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Riskiert mal ein Ohr… Wie auch schon bei den Zinebesprechungen veröffentlichen wir hier aus Platzgründen nur aktuelle Besprechungen für die neue Nummer, sowie die der letzten Ausgabe. |












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Mr. Symarip „The Skinheads dem a come“ Hat auch schon drei Jahre auf dem Buckel, sollte aber dennoch Erwähnung finden. Auch für Leute ohne Hang zum Skinhead-Reggae und Ska dürfte Symarip ein Begriff sein und bei diesem Album handelt es sich um eine Scheibe des Frontmannes Roy Ellis. Mit dieser Scheibe wollte der Symarip-Sänger und Textschreiber laut Netzrecherche an den Skinheadklassiker „Skinhead Moonstomp“ anknüpfen. Grund genug, mir das Ding zu holen... und siehe da, ich bekam das Album nicht mehr aus dem Spieler, geschweige denn aus dem Kopf...;-) Der Kracher schlechthin ist auch der Titelsong. Müßte man ein Lied wählen, welches „Skinhead Moonstomp“ das Wasser reichen kann, wäre es wohl am ehesten dieser Song! Allerdings sollte man die anderen Titel dadurch nicht vernachlässigen, denn es sind alles Kracher! Einzige Ausnahme ist der für mich etwas zu schwache Opener „Wang yu“. Das Album kommt im Digipack mit Booklet in recht schlichter Aufmachung, aber mit Songtexten. Tip: Hört das Titelstück etliche Male und hört Euch dann die anderen Hits mehrmals an. Schon jetzt eine meiner Lieblingsscheiben des Sommers...;-) |

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Sampler „True Motown“ 3 CDs Dieses Label hat ja auch einen Ruf in Skinheadkreisen, brachte es doch einst viel Soul und Northern Soul raus und um mir vielleicht günstig ein paar Perlen zu sichern, holte ich mir den Sampler. Leider outet sich das Teil ziemlich schnell und zeigt, daß er mehr auf das Mainstreampublikum abzielt und weniger den Sammler anspricht. Findet man auf der ersten CD noch einige klassische Songs von den Supremes, so ist die zweite CD im Bunde auch noch hörenswert. Bei CD 3 dachte ich, meine Anlage ist auf Radio umgesprungen und spielt 80er in Reinkultur. Es liefen Lieder von Rockwell, Michael Jackson und Lionel Richie. Sicher waren und sind diese Popstars auch bei „Motown“, aber sie passen hier nicht rein. Man hätte da 'ne Extra-Reihe machen können. Aber den Kapitalisten geht es sicher darum, zu zeigen, welche“Hochkaräter“ das Label bereichern. Die CD kommt im Pappschuber und alles ist in schwarz-weiß Optik. „And remember – the first monday of the month is Motown monday!“ |
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The Eksplorersz (The Explorersz) „Le bal des neuks“ Von dieser Band hatte ich bisher noch gar nichts gehört und war um so neugieriger, als ich die Scheibe aus dem Postfach zog. Sagte man mir noch, daß es 'ne Mischung aus Oi! und Reggae ist, so bin ich eher der Meinung, daß hier klassischer Rock'n'Roll mit Ska und Reggae gemischt wird und das klingt verdammt geil! Die Band hingegen scheint aus Skinheads zu bestehen und so bringt man kurzerhand auch Symarips „Skinhead Moonstomp“ und Derrik Morgans „Night at the hop“ in ein Eksplorersz-Gewand, geil! Aber auch die eigenen Lieder haben es in sich und rocken und skanken wie Sau...;-) Leider besteht auch hier 'ne Sprachbarriere, doch im Booklet findet man ab und an einige ErlOi!terungen auf englisch. Insgesamt tummeln sich fette 25 Songs auf der Scheibe und Ihr erhaltet darüber hinaus ein dickes Booklet mit Texten und Fotos und guter Aufmachung. Die CD macht echt Lust auf mehr! |
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Bootprint „A part of us...“ Noi!es aus dem Hause “Dim“. Diese Band kommt aus Kanada und sie war mir bis dato unbekannt. 12 Songs plus Intro und Outro bringen mir die Band nun näher und das ist auch Wowereit...;-) Musikalisch liefern die Mannen einen mittelschnellen Oi! ab und covern dann auch gleich mal Condemned 84 und Brutal Combat, schönes Ding. Neben englischen Stücken gibt es auch Lieder in französischer Sprache. Textlich beackert man u.a. Themen wie Kameradschaft, Anti-Drogen und Medien. Natürlich kommt der Kult auch zur Sprache und rundet die schöne Scheibe auch textlich nochmal ab. Obwohl das Ganze ziemlich rau klingt, fehlt hier nicht die Melodie. Erinnert stark an Amisachen der frühen 90er. Das Booklet ist in s-w gehalten und ist schön aufgemacht. Neben den Texten gibt es noch einige Fotos, sowie Danksagungen und Grüße. Was will man Salzwasser, ähm mehr?!? |
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Rancid „Let the dominoes fall“ Expanded Version Do-CD plus Making of DVD Frustkauf? Kauf aus Langeweile? Nicht gewußt, wohin mit dem Geld? Das könnten einige Gründe sein, mir 'ne CD für bald 18 Tacken zu holen. Aber es ist ja auch nicht einfach nur 'ne CD. Neben der regulären CD inkl. Bonussingle, gibt es noch eine Akustikversion des Albums, das komplette Making of der Platte auf DVD, 3 Poster und 4 Plaste-Plektrums. Hier ist die Frage berechtigt, wer das ganze Gedöns braucht, aber der Reihe nach. Rancid sind immer irgendwie an mir vorbeigegangen und außer einigen Stücken auf Samplern habe ich nichts von ihnen. Warum also nicht mit dem brandneuem Album (erschienen im Juni d.J.) den Punkhorizont etwas erweitern?!? Gesagt, getan...;-) Das reguläre Album kommt mit vollen 19 Songs daher und irgendwie klingen die Mannen jetzt nach 'ner geilen Mischung aus Social Distortion und Green Day. Das sind Melodien, die im Ohr bleiben, besonders bei „New Orleans“ frißt sich die Melodie fest. Hier und da sind noch Folk-, Rockabilly- und Skaanleihen zu hören und spätestens da wird einem wieder bewußt, daß man Rancid hört. Skaanleihen waren ja stets Begleiter dieser Band. „L.A. River“ ist ein melodisches Rockabillystück,welches ich mal als zweiten Anspieltip nennen möchte und ich habe sicher noch einen dritten Wunsch frei und so wünsche ich mir dann das Titelstück als dritten Hit. Nun gut, ob man das Album noch als Akustikversion braucht, bleibt wohl jedem selbst überlassen. Aber ich höre sowas in ruhigen Stunden mal ganz gerne und so muß ich dann nicht immer wieder Hannes Wader oder Bob Dylan hören...;-) Auch haben die Amis hier nicht einfach ihre Lieder auf der Gitarre abgeklimpert und so bekommen einige Songs so eine ganz andere Vertonung und das kann sich hören lassen. So ist hier nichts doppelt gemoppelt. Hier gibt es Folk- und Country- und gar Polkaanleihen gepaart mit Balladen. Die DVD ist leider in Negativaufnahme und macht das Ganze nicht gerade zum Sehvergnügen, obwohl die Interviewpassagen und der weibliche Begleittext sicher interessant sind, aber ich konnte mir das nicht komplett antun, da es echt dem Auge schadet. Nun zur Aufmachung: Das Ganze kommt im Pappschuber, in dem sich ein aufklappbares Digipack mit den 2 CDs und der DVD befindet. Hier findet man auch drei doppelseitige Poster (bei einem sind die Texte auf der Rückseite), sowie die Plektrums aus Plastik, diese sind mit den Köpfen der Band bedruckt und auf der anderen Seite das Bandlogo und der Albumtitel. Wer nun diesen ganzen Fanmerch braucht, weiß der Sturzflug oder Geier... Der traditionelle Punkrocker wohl net, da wohl eher die Kiddiepunx und Möchtegernaußenseiter mit reichen Eltern... Alles ist übrigens in Negativoptik gestaltet, oder einfach: man erkennt so gut wie nüscht. Wenn auch der Kommerz hier echt übel mitspielt, kann ich das Album von der Musik her echt empfehlen. Wer noch bedenken hat, den kann ich beruhigen, denn die CD ist ab 0 Jahren freigegeben.
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Bettina Greve „Auf Kurs – Die Johnny Cash Biografie“ (Hörbuch, gelesen von Peter Lohmeyer) Auf einem meiner Supermarktstreifzüge stolperte ich über dieses geile Hörbuch und das für 'nen 5er...;-) Eingefleischte Leser der MF werden wissen, daß ich totaler Cash-Fan bin. Und obwohl ich schon eine Comicbiografie und eine Buchbio habe, kam ich hier nicht dran vorbei und das ist auch gut so. Neben Sachen die bekannt sind, erfuhr ich hier auch noch mir unbekannte Dinge. Gelesen wird das Ganze übrigens vom Schauspieler Peter Lohmeyer, dessen Stimme und die Art des Vortragens läßt keine Langeweile aufkommen. Aufgepeppt sind die 4 CDs dann noch mit etlichen Songs des Stars selbst und sogar eine eingedeutschte Version von „I walk the line“ (die Cash damals einspielte) ist zu finden. Die CDs kommen im Pappklappcover mit einer etwas blöden Zeichnung des Countrysängers daher, dafür entschädigt aber der Inhalt. Für alle Fans ein Muß und wer sich mal ein Bild über den Outlaw-Musiker machen möchte, sollte ebenfalls zugreifen. |
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Symarip „Skinhead Moonstomp“ (Deluxe Edition, 2 CDs) „Trojan“ brachte 2008 eine „Deluxe Edition“ des Klassikers „Skinhead Moonstomp“ raus. Neben den ganzen Krachern des Originalalbums gibt es noch haufenweise Bonuslieder, darunter auch Lieder aus der Pyramids-Dekade und rare und unveröffentlichte Stücke. The Pyramids drehten den Namen irgendwann um und die Legende Symarip war da. Zu den einzelnen Stücken muß wohl nichts gesagt werden, da sie eh jeder kennt, oder kennen sollte. Alles wurde nochmal digital remastert, aber den Charme des Originals hat auch dieses Werk inne. Die Aufmachung kann sich richtig sehen lassen und ich weiß gar net, wo ich anfangen soll bzw. muß...;-) Die Pappbox hat eine durchsichtige Plasteschutzhülle und im aufklappbaren Innenteil befinden sich neben den beiden CDs (mit klassischem „Trojan“-Design) Hitparedenauszüge, wo „Trojan“-Songs in den Charts waren und die Anleitung zum „Skinhead Moonstomp“. Das fette Booklet ziert das Original-Cover, wie auch schon die Außenhülle. Im Heft selbst gibt es eine Bio Symarips mit Aussagen von Roy Ellis und Monthy Neysmith, Fotos, Bildchen und komplette Diskographie. Wenn auch „Trojan“ durch Eigentümerwechsel mehr ein Mainstream- denn ein Szenelabel geworden ist, siegte hier wohl der Verstand und man setzt(e) mit diesem Output Symarip ein würdiges Denkmal. Für Sammler sicher ein Muß und wer das Original nicht hat, der sollte sich halt diese Neuauflage zulegen und hat sicher irgendwann ein schönes Sammlerstück....;-) Ich kaufte die CD für rund 25 T€, habe sie auch noch nicht billiger gesehen, aber das Geld ist das Teil wert! |


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Last Resort „You'll never take us“ („Skinhead anthems II“) Dennis hatte die LP ja längst besprochen und eigentlich brauche ich so nicht mehr viel Worte über diese Scheibe machen, sondern lediglich darauf hinweisen, daß es die Platte auch als CD gibt... Aber so wird man diesem Werk nicht gerecht und von daher bequatsche ich das Teil auch nochmal. Mit dem Zusatz „Skinhead anthems II“ wird einem nicht zu viel versprochen und beim Hören fühlt man sich um Jahre zurückversetzt, da der Sound zwar ausgereifter, aber immer noch ursprünglich klingt. Mit 14 Songs wollen es die alten Herren um Roi Pearce nochmal wissen. Die Texte sind von der Straße für Jungs auf der Straße,um es mal irgendwie auf den Punkt zu bringen. Das Cover erinnert auch stark an den bereits erwähnten Klassiker und im Faltblatt gibbet Fotos, Texte, Danksagungen und Grüße. Last Resort sind „back with a bang“! |
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Bovver Boys „Tooled for trouble“ Ich sah ja bisher nur gute Kritiken der Aachener und so mußte ich mir das aktuelle Werk zu Testzwecken selbst zulegen. Neben zwei Coverstücken („Pogo in Togo“ von den United Balls und „No pain, no gain“, hier holten sie sich Unterstützung bei Evil Conduct, von denen ja das Original stammt) gibt es noch 10 eigene Stücke zu hören. Ein richtiger Ohrwurm ist „Vans and Converse Army“ (hier geht es um MTV-Punx bzw. um Kiddies, die denken, Punk wurde durch das Fernsehen erfunden). Bei „Dreams of revolution“ zieht man mal über die ganzen Möchtegernrevoluzzer her und sagt ihnen wie dumm sie doch sind. Ihr seht, diese Band hat durchaus was zu sagen und das kommt mit netter musikalischer Untermalung daher. Das Booklet ist toll aufgemacht und neben Fotos, tollen Hintergrundartwork und kurzen Danksagungen findet Ihr alle Texte im Heft. Verpackt ist das Ganze übrigens im Digipack. |


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Volxsturm „Immer hart am Wind“ DVD Volxsturm gingen an mir immer irgendwie vorbei und ich besitze auch nichts von ihren Sachen. Die vorliegende DVD ist also mein Einstieg und ich hätte mir das Teil wohl auch nicht geholt, wenn nicht zwei Bonus-CDs inkl. wären, da DVDs nicht gerade zu meinen Sammelobjekten gehören... Also erstma zur DVD, um die es ja bei dem Produkt hauptsächlich geht. Das Hauptmenü ist mit einem Instrumentalklassiker für Süßwassermatrosen unterlegt, mir fällt Titel und Komponist net ein, ist aber saugeil! Hier gibt es gut 1 ½ Stunden Livemitschnitte von verschiedenen Konzerten. Mit Ausnahme von Leipzig (Commies finden halt nicht den richtigen Ton...) ist die Tonqualität sehr gut und die festgehaltenen Bilder geben die Stimmung der Auftritte gut wieder. Vor den verschiedenen Konziausschnitten gibt es 'ne kurze Einleitung von Hinkel und Wolf und wenn sich meine Augen nicht irren, sitzen diese zeitweise mit einer Kuscheldecke auf der Couch, auch so schwirrt die Kamera teilweise ins Ungewisse und man fragt sich, was manche Kameraeinstellungen sollen. Egal. Bei den Liedern kann ich nicht so mitreden, denke aber, daß es ein guter Durschnitt all ihrer Schaffensphasen ist. Darüber hinaus bekommt der DVD-Zuschauer noch einiges zur Entstehung der Band und etwas langatmiges Gerede über einen nicht mehr vorhandenen Proberaum zu sehen und zu hören und es werden auch Fotos aus alten Tagen eingespielt. Man redet über Schwierigkeiten mit Behörden wegen der 1. Single, da diese im Ausland gepreßt wurde und zu Zeiten der Mordanschläge von Rostock, Mölln und Solingen erschien und alles, was mit Skinheads zu tun hat, erstmal abgewatscht wurde, egal ob rechts oder nicht. Es geht um den Bandnamen, die Einstellung zur Skinheadszene, Punx und Skins, das Thema „unpolitisch“ (sehr gut auf den Punkt gebracht), die Vergangenheit anderer Bands in Reflektion der eigenen Band (schließlich hat VS ja keine Leichen im Keller wie beispielsweise Loikämie...). Man gibt Auskunft über die Liedtexte, Konzerte und Auslandsgigs, wo auch mal nette Anekdoten zutage kommen. Besonders spaßig ist Hinkels „Nebenjob“ bei Mc Donalds in Singapur, hat schon was von Dittsche...;-) Dann dürfen andere Bands noch ein paar Worte über Volxsturm sagen, dies fällt leider etwas kurz aus. Zu Wort kommen u.a. Olaf von Springtoifel, Stomper 98, Sammy von den Broilers, der geläuterte Spiller, die Köpfe von „DSS“ und „Bandworm“, Oli von „Randale Records“ ein Fanclub und weitere. Dann gibbet noch zwei professionell eingespielte Videos. Die DVD hat übrigens ein tolles Artwork aufgedruckt und die Bonus-CDs sind im Stil von Schallplatten bedruckt, scheenes Ding! Auf der ersten Bonus-CD gibt es eine „Best of...“ zu sluschen und der uneingeweihte Hörer (also ich...) kann sich einen Überblick über die Band verschaffen. Auf der 2. CD gibt es Livemitschnitte zu hören und das in guter Qualität. Das fette Beiheft beinhaltet Texte verschiedener Schreiber zu den jeweiligen Konzertausschnitten auf der DVD und alle Texte und ein schönes Artwork. Die DVD kommt im aufklappbarer Hülle, die in einem Pappschuber mit Prägung verstaut wird und so optimal in den Seesack paßt...;-) Alles in allem eine fett produzierte Sache für's Geld und zumal für Seeleute (Fans), Süßwassermatrosen und Landratten (Leute, die VS nicht kennen) gleichermaßen bestens geeignet...;-) Tolle DVD! |
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Mummy's Darlings „For the Bootboy's Soul“ Das zweite Album der sympathischen Bayern. Hatte ja schonmal bei Dennis in die Platte reinhören können, doch in Ruhe hören ist immer besser...;-) Nun habe ich das Teil selber und ich kann mit dem Betratschen loslegen. Musikalisch haben sich die drei Jungs und das Mädel kräftig gesteigert und es klingt alles ausgefeilter und melodischer. Das Saxophon fehlt hier auf der Scheibe ganz, was aber nicht unbedingt ein Minuspunkt ist. Wastls Gesang klingt auf dieser Scheibe ausgereifter und selbst Backgroundchöre sind vorhanden. Schöner Skinhead-Rock'n'Roll, der gleich hängen bleibt. Textlich überwiegen die englischen Stücke und es dreht sich um unseren Lebensweg, Freundschaft, Arbeit und Trinken, keine Kompromisse, „Oi! Oi! Music“, die guten Zeiten, ein Ständchen zum 40jährigen usw. Meine Favoriten sind „Work is the curse“, „Shut up, listen up!“ (saugeiler Refrainchor!!!), „Oi! Oi! Music“ und „40 years of burning hearts“, sowie „Die letzten, die heut' geh'n...“. Das Booklet ist diesmal nicht so schön gestaltet wie beim Vorgänger, kommt aber mit allen Texten, Salutionen und Fotos. Wirklich eine lohnenswerte CD! |




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Diverse „Chaos in Sweden“ Dieser Sampler aus Schweden beinhaltet wohl fast alle relevanten Bands in Sachen Streetpunk und Oi! aus dem Ikealand. 16 Mal könnt Ihr Euch davon überzeugen, daß nicht nur Knäckebrot rockt...;-) Neben unbekannten Bands kommen hier auch bekanntere Gruppen wie Antipati, Unit Lost und The Clichés zu Wort. Laut Info sind hier fast ausschließlich unveröffentlichte Stücke, Demosongs, oder Songs von den myspace-Seiten der Bands zu hören. Somit schonmal eine gute Sache, um die Bands zu pushen. Durch die verschiedenen Aufnahmen ist die Qualität natürlich auch nicht gleichbleibend, aber durchaus gut. Und auch die Zusammenstellung der Bands sorgt für einige Abwechslung und es geht vom rauen Punk bis hin zu melodischen Oi!, also für jeden etwas. Angelehnt an die französische „French Chaos Production“ brachten Martin von Vindicate This! und Robban von Antipati dieses Projekt ins Rollen. Zur Aufmachung kann ich nicht viel sagen, da ich eine Vorab-CD habe und die besitzt nur ein farbiges Faltblatt mit den Bands und Liedern. Laut Infozettel soll die LP-Version auf 1000 Stck. limitiert sein und die CD-Variante soll auf 500 limitiert sein und im Digipack erscheinen. Wer wissen will, was in Schweden abgeht, der sollte den Sampler ordern und wer auf guten Streetpunk und Oi! steht, der sollte dies ebenfalls tun. Mir gefällt die Idee des Samplers und auch die Mucke der Scheibe! |


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Diverse „Kunst – 20 Jahre Die Kassierer“ Oh man, wie die Zeit vergeht... Beim Schreiben der Besprechung sind nicht nur Die mächtigen Kassierer wieder um einige Jahre gealtert, nein auch dieses Machtwerk ist nun schon einige Jahre alt. Wollte ich das Werk schon einige Jahre mein Eigen nennen, so war es immer ausverkauft, oder einfach nicht zu haben, da viele Label für „Kunst“ keine Sparte, oder dafür einfach nichts übrig haben, haben... Nun fand ich es zum Nice-Preis wieder und orderte es gleich mal mit. Wenn mir auch etliche Lieder der Virtuosen zuwider sind, haben sie auch etliche Lieder, die ich mir gerne mal antue. Neben den Kassierern selbst, zollen ihnen hier Bands und Musiker wie Donots, Sondaschule, 2 Fickende Hunde (Bela B. und der andere B-Spasti der Ärzte, nein, nicht Farin...), SS Kaliert, F.B.I., Lokalmatadore, Emscherkurve und The One and Only Gunter Gabriel Tribut. Lieder wie „Ich töte meinen Nachbarn und verprügel seine Leiche“, „Das schlimmste ist, wenn das Bier alle ist“, „Du hast geguckt“, „Besoffen sein“, „Kein Geld für Bier“, „Mongo mit der Bongo“ haben nicht nur Mitsingfaktor, sondern sind auch noch spaßig, zumindest beim Feiern. Richtig hitverdächtig sind „Du hast geguckt“ von Gunter G. und „Mongo mit der Bongo“ von den Lokalmatadoren. Bela B.äh! und Kompagnon scheint man den Text auf den Leib geschneidert zu haben, da sie ja eh seit Anfang der 90er nur noch geschmacklos und nicht mehr witzig sind! Das dicke Booklet kommt mit Huldigungen an die Künstler. Für Fans ein Muß, zur Party aufheitern Pflicht und für Leute ohne großen Humor nicht so dat Wahre...;-) |
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The Dockside Hookers „Forever young“ Nachdem ich die geniale 7 zu Gehör bekam, wollte ich das Debut auch mein Eigen nennen, da mir die DH echt zusagen. Zum Zeitpunkt der Besprechung (Anfang November) gab es das Album bei „Bandworm“ zum Preis von 6,90 T€. Einfach mal gucken, ob da noch ein Schnäppchen zu machen ist... Das erste Werk umfaßt 10 Songs und diese stammen bereits aus dem Jahre 2007. Trotz der eingängigen Melodien und der durchweg tollen Scheibe ging die Scheibe wohl nicht nur an mir irgendwie bisher völlig vorbei und das ist schade. Die Scheibe gefällt mir durchweg und wenn es auch keine Überhammer gibt, so ist es doch eine durchweg hörenswerte Scheibe. Die Aufmachung ist schlicht, hat aber ein nettes Cover und für eine Eigenproduktion geht das schon in Ordnung. Ruhig mal antesten! |

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Gunter Gabriel „Sohn aus dem Volk – German Recordings“ Er ist wieder da und die Verkaufsstrategen scheinen ihn bereits abgeschrieben zu haben. Oder wie sonst erklärt es sich, daß ich GG im Laden erst suchen mußte?!? Der Doppeltitel zeigt zum einen, daß Gunter Gabriel auf dem Boden der Tatsachen geblieben ist und den Zusatz „German Recordings“ finde ich nicht anmaßend oder überheblich, eher zeigt das seine Verbundenheit zu Johnny Cash. Die letzten Jahre machte sich der Sänger ja nicht gerade durch seine Musik einen Namen, wenn auch vereinzelte Lieder in Zusammenarbeit mit Undergroundbands entstanden sind und um so neugieriger wurde ich auf das vorliegende Album und das zeigt doch, daß nun wieder mit Gunter zu rechnen ist. Im Großen und Ganzen gibt es hier neu intonierte Cover quer durch die Bank zu hören. Allerdings wurde Musik und Text meist passgenau auf uns Gunter zugeschneidert und das macht die CD schon zu etwas besonderem. Ich will hier mal kein Lied besonders hervorheben und empfehle jedem, der auch mal was anderes hört, sich das Teil einfach zu holen. Das Booklet kommt mit Fotos und Texten. Daß Gabriel nicht immer auf der Sonnenseite stand, zeigen die Credits, in denen er sich für die „Wiederbelebung“ bedankt. Ist es auch nicht gerade eine Szene-CD, so gehört das Werk doch zu den besten Erscheinungen des Jahres! |
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Schall und Rauch „Same“ Ich nun wieder... Erst besuche ich so ein „Grauzonen“-Konzi mit dieser Band und posthum bespreche ich auch deren ersten Longplayer, haha. Von der Existenz dieser CD erfuhr ich erst, als ich für einen Kollegen nach dem Demo suchte. Nun gut, da ich Schall und Rauch ja schon 1,2,3 Mal live sah und sie mir eigentlich immer zusagten, legte ich mir das Debut zu. Vernahm ich auf den Konzis doch eher die moderateren Töne der Jungs, wird hier mit offenen Karten gespielt und man bekennt sich offen zur Sache “Frei, sozial und national“. Damit dürfte sich für viele das Weiterlesen schon erledigt haben und auch ich finde diese Wortwahl nicht unbedingt zeitgemäß... Das Lied „Sharp“ erinnert mich stark an das Demostück von Faustrecht und hier geben die Jungs auch gutes Tempo vor. Ansonsten erfindet man textlich das Rad nicht gerade neu und richtige Hits fehlen. Das Lied „Cola Korn“ ist an ein Heinz Erhardt-Klassiker angelehnt und bringt Stimmung auf Partys und live kommt es auch immer ganz gut. Musikalisch ist es schneller bis mittelschneller Skinhead-Rock, den man gut hören kann. Sagt mir das Cover noch zu, so ist das Beiheft doch ziemlich düster aufgemacht und nicht unbedingt ein Highlight. Eine CD, die man hören kann, aber nicht unbedingt ein Reißer. Mal sehen, wie sich die Band weiter entwickelt. |
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Superyob „Double Trouble“ Das Label „Underground London“ machte mit der Veröffentlichung dieser Scheibe echt einen super Job, indem zwei Alben von Superyob (Wortspielerei rules...) auf eine CD gebracht wurden. Somit kann nicht nur der Sammler seine Sammlung vervollständigen, sondern auch der Hörer sich zwei Alben zum kleinen Preis auf einer CD sichern. Im Einzelnen befinden sich hier das „Aggrophobia“-, sowie das „Machine guns'n'alcohol“-Album plus einige Bonussongs auf der Scheibe. Zu den Alben brauche ich nicht viel Worte verlieren, da sie den meisten eh bekannt sind. Melodischer patriotischer und kritischer Streetpunk und/oder Oi! in Verbindung mit Pubmusik und Stilanleihen anderer britischer Musik. Klingt in allem noch etwas rauer als auf der „Quality street“, aber immer noch um Meilen besser als mancher Schrammel-Oi!. Die Aufmachung ist nun nicht gerade der Hit und im Booklet findet Ihr die Texte auf gleichbleibendem Hintergrund. Eine Kaufempfehlung bekommt das Werk dennoch ohne Wenn und Aber! |
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Laurel Aitken „The Godfather of Ska – Anthology“ Do-CD Würde es nach der Antifa gehen, kommt hier wieder meine schizophrene Seite zur Geltung, obwohl ich da lieber von Toleranz rede und nicht ausgrenze, wie es die gerade genannten gerne tun...;-) Gerade dieses Jahr erschienen ja einige Veröffentlichungen von Laurel Aitken und ob es Zufall ist, oder bewußt das 40. Jahr des Skinheadkultes gewählt wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Im Gegensatz zur tausendsten „Best of...“-Scheibe bekommt der Käufer hier wirklich eine gute Mischung aus allen Schaffensphasen Aitkens und nicht nur eine wahllos zusammengewürfelte Compilation mit den allseits bekannten Liedern. Auch werden hier die R'n'B-Einlüsse des Altmeisters angemessen gewürdigt. Hier nun Lieder aufzuzählen, würde Skinheads nach England tragen gleichkommen und so verzichte ich darauf. Auf beiden CDs versammeln sich über 50 Hits und das macht das Ganze schon zu einem längerem Hörgenuß. Das Booklet ist liebevoll gestaltet und beinhaltet eine Biografie des Meisters. Interessant ist hier vielleicht noch, daß das Ganze von „Captain Oi!“ für „Cherry Red Records“ produziert wurde. Sammler bevorzugen mit Sicherheit die Originale als Platte, aber ansonsten ist das Werk wirklich eine Anschaffung wert! |




