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The Warriors (England)
Aus der #18: Erzählt den Lesern mal, wer hinter The Warriors steckt.
Saxby - Gesang, Russ – Baß, Dave - Lead-Gitarre, Luke – Rhytmus-Gitarre und Cris – Drums.
Was wurde aus dem alten Lineup mit Arthur Kay, Daryl Smith und Dustin Burgess? Was ist mit den anderen Lineups?
Die Band gründete sich aus der Urbesetzung von Last Resort 1981. Roi war damals am Gesang, Arthur am Baß, Charlie an der Gitarre und John Fisher am Schlagzeug. In dieser Besetzung wurden eine Menge Gigs gespielt und die Lieder „Wicked woman“ und „Horrorshow“ aufgenommen. Dann zerfiel die Band aber auch schon wieder. 1995 sollte für das „Live & Loud Festival“ in Belgien Last Resort wieder gegründet werden. Roi war dafür, aber es gab Meinungsverschiedenheiten mit Arthur und auch die anderen waren nicht unbedingt begeistert von einer Re-Union. So holte Arthur Saxby, der der original Last Resort-Sänger war, mit ins Boot. Hinzu kamen Daryl und Dustin. In dieser Besetzung wurden 4 Konzerte in England und Belgien gegeben und die Alben „Full Monthy“ und „Noizy Bollox“, sowie etliche Lieder für Sampler wurden eingespielt. Auch erschien das Live-Video des Konzerts in Wales. Das Mini Album „Bad guys“ wurde von Saxby, Arthur und Bob Colthart an der Gitarre und Steve Wyse am Schlagzeug mit 5 neuen und einer Menge von Neuabmischungen aufgenommen. Eine Japantour sollte organisiert werden, doch Daryl und Dustin waren zu sehrmit Argy Bargy und den Mistakes beschäftigt. So kamen Herve, der spielt jetzt bei Deadline, James Ovens (ein Holländer) und Tarik Majeed (Taz) zu den Warriors und es konnte in Gundog gespielt werden. Dieses Lineup bestand für über 50 Konzerte in dutzenden Ländern und das Album „A cross to bear“ wurde aufgenommen. Außerdem wurde der Song „Justice not politics“ für den „Business Tribute“-Sampler eingespielt. James verließ die Band und Tarik war beruflich zu sehr eingespannt und spielte außerdem noch bei Viva Las Vegas und Sid Section. Allerdings half er immer wieder aus, wenn Arthur nicht konnte. Allerdings spielte die Band dann nahezu vier Jahre nicht mehr, bis Russ, Chris und Dave hinzukamen. Später stieß dann auch Luke dazu. Ben Moss spielte öfters an den Drums, wenn Chris nicht konnte.
Ich weiß, daß Saxby der erste Sänger bei Last Resort war. Waren Dave, Russ or Chris in anderen Bands vor den Warriors?
Dave war vorher in keiner anderen Band, aber er hatte immer einen Draht zur Musik. Chris spielte in einer Menge an Bands wie Jesus Fix, S.O.R.B. Und Crime Wave sind einige davon, das sind alles lokale Bands. Russ spielte bei The Twits und The Starfighters neben anderen. Luke spielte bei Warchrist und Surgery Without Research.
Sind derzeit Mitglieder von Euch in anderen Bands aktiv?
Russ hilft bei Crime Wave aus und Chris war für ein Konzert bei Code 1 dabei und ist bei Gristlerfridge an Bord.
Es war ein großartiger Gig in Osnabrück. Wie seht Ihr es selbst?
Wir genossen es dort zu spielen und wollen auf jeden Fall noch öfter in Deutschland spielen.
In Osnabrück habt Ihr ein Coverstück zusammen mit einem Skingirl gesungen. War das schon vor dem Konzert geplant?
Es war geplant, aber wir hatten das vor dem Konzert nicht geprobt. Es war übrigens Melanie von Melanie & The Secret Army.
Ihr spielt oft live und ich stellte fest, daß Ihr es auch genießt live zu spielen. Was bedeutet ein Konzert für Euch?
Wir lieben es aufzutreten. Wir freuen uns immer besonders, wenn wir in anderen Ländern auftreten, weil dort die Resonanz und Gastfreundlichkeit besonders groß ist. Wir spielen nicht für Geld, sondern weil es uns gefällt und wir was zu sagen haben.
Ihr habt nicht die typischen Texte übers Trinken, Kämpfen, Ficken wie viele andere Bands sonst und Ihr habt auch sehr kritische Texte. Sollte eine Streetpunk-/Oi!-Band auch kritische Texte haben?
Nein, eine Street-, Oi!/Punk-Band muß einfach nur originell sein und es nicht einfach anderen Bands gleich tun. Man muß gute Geschichten erzählen können und der Spaß darf auch nicht fehlen. Und ja, es darf kritisch sein, wenn einem etwas nicht paßt.
Laßt uns über das neue Album sprechen. Erzählt mal etwas über die Lieder auf der Platte.
Das neue Album heißt „Unite the scene“ und wir denken, daß es das beste ist, welches wir bisher aufgenommen haben. Es handelt vom Zusammenhalt unter Freunden und die Einigkeit unter Leuten, die ähnlich denken. Es geht um die Einigkeit in der Arbeiterklasse und darum auch mal zu gewinnen und die Bosse einfach mal für eine Weile zu vergessen und einen Scheiß drauf zu geben, daß die Politiker einen ausnutzen. Wir nahmen das Album im „Perry Vale Studio“ in London auf. Es ist das gleiche Studio, in dem auch Argy Bargy, Cock SParrer, UK Subs, 999, Vibrators, Deadline und viele andere ihre Platten aufnehmen und wir hatten den gleichen Verantwortlichen, es war Pat Collier, der auch den Baß bei The Vibrators spielt.
Seid Ihr zufrieden mit dem Album?
Wir sind wirklich zufrieden mit dem Ergebnis und wenn Du mal auf unsere Netzseite schaust, siehst Du in den Kritiken, daß auch andere es lieben. .
“The future is unwritten” ist ein Song über Joe Strummer. Ich mag es, allein schon weil The Clash für mich mehr als die Sex Pistols sind. Was ist Joe Strummer für Euch und was bedeutet The Clash Euch?
The CLASH war eine großartige Band und Russ und Saxby lieben diese Band. Sie schrieben großartige Songs mit eben solchen Texten und eingängigen Melodien. Es war eine Top Band! Joe Strummer war ein Visionär und es stimmt traurig ihn zu missen, aber seine Musik lebt weiter und das für immer.
“Up the Bridgehouse” ist ein Lied über einen Gig mit Cock SParrer. Was wollt Ihr mit dem Lied sagen?
THE BRIDGEHOUSE, oder korrekterweise das THE BRIDGEHOUSE 2 ist ein großartiger aber kleiner Treffpunkt, wo wir schon oft spielen durften und wir dachten, daß es eine tolle Idee ist, einen Song darüber zu machen. Allein schon, weil das original Bridgehouse ein Teil der Oi!- und Punkgeschichte ist und etliche großartige Bands schon dort spielten. Nun ist der Ort ein Teil der heutigen Musikszene. Das Lied basiert auf den SParrer Gig letztes Jahr.
Warum wähltet Ihr ausgerechnet die Bonussongs auf Eurem neuen Album und keine anderen?
Normalerweise beinhaltet ein Warriors Album 12 Lieder, allerdings befinden sich auf der „A cross to bear“ noch einige Livesongs als Bonus. Von daher dachten wir, daß es auch einegute Idee für die aktuelle Platte wäre. Das sind dann die Lieder, die wir auch live covern. Nächstes Mal sollen es einige alte Songs sein, allerdings schneller und direkter.
Nach Eurem Konzert in Osnabrück konnten wir noch etwas miteinander quatschen und sprachen auch über Gary Bushell und Jimmy Pursey und Saxby sagte, daß Gary Humor hat und Jimmy Pursey einfach nur arrogant ist. So erzählt uns mal etwas über die Hintergründe zum Lied „Gary Bushell“, übrigens eins meiner Lieblingslieder von Euch, und die Person Bushell.
GARRY BUSHELL war ein Musikjournalist für das „SOUNDS“ und die ganze OI!-Szene hat es ihm zu verdanken, daß es sie gibt. Ohne ihn hätte es Bands wie Last Resort, 4 Skins und andere nicht gegeben. Später wechselte er zur „Sun“ und „The Star“, hatte TV-Shows und Radiosendungen und ging kritisch mit der Skinheadszene und den Bands ins Gericht. Aber er tat auch viel für unsere Szene und das ist der Grund, warum wir ihn in dem Lied einerseits würdigen, aber ihn auch anpissen. Er ist auch Mitglied der Gonads und wir spielten einige Male zusammen, die Fotos findet Ihr auf unserer Seite.
Ein anderes Lied ist Prinzessin Diana gewidmet. Erzählt mal etwas über das Lied und warum dieses Lied?
Arthur schrieb die meisten der alten Warriorsongs. So schrieb er auch „Gary Bushell“ und das Lied über Diana. Der Song handelt über den Umgang mit Diana und die Hatz von Seiten der Medien und der Royal Family. Sie kam nicht mehr aus dem Fokus der Medien raus. Obwohl sie nicht zur Arbeiterklasse gehörte, war sie doch sehr nah am Volke und das mehr als die anderen Parasiten und wieder ist es ein Lied mit zwei Seiten. Es würdigt sie, aber bringt auch humorvoll Kritik an. Der Hörer kann sich dann eine eigene Meinung dazu machen.
Die Skinheadszene wurde 40. Was bedeutet das für Euch?
Die Skinheadszene ist großartig, aber sie ist auch voller Mißverständnisse und dadurch vergessen viele woher der Kult kommt und warum. Zum 40jährigem gibt es Konzerte über die ganze Welt verteilt und bringen das Gedenken an die Ursprünge zurück. Nämlich Spaß an Ska und Reggae zu haben, oder aberzu Punk und Oi! zu tanzen, sich um Fußball zu kümmern, die Kleidung etc. etc. und nichts für Politik übrig zu haben, denn das ist es, was es uns schwer macht.
In den letzten Jahren kamen immer wieder einige alte Bands zurück. Würdet Ihr sagen, daß das aufgrund ihrer Ideale ist, oder geht es hier nur darum, nochmal Kasse zu machen?
Eine Menge der alten Bands reformieren sich nur des Geldes wegen und einige meinen es wirklich ehrlich. Der Großteil will aber schnell nochmal etwas Geld aus der Szene machen. Wir wollen keine Namen nennen, aber wenn einige zurückkommen und ihre alten Lieder bringen, so gibt das meist ein peinliches Bild ab. Wir lieben die alten Bands, die es wirklich ernst meinen und neues Zeug einspielen und nicht auf das große Geld hoffen.
Okay Jungs, nun habt Ihr Zeit für abschließende Worte usw.
Cheers und ein großes Dankeschön. Wir sind immer auf der Suche nach Gigs, so fühlt Euch angesprochen und mailt uns und schaut auf unsere Internetseiten.
UNITE THE SCENE. THE WARRIORS
www.thewarriorsengland.co.uk
www.myspace.com/thewarriorsengland
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