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Legion XX (Frankreich)
Aus der #21: L'Infanterie Sauvage wurde im Februar 1982, mit dem Sänger Geno am Mikrofon, gegründet. Geno ist eigentlich nur ein Spitzname, der die Abkürzung ist für den selten dämlichen Namen Genozid, was Völkermord heißt, ist. Die Kombo fand guten Anklang bei den Skins & Punks in Frankreich der frühen 80er Jahre, denn es gab neben den Tolbiac's Toads und einigen wenigen anderen Musikgruppen, die Oi!-Musik spielten keine anderen Alternativen. In dieser Zeit traten L'Infanterie Sauvage einige Male auf und spielten einige Demolieder ein.
1984 nannten sich L'Infanterie Sauvage in Totenkopf um. Dort spielte Geno Gitarre und übernahm den Gesang. Es kam zu politischen Differenzen zwischen den Bandmitgliedern, da Geno politischer Aktivist wurde und sich der französischen nationalen Bewegung angeschlossen hatte. Die anderen Bandmitglieder wollten nur Musik machen, so änderte sich die Besetzung, da man Unterstützung der Pariser Band Legion 88 bekam, die sich gerade formiert hatte. Totenkopf spielte zwei Demotapes ein und spielten einige Konzerte.
Am 17.Juni.1986 kam dann das Ende von Totenkopf, da Geno mit einigen Freunden Nachts in der Loire, voll bekleidet mit samt Jeans und Stiefel, noch dazu volltrunken, schwimmen gegangen ist. Wobei er ertrank und sein Leichnam erst über eine Woche später mehrere Kilometer entfernt entdeckt wurde. Ironischerweise trug er ein Tattoo mit dem Schriftzug "I'll die with my Boots on"!!!
Rest in Peace Geno!
Nach dem tragischen Unfall konzentrierten sich die Verbliebenen auf ihre Band Legion 88, die schon 1984 mit Alain am Gesang gegründet wurde. Bis dato, 1986, hatte die Band lediglich zwei Demos aufgenommen die „Practice 1985“ und „Notre Europe“ hießen. Diese Skinhead Band war eine der ersten Bands in Frankreich, die extrem politische Texte sangen und sich ganz klar zum nationalen Sozialismus bekannten. Der Musikstil war vom britischen Oi! und Punk geprägt. Politischer Aktivismus spielte bei den Musikern eine große Rolle, da sie in der nationalen Partei P.E.N.F. organisiert waren. Gewalt war bei den Jungs an der Tagesordnung. Auch untereinander, da die Skinheadszene in Paris sich in unterschiedlichen Gangs aufteilte. Unabhängig von der politischen Gesinnung dieser. So waren Legion 88 auch nicht gut zu sprechen auf die Oi!/RAC Band Evil Skins, die dem Nazi-Klan angehörten. Da der, durch eine von einem linken Punk zugefügte Schußverletzung, im Rollstuhl sitzende Sänger Sniff, iranischer Herkunft war; und das politische Engagement von Alain zu gering erachtet wurde.
Zwischenzeitlich wurde Legion 88 europaweit bekannt und gaben einige Interviews wie z.B den Clockwork Orange Fanzine. Im Interview bekennt die Band sich klar und deutlich zum NS und zur politischen Straßenarbeit wie Flugblätter verkleben. Die Bandmitglieder lieferten sich des öfteren Schlägereien mit Antifas und Immigranten. Die Texte der Band wurden immer radikaler und es wurden mehrere Konzerte von der Polizei verboten. Unter anderen das „RAC Festival“ in Brest und ein Konzert in Flandern (Belgien).
Ohne viele Konzerte gespielt zu haben, nahmen L88 die EP "Terroristes" auf, die bei Rebelles Europeens erschien. Die Aufnahmequalität war für die damalige Zeit gut und kam in der Szene an.
Am 25.04.1987 spielten Legion 88 auf den „Suffolk RAC Festival“ mit Skrewdriver, Sudden Impact, was gigmäßig der Höhepunkt in der Geschichte der Musikgruppe war. Von diesen Konzert existieren einige Liveaufnahmen in minderer Qualität.
Im Jahr 1988 nahm die Kombo die EP "Légion Blanche" auf, sowie das erste und einzige Vollalbum „Thulé“, die ebenfalls bei Rebelles Europeens erschienen. Danach wurde es ruhig um die Band da man sich Ende des Jahres 1988 auflöste.
1993 wurde diese Band in minimaler Besetzungsänderung unter den Namen Tribal Zone wiederbelebt, wobei der Musikstil am ehesten dem Hardcore Punk entsprach und mit Legion 88 nur personell etwas zu tun hatte.
Mitch
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