schon beeindruckend. Hab aber weder davor noch danach Kontakt zu dem Typen gehabt. Der Kerl ist ein Witz und letztendlich nicht einmal diese Zeilen hier wert...
Du plantest ja mal ein Türkei-Special, aus dem dann leider nichts wurde. Kommt da in Zukunft vielleicht mal was? Felix: Ja, stimmt in der Richtung war mal was geplant, stand zu dem Zeitpunkt auch in Kontakt mit Skinheads aus der Türkei was sich mittlerweile aber auch wieder irgendwie verlaufen hat. Das Ding war halt einfach, dass es zu diesem Zeitpunkt einen Türkei-Bericht im „Oi! The Print“ und einen im „Support Your Scene“ Fanzine gab, von daher wäre ein weiterer überflüssig gewesen, dafür gab es ja den Bericht über Skinheads in Chile. Denke momentan auch nicht dass es noch einen Türkei-Bericht geben wird.
So, nun kannst Du noch a bissel Werbung machen, oder uns anschnauzen, oder worauf Du sonst Lust hast. Die letzten Zeilen gehören Dir. Felix: Tja, vielen Dank für das Interview an euch beide, bin schon gespannt auf eure nächste Ausgabe. Das „Union Jack“ #8 wird dann hoffentlich auch noch dieses Jahr das Licht der Welt erblicken, bin da relativ zuversichtlich. Ansonsten würde ich es schön finden, wenn die Leute aus den eigenen Reihen mal wieder ihren eigenen Kopf benutzen statt irgendwelchen Trends hinterherzulaufen, denn aktuell pisst mich dieses übertriebene „Anti-P.C.“-Gehabe mindestens genauso an wie die oberkorrekten Szenepolizisten selbst. Besten Gruß und auf die nächsten 40 Jahre Skinhead, Felix
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