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Hier erfahrt Ihr in Form von Interviews mal etwas mehr über Dennis und mich (Meik). Das Ganze erschien in der #16, um Dennis in der Ausgabe gebührend willkommen zu heißen…;-) |
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So sind wir... |
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So, Meik dann erzähl der Leserschaft doch mal 'n bißchen über Dich. Wie und wann bist du in der Szene gelandet? Du bist ja wohl schon so etwas, was man als Urgestein bezeichnen kann, haha.
Meik: Nun gut, dann wollen wir mal. In meiner frühen Jugend freundete ich mich mit allerlei Leuten an, die von der Masse nur verachtet wurden, was mich da wohl eher reizte anstatt störte... Zu der Zeit waren das meist Punks und Metaller, einige Psychos und Normalos und einige Skins, die aber alle so tolle Sachen wie Onkelz, Endstufe und Skrewdriver hörten. Das war so 1987/1988. So rutschte ich in die Welt der Subkulturen und wurde Skinhead. Anfangs allerdings noch übelst krakig und von nichts einen Plan und auch der Meinung, daß ein Skinhead rechts sein muß. Aber der Mensch bildet sich ja zeitlebens und so kam alles nach und nach. Anfangs spielte dann Politik auch eine große Rolle für mich und ich brachte Szene und Politik unter einen Hut. Nach und nach wurden daraus zwei Paar Stiefel und so ist es auch besser. Ich habe mein politisches Denken nicht abgelegt, es hat jetzt nur einen anderen Stellenwert als noch in den 90ern. Ich denke, daß ich immer noch der Gleiche bin, wenn ich einiges jetzt auch anders sehe. Dennoch werde ich auch jetzt noch tätig, wo ich es für richtig halte, oder äußere mich zu Sachen, die mich nerven.
Aus der „MF" ist ja bekanntlich die Politik komplett verschwunden, was mir echt gut gefällt. Wie kam es denn zu diesem Umbruch?
Meik: Als Umbruch würde ich es nicht gerade bezeichnen. Ich sehe das eher als Weiterentwicklung des Zines. Paßte das alles in den 90ern noch gut zusammen, so ist das jetzt nicht mehr der Fall. Es gab im Zine ja nach und nach eine musikalische Verschiebung von purem RAC hin zu Streetpunk, Oi! und auch RAC. In dieses Schema paßt Politik nunmal nicht mehr. Mir selbst gefällt das Zine so auch besser und ich glaube nicht, daß ich mit dem Zine nochmal einen Rückfall bekomme...;-) Dafür gibt es andere Plattformen.
Wie und wann bist du denn dazu gekommen 'nen Zine auf den Markt zu schmeißen? Man wacht ja nicht morgens auf und sagt sich: "Ach ich mache jetzt mal 'n Zine", oder etwa doch?
Meik: Ich fing ja schon früh an, Texte und Berichte für andere zu schreiben und war irgendwie immer auf der Suche, wie ich das am besten selbst umsetzen kann. Irgendwann sagte ich dann, das versuche ich jetzt einfach mal. So erblickte im Jahr 1994 mein erstes Zine, damals noch unter dem Namen „Aufbruch", das Licht der Welt. Hier ging es sehr politisch zu und die Musik spielte nur eine untergeordnete Rolle. Viel Plan hatte ich ja auch nicht... Das Heft wurde lediglich im Bekannten- und Freundeskreis verteilt. Allerdings reichte das schon aus, daß man mich irgendwann Morgens um 6 Uhr besuchte und nach dem Zine suchte. Ihr könnt Euch vorstellen, daß es kein Leser war, der noch kein Heft hatte, sondern der Staat in Form seiner Büttel. So fanden die Hausverwüster auch die Druckvorlage für die bereits fertig gestellte zweite Nummer. Die Staatsanwaltschaft stellte mich nun vor die Wahl, daß sämtliche Unterlagen vernichtet werden und das Verfahren gegen mich eingestellt wird, oder daß es zur Anklage kommt. Ich nahm also den Vernichtungsjoker, da ich schon zum neuen Schlag gegen dieses xxxsystem ausgeholt hatte. Ich dachte mir nämlich, jetzt erst recht. So wurde der Name in „Meinungsfreiheit" umgeändert und die erste „MF" war quasi die zweite öffentliche Nummer des „Aufbruch". Der Name sollte in Anlehnung auf das verbriefte Grundrecht im GrundGesetz als Provokation herhalten und Provokation ist die „MF" wohl heute noch... Der Staat machte dann noch ein bissel kostenlose Werbung im „Verfassungsschutzbericht". Der Rest ist Geschichte. Eine ausführliche Story zur „MF" findet Ihr auf unserer Netzseite (www.mf-zine.de) und in der #13 der „MF", die Ihr noch nachbestellen könnt.
Was stört Dich am meisten an der Fanzinerei? Und was sind die Punkte, die sagen es lohnt, mach weiter? Das nicht nur immer Spaß im Vordergrund steht, ist ja klar!
Meik: Stören ist wohl nicht gerade gut gewählt, obwohl sicher kleine Nervereien dabei sind. Würde mich alles ankotzen, würde ich mir wohl nicht immer wieder die Zeit für neue Ausgaben nehmen... Nervig ist immer wieder, wenn Versände und Labels ausgemachte Abmachungen wegen Werbeanzeigen o.ä. nicht einhalten, oder wenn Leute auf Treffen und Konzerten noch um den Preis feilschen wollen. Bei Platten und CDs zahlt jeder kritiklos den geforderten Preis, obwohl hier sicher ein nicht unerheblicher Gewinn erwirtschaftet wird und die Zinepreise gerade mal die anfallenden Unkosten decken.
Da ich weder singen kann, noch ein Instrument beherrsche, ist dies mein bescheidener Beitrag, der Szene etwas von dem zurückzugeben, was sie mir über all die Jahre immer gab und gibt. Ich möchte nicht einfach nur Konsument der Szene sein.
Die positiven Dinge sind natürlich, daß man mit Bands in Kontakt treten kann, die man selber gerne hört. Auch kann man ihnen in Interviews die Fragen stellen, die einem selbst interessieren und die man anderswo noch nicht beantwortet bekam. Durch Zinetausch mit Kollegen ist man immer auf dem Laufenden und kann sich die Kreuze für Neuerscheinungen von Zines im Kalender sparen...;-) Im Laufe der Zeit lernt man aber auch immer mehr nette Leute kennen und schätzen. Es überwiegen eigentlich die positiven Dinge und so wird es die „MF" hoffentlich noch lange geben.
Die gleiche Frage hast Du mir zwar auch gestellt, aber ich denke den einen oder anderen wird es bestimmt interessieren?! Und wenn nicht, ist es auch egal! Also was scheppert momentan aus Deiner Anlage? Und was geht Dir am Arsch vorbei?
Meik: Fangfrage?!? Mein Musikgeschmack ist wohl so breit wie der Arsch von Rainer Calmund...;-) Allerdings wäre es schwer, jetzt bestimmte Sachen zu nennen, da das immer wieder wechselt. Gerade höre ich ein Projekt von Altmeister Lemmy und Slim Jim von den Stray Cats, wo sie alte Rock'n'Roll Klassiker covern. Ansonsten geht mein Musikgeschmack von Punk über Streetpunk und Oi! bis hin zu RAC. Allerdings dann meist die Klassiker. Darüber hinaus auch oft Johnny Cash, Rock'n'Roll, Rockabilly, Hardrock, alten Metal, Schlager oder auch mal Hannes Wader und Mainstreamkram. Was bei mir aktuell ist, dürfte dann auch die Hitliste im Heft wiedergeben, oder schaut in die CD-Reviews.
Bei Zines ist es ja ähnlich, da gibt es welche, die am besten ein mal pro Monat erscheinen könnten und wieder andere, mit denen man nix anfangen kann. Ist ja selbstverständlich Geschmackssache. Welche Zines zählen zu Deinen Favoriten?
Meik: Da gibt es sicher viele, die es verdient hätten, genannt zu werden und ich will hier auch nicht groß eine Auswahl treffen. Besonders ansprechen tun mich Hefte, die sich überwiegend auf Streetpunk, Oi! und RAC festgelegt haben, wenn das eine mal fehlt, oder über Skinhead-Reggae und Ska berichtet wird, so paßt das dann schon.
Also, ich bin mit meiner Befragung durch. Wenn Du jetzt noch was loswerden willst, dann schieß mal los.
Meik: Bedankt man sich bei seinem Mitschreiber für das Stellen lästiger Fragen?!? Ich kläre das mal diplomatisch...;-) Ich freue mich, daß der Dennis jetzt mit an Bord ist und die „MF" hoffentlich etwas bereichert. Auch möchte ich an dieser Stelle mal allen Lesern danken, die uns über die Jahre bisher die Treue hielten und selbst die Veränderungen hinnahmen. Ohne Euch gäbe es die „MF" sicher nicht!
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Als erstes geht‘s mir (Meik) an den nicht vorhandenen Kragen... |


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Was motiviert Dich, an der „MF" mitzuschreiben, Geld und Ruhm kann es ja nicht sein?
Dennis: Ne! Das kann es nicht sein, haha. Ich finde halt das Zines ein ziemlich wichtiger Bestandteil der Szene sind und ich denke, daß es eine gute Sache ist, auf diese Art etwas zur Szene beizutragen. Motivierend ist für mich, daß ich z.B. Sachen, die ich mit den Jungs auf Tour erlebt habe, nieder zu schreiben und so anderen Leuten zeigen kann, daß ein Konzert oder Festival immer die bessere Alternative ist, als bei Myspace oder in irgendwelchen Foren rumzuhängen. Das die Leute mal wieder den Arsch aus dem Sessel wuchten.
Hast Du mal überlegt ein eigenes Zine zu machen?
Dennis: Ich habe tatsächlich mal drüber nachgedacht aber den Gedanken daran wieder schnell über Bord geworfen, da es für eine Person allein echt 'nen riesen Haufen Arbeit ist und sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Die Zeit dafür hätte ich niemals und außerdem fehlt mir absolut das Know How dafür. Von meinen Pc-Kentnissen ganz zu schweigen. Meik wird Euch das bestätigen können. Aber man soll ja niemals nie sagen.
Was für (Themen) Felder wirst Du in der Zukunft vor allem beackern?
Dennis: Ich werde auf alle Fälle für Konzertberichte und Partyberichte zuständig sein. Aber auch Besprechungen von Zines und Büchern sind durchaus mal drin. Ach ja! Und ich werde in Zukunft auch für eine ganz neue Ecke im Zine zuständig sein. Und zwar für die Vinyl-Besprechungen, die ja bis jetzt in der „MF" kaum vorkamen, da der Meik ja 'n CD-Sammler ist. Natürlich werde ich ihm auch in anderen Bereichen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wer weiß, evtl. traue ich mich auch mal an eine Bio, oder an ein Vorwort ran. Ich bin immer für Überraschungen gut.
Was interessiert Dich an Zines am meisten?
Dennis: Ich bin der Typ von Zine-Leser, der das Zine von der ersten bis zur letzten Seite durchliest. Natürlich interessieren mich nicht immer alle Themen. Aber besonders interessieren mich Vorworte, CD- und LP-Besprechungen, Konzert und Szeneberichte, Interviews und selbstverständlich Zinebesprechungen.
Was sind Deine Favoriten bei Zines?
Dennis: Oh das ist schwer, da ich so ziemlich alles lese, was mir in die Finger kommt. Besonders stechen das „Stolz und Stil" und das „Union Jack" hervor. Die stehen bei mir an erster Stelle. Aber auch das noch relativ neue „Support your Scene" weiß durchaus zu gefallen. Obwohl mir das Format und die Hochglanzaufmachung nicht gefallen. Alle Zines hier aufzuzählen, würde wohl den Rahmen sprengen, da mir eigentlich fast alle Zines zusagen. (Die „MF" habe ich mal ganz bewusst außen vor gelassen)
Was kommt bei Dir musikalisch an Erster Stelle und auf was kannst Du gerne verzichten?
Dennis: Momentan höre ich viel die guten alten Klassiker wie z.b. Cockney Rejects, The Last Resort, 4 Skins, The Oppressed (nur die alten) und Angelic Upstarts. Aber natürlich auch die aktuellen Sachen und mit wachsender Begeisterung franz. Oi! und immer häufiger Exoten. Was bei mir gar nicht geht, sind Hard- und Hatecore, sowie Blackmetal. Dann schließe die Befragung mal mit ein paar Worten und/oder Grüßen ab. Dennis: Ok! Ich denke mal, in meinem Portrait und in den Antworten der Fragen habt Ihr ja 'ne ganze Menge über mich erfahren. Wenn Ihr trotzdem noch Fragen habt, könnt Ihr mich unter Dennis@Mf-Zine.de oder bei www.myspace.com/Schorschi erreichen. Da könnt Ihr auch Kritik oder Lob loswerden. Oder halt auch nur, wenn Ihr 'nen bißchen sabbeln wollt. Freue mich über alles. Ich hoffe, man sieht sich mal auf 'nem Konzert, oder was weiß ich noch wo. Ich grüße alle, die mich kennen und die mich noch kennen lernen werden. Bis dahin Dennis
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Der Dennis |
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Meik und Dennis |
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Dennis |