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The Clash (England)
Aus der #16: 1976 gründete sich The Clash in London und sie waren durchaus eine der einflußreichsten Punkrocker der ersten Generation. Die Gründungsmitglieder waren Joe Strummer, Gesang und Gitarre, welcher am 22. Dezember 2002 verstarb; Paul Simonon, Gesang und Baß; Mick Jones, Gesang und Gitarre, er verließ die Band 1983 und Terry Chimes am Schlagzeug, allerdings nur bis 1977 und kam dann von 1982 an für ein Jahr zurück. Für die Jahre ohne Chimes sprang Nicky „Topper“ Headon am Schlagzeug ein. Neben Strummer und Simonon waren bis zur Auflösung an der Gitarre noch Nick Sheppard und Vince White ab 1983 zugange und am Schlagzeug nahm von da ab Pete Howard Platz. Im Gegensatz zu den Pistols, denen es nur um Provokation ging und den „Great Rock'n'Roll Swindle“ für den Kapitalismus am Laufen zu halten, ging es The Clash durchaus auch um politische Themen, die sie in ihrem melodischen Punkrock mit einbrachten. Jones und Strummer hatten bereits früh immer wieder Ärger mit den Coppers und so waren die Songs durchaus ehrlich und glaubwürdig und nicht klischeehaft aufgesetzt. Musikalisch hatten sie wesentlich mehr Übung, als ihre damaligen Musikerkollegen und so verstanden es The Clash schon früh, auch andere Stile in ihre Art von Punkrock einzuarbeiten. Dies machte die Band leider schon früh für den Mainstream und kommerzielle Ausbeuter interessant.
Paul Simonon und Mick Jones gehörten vor der Gründung von The Clash zu London SS und Joe Strummer war durch die Band 101ers kein unbekannter mehr in der Londoner Punkszene. Durch den Manager von London SS lernten sie Strummer kennen und mit Keith Levene am Schlagzeug sollte The Clash geboren werden. Levene ging aber schon bald wieder, um bei Public Image Ltd. zu spielen. Mit Terry Chimes war aber schnell Ersatz an den Drums gefunden.
Bereits im Frühsommer des Jahres 1976 konnten The Clash als Support für die Sex Pistols auftreten. Die „Anarchy in the UK“-Tour war ein einziger Skandal. Es gab Ausschreitungen, Auftrittsverbote und eine Presse, die nur an Skandalen der Pistols interessiert war. So brachen The Clash die Tournee bereits nach kurzer Zeit ab. Anfang '77 wurde bereits ein Majorplattenvertrag mit „CBS“ abgeschlossen. Die erste Single „White Riot“ und das noch klassische Punkalbum „The Clash“ verkauften sich wie von selbst. Mit Bands wie The Jam oder den Buzzcocks ging es auf große Tour. Mit dem Vertrag zu „CBS“ waren The Clash nie zufrieden, aber sie waren verpflichtet, acht Alben abzuliefern. Später sah die Band diesen Leichtsinn ein, aber wie heißt es so schön... „Wir waren jung und brauchten das Geld“, diesem, eigentlich dummen, Spruch dürften heute viele Bands aus Subkulturen kommentarlos zustimmen, oder?!? Das Fanzine „Sniffing Glue“ brachte die Zusammenarbeit zwischen The Clash und „CBS“ mit dem Satz „Der Punk starb an dem Tag, als die Clash einen Vertrag mit „CBS“ abschlossen.“ auf den Punk(t). Da The Clash kommerziell ein gutes Zugpferd für das Majorlabel waren, konnte die Band durchdrücken, daß Do-LPs und selbst Dreifach-LPs zum Preis eines normalen Albums verkauft wurden. Damit wollten The Clash ihren, meist jungen und damit nicht gerade zahlungskräftigen, Hörern es ermöglichen, die Clash-Platten relativ günstig zu erstehen. Die Mindereinnahmen mußte allerdings die Band tragen, so machte wieder der Kapitalismus den Reibach und die Musiker bekamen die Almosen. Dadurch häuften sie sogar Schulden bei der Plattenfirma an, was sie in eine Abhängigkeit bzw. an den Rand der Erpreßbarkeit von Seiten des Labels brachte. SParrer brachten diese, nicht unübliche, Abzocke mit dem Song „Take 'em all“ auf den Punkt!!! Nach Veröffentlichung des Debüts ging Chimes und „Topper“ Headon trat nun dessen Bassdrum...
Bereits 1978 erschien ein weiteres Album mit dem Titel „Give 'em enough rope“. Im Jahr 1979 erschien eine amerikanische Version des Albums „The Clash“. In Amerika schaffte es die Platte aber nur auf Platz 100. Ende 1979 kam das wohl erfolgreichste Album „London Calling“ auf den Markt. Mit der Aggressivität und dem melodischen Punkrock der „The Clash“-LP konnte es aber nicht mithalten und es fanden sich viele Stileinflüsse wie Reggae oder Dub auf der Platte. Das war dann auch ein Grund, daß die Scheibe vom Punkpublikum sehr verhalten angenommen wurde, oder gar abgelehnt wurde. Es hatte mit Punk einfach zu wenig zu tun und ging mehr in die kommerzielle Richtung. Auf „London calling“ folgte das „Sandinista“-Album und spätestens jetzt war der Weg vollends auf Kommerz ausgerichtet. Es erschien 1979 der Film „Rude Boy“, in dem The Clash mitspielten. Auf einer Tour mit The Who wurden sie allerdings öfter von der Bühne gebuht.
Bandmitglieder lebten ihren Frust immer wieder aus und kamen so nicht selten mit dem Gesetz in Konflikt. Aber auch durch soziales Engagement erkämpfte The Clash sich einen Namen. Das zeigt, daß The Clash den Punk auch lebten und ihren Fans nichts vormachen mußten.
1982 war dann der Tiefpunkt der Band erreicht. Man feuerte Manager Rhodes und Strummer holte ihn ohne Einwilligung der anderen wieder zurück. Aber auch die Köpfe der Clashs zerstritten sich. Das im Mai 1982 veröffentlichte Album „Combat Rock“ war aber sehr erfolgreich und in Großbritannien erklomm man Platz 2 der Charts und in Amerika schaffte man Platz 7. „Topper“ Headon verließ wegen seiner Drogensucht zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die Band und Chimes kehrte zurück. Mick Jones wurde durch Strummer aus der Band gedrängt. Aber auch so machte die Band kein gutes Bild mehr. Man kokste was das Zeug hielt und rannte in Yuppieklamotten rum und ähnelte so immer mehr den Stones. So erschien das letzte Album „Cut the crap“ im November 1985. Es erlang Platz 16 in der englischen Hitparade.
1985 traten The Clash nochmal auf einigen Festivals auf und letzten Endes beschloß Strummer die Band aufzulösen. Der frühe Tod von Joe Strummer im Jahr 2002 ließ Gerüchte um eine Wiedervereinigung von The Clash endgültig verstummen. Aber sind wir einmal ehrlich, von den Re-Unions alter Kultbands, sind nicht annähernd die Hälfte das, was sie einst waren. Also ist es vielleicht besser so, Legenden ruhen zu lassen und eine Wiederauferstehung nicht auf Biegen und Brechen herauf zu beschwören.
Dennoch hatten und haben The Clash einen immensen Einfluß auf Musiker und Bands ausgeübt und das auch jenseits des Punkgenres.
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