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MF-Geschichte

In der #20 erschien zu Beginn 2011 anläßlich des Jubiläums des Zines eine kleine History. Hier könnt Ihr die Geschichte nochmal nachlesen.

MF – Die Geschichte des Zines von 1994 bis 2010

Wie begann alles? Das ist eine gute Frage und so versuche ich hier den Faden mal aufzugreifen... Nicht zu Beginn der 90er aber auch noch nicht in der Mitte der 90er, es war nicht 1993 und auch nicht 1995, also es war 4 Uhr neunzig, ähm 94, machte ich mir Gedanken, in welcher Form ich etwas für die Szene machen kann, da ich nicht länger nur Konsument sein wollte. Ich wollte dieser Szene einfach etwas zurück geben, da sie mir ja auch viel, wenn nicht gar alles, gibt. Nun gut, ich konnte weder singen, noch hatte ich das Talent irgendeinem Instrument hörbare Töne abzugewinnen. Bereits in der Schule wurde mir das Singen von den Lehrkörpern untersagt...;-( So fielen diese beiden Dinge also schonmal weg und sicher danken es mir einige.

Andere Möglichkeiten gab es ja aber auch noch. Da ich in der Vergangenheit, mehr oder minder erfolgreich, öfter Leserbriefe an Regionalzeitungen schickte, oder Texte für andere Publikationen verfaßte, brauchte ich nicht lange zu überlegen. Die Idee war also geboren. Bereits zu Beginn der 90er verschlang ich massenhaft Zines und Bücher, also war auch die Richtung klar: „Ich schreib ein Buch...!“. Nee, das ist Unsinn, denn das würde später sicher nur unter zu kurzen Tischbeinen liegen, damit dieser nicht wackelt, man würde es im Streit mit dem Partner als Wurfgeschoß nutzen, oder es dient kleinen Kindern als Unterlage, damit sie an die Süßigkeiten kommen, oder ich könnte eine eigene Bücherverbrennung inszenieren, weil ich auf meinen lausigen Büchern sitzen bleibe... Also war auch das nicht so der Bringer. Von daher versuchte ich mich daran, ein Zine zu veröffentlichen.

Die Idee war also geboren, ich befand mich ja auch schon länger unter den Lebenden; zwei nicht unwichtige Faktoren, die ja nun vorhanden waren. Es konnte also losgehen. Ein genaues Konzept war noch nicht vorhanden und auch ein Name mußte noch her, aber das sind ja wahrlich „unwichtige“ Dinge, in meinem jugendlichem Leichtsinn sollte mich nichts mehr bremsen können. Ein festes Konzept gibt es übrigens immer noch nicht, von einigen festen Institutionen im Zine mal abgesehen... Da ich den zukünftigen Lesern meine Sauklaue nicht zumuten wollte und konnte, mußte eine Schreibmaschine her und ich investierte 150 DM (R.i.p.!) in eine mechanische Schreibmaschine mit dem wunderschönen Namen Erika. Neu ausgerüstet konnte ich mich jetzt voll und ganz der Arbeit des Schreibtischtäters widmen. Was den Namen des Heftes betraf, so wollte ich es erstmal mit Aufbruch versuchen, denn es war ja letzten Endes auch ein Aufbruch für mich...

Inhaltlich setzte ich in der ersten Ausgabe erstmal nur politische und geschichtliche Themen um. Das lag zum einen daran, daß ich noch zu wenig Erfahrungen und Kontakte hatte, um groß Interviews mit Bands zu machen, oder über diese zu berichten. Zu dieser Zeit war es ja noch wesentlich schwerer, was das alles betraf, da das Internet noch nicht den heutigen Stellenwert hatte und alles lief über die Post und da kam dann auch vieles „abhanden“. Heute ist durch den Fortschritt zwar alles etwas leichter und einfacher, aber man denkt auch gerne an die alten Zeiten zurück. Aber zurück zum eigentlichen Text... Zum anderen lag es natürlich auch daran, daß Politik noch einen ganz anderen Stellenwert für einem selbst hatte. Damals war alles stramm rechts und sicher vieles nur mit Scheuklappen betrachtet, aber so war das nunmal. Man mußte alles mitmachen und überall dabei sein und so wurde natürlich vorwiegend über solche Sachen berichtet. Heute sehe ich vieles anders und nicht nur die Unzufriedenheit wie vieles in dieser Szene heute läuft, ließ immer mehr Abstand zwischen mir und der damaligen Szene entstehen. Man wird älter, denkt einfach mehr nach und so besann ich mich mehr auf die eigentlichen Wurzeln der Skinheadszene. Diese war mir letzten Endes immer wichtiger als irgendwelche politischen Kapriolen, auch wenn das einige Hetzer sicher anders sehen. Allerdings kam und kommt für mich eine Abkehr ins andere Extrem nie in Frage, da es das selbe Spiel nur auf der anderen Seite wäre. Quergeschossen habe ich immer schon und das auch zu extremen Zeiten, ich passe mich halt ungern an. Aber ich schweife schon wieder ab, also „rechts um und Kommando `Zurück zum Thema´“... So war in der ersten Ausgabe also kaum was zu finden, was in der jetzigen MF immer zu finden ist und es gab fast ausschließlich Politik und Geschichte.

Die Auflage lag zu Beginn noch weit unter den heutigen. Damals sollte das Heft erstmal im engsten Freundeskreis verteilt werden und ich wollte die Reaktionen abwarten. Dennoch gelangte eine Ausgabe in die Finger der Staatsanwaltschaft und dieser mokierte sich über mein Treiben und rebellierte gegen mein Schreiben... Er war anscheinend nicht so begeistert, von dem, was ich da von mir gab, hähä, ich schon...;-) So kam es, daß eines schönen Morgens an der Klingel geklopft wurde und an der Tür geschellt wurde. Ihr könnt es Euch denken: Es war weder ein begeisterter Leser, der nach weiteren Heften fragen wollte und es war auch kein enttäuschter Leser, der sein Geld wiederhaben wollte. Es waren die Herren vom grün-weißen Trachtenverein, die zu früher Morgenstunde Einlaß begehrten und doch nur die Verwüstung meiner 4 Wände im Sinn hatten. So wurden die Trüffelschweine dann auch fündig, sie wissen ja, wo sie suchen müssen...;-) Aber auch mein Besuch wurde fündig und fand noch einen kleinen Restbestand der ersten Ausgabe und die Kopierfahne der, inzwischen fertig gestellten, zweiten Ausgabe. Dies freute die Schnüffler natürlich und mir ging es wie Angie, als sie ihren Arsch in der Zeitung sah, ich war also „not amused“... Ich wollte schreiben und das sollte mir auch der Staat nicht verbieten können, also war an Aufgeben nicht zu denken. So überlegte ich also, wie es denn nun weiter gehen sollte. Ich konnte doch nach einer Ausgabe und einen Schuß vor dem Bug nicht gleich wieder aufgeben... Bereits zu dem Zeitpunkt wurde ja schon viel von den Rechten gequatscht, die man als brd-Bürger so hat, doch auch schon damals waren vieles nur Floskeln. Aber mir kam die Idee, daß ich mein Geschmiere in Zukunft einfach anders nenne und schon müßte es doch weiter gehen können. Dazu aber gleich mehr. Gegen mich wurde nun ein Ermittlungsverfahren wegen Vergehens gegen die üblichen Meinungsparagraphen eingeleitet und irgendwann schrieb mir auch der zinelesende Staatsanwalt. Das Verfahren gegen mich sollte eingestellt werden, wenn ich auf die Herausgabe der geklauten Unterlagen verzichtete. Da ich bereits an neuen Sachen schrieb, ging ich auf diesen Kuhhandel ein. Man kannte sich ja auch noch nicht so mit den Gesetzen und Gummiparagraphen aus und so ging man lieber den Weg des kleinstmöglichen Widerstands. Heute würde ich da wohl anders handeln.

So wurde also mein Aufbruch bereits nach der ersten Ausgabe zu Grabe getragen und aus dieser Asche sollte die Meinungsfreiheit (MF) entstehen und diese bereichert auch heute noch den Zinemarkt und wird es hoffentlich noch lange tun. Doch bis zu den heutigen Ausgaben (was Inhalt, Aufmachung und andere Dinge betrifft) war es noch ein weiter und steiniger Weg. Auch soll das nun nicht heißen, daß die MF sich nun nicht mehr verändert. Wie sich Menschen im Laufe der Zeit verändern bzw. weiter entwickeln, so wird sich auch die MF stets und ständig weiter entwickeln, denn nur was in Bewegung bleibt, kann etwas bewegen. Wer die Entwicklung der MF nun im Wandel der Jahre verfolgt hat, wird den roten Faden 'Skinhead' in jeder Ausgabe erkannt haben. Dieser wurde wohl in den Jahren immer weiter gesponnen und inzwischen denke ich, daß die MF alle Bereiche der Skinheadsubkultur bedient, ohne sich irgendwem anzubiedern und sich lieber alle Welt zum Feind macht. Hey Ho, let's go!

Mit Beginn der MF wollte ich auch weg vom starren politischen Konzept des Aufbruch. So sollte das Ganze mehr Zinecharakter bekommen. Also machte ich mich dran, erste Interviews abzufassen, um Bands und Musikern dann dämliche Fragen stellen zu können. Fortan berichtete ich auch von Konzerten und Partys, nervte die Leser mit Urlaubsberichten und Kochrezepten, es wurden in jeder Ausgabe Platten und CDs besprochen, etliche Zines wurden getauscht und bequatscht. Für alle veröffentlichten Themen schien es Leser zu geben und so blieben auch die beklopptesten Dinge ein Teil der MF. Politik und Geschichtliches gab es aber auch in der MF immer wieder, da es zu der damaligen Zeit einfach auch zu meinem Leben gehörte. Größten Teils war der Inhalt aber immer schon der Musik vorbehalten. Die MF-Ausgaben der 90er waren klar RAC-dominiert, was nicht nur an meiner damaligen Einstellung lag, sondern auch der Fülle an guten RAC-Bands zuzuschreiben war. Mit Ende der 90er gab es dann immer mehr Hatecore und noch härteren Politrock, was nicht mehr mein Paar Boots war und auch politisch setzte nach und nach ein Umdenken ein. Ab der 2. Hälfte dieses Jahrzehnts wurde das Zine immer mehr von Oi! dominiert und RAC kam und kommt kaum noch vor, da es einfach zu wenig Bands in dem Bereich gibt, wo es sich lohnt, dranzubleiben. Dennoch wird der RAC nie ganz aus dem Heft verschwinden, da ich guten RAC immer noch höre und es auch zum Zine gehört... Aber auch Early Reggae und Ska wurden zunehmend Bestandteil der MF und so kann man wohl getrost behaupten, daß das Zine derzeit alle Sparten der Skinheadszene abdeckt, ohne irgendwelche Grenzen zu haben.

Letzten Endes habe ich mich in den letzten Jahren immer mehr von der politischen Szene entfernt und habe da auch keinen Bock mehr drauf und dies bekam auch das Zine zu spüren, denn der Inhalt wandelte sich seit etwa 2004 ständig und das nicht gerade zum Nachteil. Dennoch darf ich mir auch heute noch Dinge wie „Nazi-Zine“ oder „Sharp-Bibel“ etc. an die Pinnwand heften, aber somit dürfte die MF nun genau mittig stehen, zumindest was die Skinheadszene angeht und alles andere ist eh Bock..., äh ...wurscht. Hauptaugenmerk des Fanzines ist 'Skinhead' und danach wird auch der Inhalt der Gazette gestaltet.

Was Interviews betrifft, so denke ich, daß doch immer wieder interessante Bands und Musiker zu Wort kamen und der Leser meist auf seine Kosten kam. Auch andere Zinemacher standen Rede und Antwort, Inhaftierte wurden befragt und Gruppen und Organisationen kamen zu Wort. In der nunmehr 16jährigen Geschichte des Zines kamen haufenweise Leute und Musiker zu Wort. Eine Aufzählung erspare ich mir mal, noch erhaltene Intis findet Ihr zuhauf auf unserer Netzseite. Auch kramte man einige alte Interviews aus anderen Zines wieder raus und veröffentlichte diese. Was nun die Auswahl der Interviewpartner betraf, so war es zum Großteil immer mein eigener derzeitiger Geschmack und die Neugier über diesen oder jenen etwas mehr zu erfahren. Aber auch von Lesern geführte Interviews wurden und werden gerne veröffentlicht, auch wenn sie nicht immer der eigene Geschmack waren oder sind. Und auch auf Anregungen anderer oder Anfragen der Bands selber war und bin ich immer wieder bereit mir Fragen aus dem Ärmel zu schütteln. Einige Bands segneten das Zeitliche und andere sind immer noch fester Teil unserer Szene, was mich freut. Leider gibt es aber auch hier nicht nur Licht, sondern auch Schatten... So denken einige Bands inzwischen, sie wären was Besseres und haben es nicht nötig, mal ein Interview zu beantworten. Bedenkt doch mal, woher Ihr kommt! Ohne Käufer Eurer Platten und CDs und den Support der Zines hättet Ihr wohl kaum den jetzigen Bekanntheitsgrad! Diese „Jet Set Skinheads“ sind aber eher die Ausnahme, die meisten Interviewanfragen wurden beantwortet. All diesen Leuten, den Bands, Musikern, Labels, Zinemachern und Einzelpersonen sei an dieser Stelle mal mein Dank ausgesprochen.

Die Redaktionsbesetzung wechselte in den Bestandsjahren der MF auch öfter und außer mir ist von früher keiner mehr mit von der Partie, aber einige sind wenigstens noch in der Szene; andere wiederum kehrten auch der Szene den Rücken. Aber so ist das nunmal, in all den Jahren, in denen ich mich nun schon in der Szene rumtreibe, sah und sieht man etliche Leute kommen und gehen und dann freut man sich immer wieder, wenn man bei Veranstaltungen Leuten über den Weg läuft, die bereits vor Jahren auch schon dabei waren und immer noch dabei sind. Gerade dieses Jahr traf ich auf Konzerten und auch im Internet Leute wieder, die ich zig Jahre nicht gesehen habe. Den einen Kollegen sah ich 1992 das letzte Mal... Nun aber zu den ewigen Redakteuren... Begonnen hatte ich das Zine alleine und anfangs gab es nur vereinzelt Gastbeiträge „freier Autoren“. Später bekam ich dann durch einen einstigen Freund Unterstützung und dieser hatte nicht nur einen PC, er konnte auch damit um, haha. Dieser unterstützte mich in allen erdenklichen Sachen, doch irgendwann entschloß er sich dazu, selber ein Zine zu machen und weg war er. Sein Zine gab es nur 2 Ausgaben lang, wenn ich mich richtig erinnere und mit der Szene hat der Kollege auch nicht mehr viel zu tun. Dann erhielt ich zeitweise Unterstützung eines Kollegen von der Insel Rügen, der aber inzwischen Drogen für eine lukrative Geschäftsquelle entdeckt hat und selbst einer seiner besten Kunden ist... Später konnte ich selbst in heimischen Gefilden noch einen Mitarbeiter finden, der aber letzten Endes auch net viel taugte. Durch eine Haftstrafe bedingt, gab ich die Redaktion dann für zwei Ausgaben an einstige Freunde in Mecklenburg-Vorpommern ab und ich war ihnen dafür unendlich dankbar, da das Zine so auch während der Haft erscheinen konnte. Aber inhaltlich gesehen, war ich mit den Ausgaben gar nicht zufrieden. Nach der Haft machte ich mich auch schnell wieder daran, die Chefredaktion wieder zu übernehmen und mit der Nummer 10 begann quasi die zweite Epoche der MF, denn ab dieser Ausgabe riß ich nicht nur das Ruder wieder an mich, sondern inhaltlich verschob sich alles langsam immer mehr in Richtung mehr Szene und weniger Politik. Ab der #10 half mir dann wieder ein anderer Kollege, der wohl mit der Szene auch nichts mehr am Pork Pie hat, in der #11 hatte er noch ein Gastspiel und mit der #12 war auch das Geschichte. Irgendwann traf ich auf einer Geburtstagsfeier Dennis nach Jahren wieder und wir hatten schnell festgestellt, daß wir in Sachen Szene und Musik in etwa gleiche Veränderungen durchlebt haben und man verstand sich auch so quasi wieder auf Anhieb. Lange Rede, kurzer Sinn: In Ausgabe #15 war er schon gastweise vertreten und seit Nummer 16 gehört Dennis zum festen Redaktionsteam. Er brachte sich echt gut ein und brachte etwas Abwechslung in den Stil der MF. Über Vorworte, Rezensionen und Konzertberichte geht es zwar bisher nicht hinaus, aber ich bin zuversichtlich, daß Dennis Euch auch irgendwann mit eigenen Storys und Interviews beehrt. Über „freie Mitarbeiter“ können wir uns auch nicht beklagen und so möchte ich mich an dieser Stelle auch mal für all die freiwilligen Schreiberlinge bedanken, die uns immer wieder Material zukommen lassen!

Mit Veränderung des Zines wechselten auch die Leser immer wieder. Einigen sagte dies nicht zu und den anderen das nicht, aber man kann in Zines ja glücklicherweise blättern und so findet hoffentlich jeder was Passendes... Dennoch freue ich mich, daß auch noch Leser dabei sind, die die MF schon aus „Urzeiten“ kennen. Auch allen Lesern muß hier mal gesagt sein, daß die MF durch Euch am Leben erhalten wird.

Was die Aufmachung angeht, so machte das Zine auch hier viele Irrungen und Wirrungen durch. Angefangen hat alles mit dem Layout einer mechanischen Schreibmaschine und die Fotos und Bilder wurden noch von Hand eingeklebt, später das selbe Prozedere, nur daß ich inzwischen eine elektrische Maschine hatte. Durch Redaktionszuwachs gab es dann auch immer wieder gemischte Ausgaben, sprich einen Teil mit Maschine und der andere mit PC erstellt. Inzwischen wurde alles auf Computer umgestellt und das wird auch so bleiben. Das Format wechselte ab und an auch mal und es wurden Versuche gestartet, die MF in A4 rauszugeben, was aber mir und anderen nicht zusagte und nun bleibt es beim klassischen A5-Format. Auch bin ich inzwischen so weit mit dem PC vertraut, daß ich mir das Gestalterische selbst zutraue, das Ergebnis mute ich dann Euch zu...;-) In das Computerzeitalter schaffte es die MF erst ziemlich spät, aber man kann sich der Moderne ja nicht ganz verschließen. So war die Nummer 10 die erste von mir herausgegebene Ausgabe, die komplett am PC erstellt wurde. Wenn auch die #8 und #9 schon eine Computerausgabe war, daran war ich aber nur bedingt beteiligt, da ich mich zu der Zeit im Café Gitterblick befand.

So war es eigentlich auch nur eine Frage der Zeit, wann es die MF ins Internet schaffen sollte. Etwa 2005 sollte es dann so weit sein und ich wagte es, die Meinungsfreiheit ins Netz zu stellen. Zu dem Zeitpunkt kannte ich mich noch wenig mit der Materie aus und auch der Anbieter ließ zu wünschen übrig und so war das Ergebnis ziemlich dürftig. Ich konnte keine grafische Gestaltung vornehmen und auch so gut wie keine Bilder einpassen. So wechselte ich bereits nach kurzer Zeit zu einem kostenpflichtigen Server, auf der die MF noch heute beheimatet ist. Ich versuchte mich an einigen Programmen und immer war etwas störend, aber ich gab nicht auf und nun nach 5 Jahren Onlinepräsenz denke ich, daß das Ergebnis einigermaßen zufriedenstellend ist. Schaut Euch doch einfach mal etwas um auf der Seite. Zu Beginn wurde die im Heft nicht mehr vorhandene Politik lediglich auf die Netzseite ausgelagert, aber auch hier verschwand sie nach und nach und wird auch nicht mehr wiederkommen... Es entstand ein Gästebuch, welches nicht gerade wenig Besucher, dafür aber um so weniger Einträge hat. Und im Laufe des letzten Jahres gliederte ich der Seite noch ein Forum an, aber auch das führt nach wie vor ein Nischendasein, da es noch unter 20 Mitglieder hat. Also nehmt dies als Einladung und besucht uns mal im Forum und sabbelt mit uns über Dinge, die die Welt net braucht. Dieses Jahr (2010) folgte der Seite dann noch ein kleiner Mailorder, da immer wieder Fragen nach alten MF-Ausgaben laut wurden und ich mir die Mühe machte, auch immer eine kleine Anzahl anderer Zines anzubieten. Dies sehe ich als Leserservice, da ich selber auch nicht für ein Zine bei einem Versand bestellen würde. Auch gibt es dort einige Buttons zu bestellen, oder Ihr könnt Euch für schmales Geld selber welche machen lassen. Der Mailorder kam recht gut an und so soll das Programm in Zukunft immer mehr ausgeweitet werden. Zusätzlich zur Onlinepräsenz meldete ich die MF auch vor einigen Jahren bei myspace (www.myspace.com/mfzine) an, was ja pures Egodenken war und ist, da ich so wesentlich leichter mit Bands und Kollegen in Kontakt treten kann. Aber es ist ja nicht nur praktisch, sondern auch nett, sich mit den Lesern mal online auf einer Plattform austauschen zu können...;-)

So Freunde, nun wären wir auch schon fast am Ende unserer Reise in die Vergangenheit bis in die heutige Zeit. Was könnt Ihr in Zukunft von der MF erwarten? Inzwischen hat sich ja eine gewisse Regelmäßigkeit eingeschlichen, was die Erscheinungsweise betrifft und so kommt die MF nun wenigstens 2x im Jahr mit fast immer 80 Seiten raus und das soll auch in Zukunft so bleiben. Dennis bleibt hoffentlich auch noch länger an Bord und erweitert sein Kompetenzbereich in Eigenregie noch. Auch sind wir fernab jeder Routine und ich versuche immer wieder ein Konzept hinter all dem zu entdecken, finde aber keins...;-) Auf jeden Fall wird es mit uns in gewohnter Manier weitergehen und wir hoffen, daß die Mischung immer so ist, daß sich Spinner aufregen und der selbstdenkende Skin wenigstens ein paar Seiten jeder Ausgabe interessant findet. Inhaltlich lassen wir uns nicht festnageln und es wird auch keine Eingeständnisse zur Imagepflege geben. Für die Szene und gegen jede Regel!

Stay rude, stay rebel!

Oi! und Cheers!

Meik