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Symarip (Jamaika/England)
Aus dem Working Class Skins #13: Symarip ist wohl Die Skinhead Reggae Band schlechthin und ebnete mit Liedern wie „Skinhead Moonstomp“ (Der Song basiert auf den Derrik Morgan Song „Moon Hop“.), „Skinhead Girl“ oder „Skinhead Jamboree“ auch den Weg für dieses Genre. Die Band fungierte u.a. auch unter den Namen The Bees, Seven Letters, Zubaba oder The Pyramids. Aus letztem Namen dürfte auch der Name Symarip abgeleitet sein. Symarip, The Pyramids, The Bees oder Zubaba dürfen wohl zu Recht auch als Pioniere des Reggae in Europa gezählt werden.
Zur Band gehörten Roy Ellis am Gesang, Monty Neysmith an den Keyboards, Frank Pitter am Schlagzeug, Michael Thomas am Baß, Josh Roberts an der Gitarre, Roy Bug Knight am Saxophon, Johney Johnson an der Trompete und Carl Grifith am Tenor- und Alt-Saxophon.
Die Ende der 60er in Großbritannien gegründete Band setzte sich aus jamaikanischen Einwanderern zusammen und ist bis heute eine der bedeutendsten Bands der Skinheads und das Lied „Skinhead Girl“ wurde und wird bis dato unzählige Male gecovert und das quer durch die gesamte Skinheadszene von Skinhead Reggae Bands über Oi!-Bands bis hin zu RAC-Bands. Und das Intro zu „Skinhead Moonstomp“ befindet sich nach wie vor auf der ersten Skrewdriver LP „All skrewed up“ und das obwohl Ian Stuart Skinhead Reggae nicht sonderlich mochte. Das zeigt aber, welch immensen Einfluß Symarip auf die Szene hatte und hat. Auch wurde das Cover der LP „Skinhead Moonstomp“ oft kopiert und das Plattenfoto sollte jedem Skin geläufig sein.
Die Band grenzte im Gegensatz zu anderen Ska- und Reggae Bands die Skinheads als Fans und Publikum nicht aus, sondern ging in ihren Liedern nicht nur auf die Skinheads ein, sondern verstand sich auch als Teil der Szene und wurde so schnell zu einer beliebten Band unter den Skinheads.
Als im Jahr 1970 der Dokufilm Reggae im Londoner Wembley-Stadion gedreht wurde, setzte der Symaripsänger Roy Ellis die vorgesehenen Gospelstücke in Reggaestücke um.
1971 bereiste die Band unter dem Namen Zubaba Deutschland, um dort als Botschafter für Reggae und Afro-Rock zu fungieren. Obwohl es Symarip und ihren Skinhead Reggae bereits seit Ende der 60er Jahre gab, sollte das Album „Skinhead Moonstomp“ erst im zweiten Anlauf im Jahr 1980 den Sprung in die UK-Charts schaffen. Bis dahin erschienen diverse Veröffentlichungen unter den Bandnamen Symarip oder Pyramids. 1969 erschienen die Singles „Fung Shu“/“Tomorrow at sundown“, „Skinhead Moonstomp“/“Must catch a train“ und die LP „The Pyramids“ unter eben jenen Bandnamen. Singles hingegen erschienen nur unter Symarip. 1970 legten Symarip mit den Singles „Parson's corner“/“Redeem“, „La Bella Jig“/“Holiday by the sea“ und der LP „Skinhead Moonstomp“ nach. Dann erschien einige Jahre lang gar nichts von Symarip oder den Pyramids. 1979 erschien die Single „Skinhead Moonstomp“/“Skinhead Jamboree“ und 1980 dann das erwähnte Album „Skinhead Moonstomp“ in Neuauflage. 2004 gab es dann eine offizielle „Best of“ der Band. Dazu gesellen sich einige Neuauflagen, eine Livescheibe und Sänger Roy Ellis veröffentlichte unter dem Namen Mr. Symarip eine geniale Single und ein Hammeralbum unter dem Titel „The Skinheads dem a come“, was so viel wie „The Skinheads are coming“ heißt.
Was nun die Trennung von Symarip angeht, so ergaben meine Recherchen verschiedene Angaben. Laut Wikipedia war es 1983, als sich die Band trennte. Anderen Angaben zufolge war es erst 1988. Nach wie vor sind einige Musiker der Musik treu geblieben. 2007 oder 2008 holte der britische Club Ska Symarip in Originalbesetzung für ein Konzert zurück auf die Bühne. Von dem Auftritt gibt es eine Live-CD inkl. Bonus-DVD des Auftritts. Diese Scheibe lege ich jedem ans Herz. Roy Ellis, einstiger Songwriter und Sänger, tourt heute noch unter dem Namen Mr. Symarip und tritt auf Szenekonzerten auf. Darüber hinaus ist er professioneller Gospelsänger und trat schon zusammen mit Celine Dion oder Phil Collins auf, sang im Background für Ace of Base und sang auf der Hochzeit von Boris Becker.
2004 veröffentlichte Trojan Records ein „Best of“-Album der Band und 2008 erschien beim selben Label eine Deluxe-Version des „Skinhead Moonstomp“-Albums auf Doppel-CD. Wer das Original nicht hat, der sollte sich die Do-CD holen, da neben dem Liedern des Originalalbums noch 'ne Menge Bonuszeugs drauf ist und sich die Aufmachung auch sehen lassen kann.
Meik
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