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Frontlash (Schweden)
Aus der #16: Erzähl uns bitte etwas zu Frontlash und deren Mitglieder.
Frontlash ist eine der ältesten und am längsten bestehenden Hardcorebands in Stockholm und Schweden.
Wir stehen für wahre Hardcoremusik.
Die Band besteht aus
Matte am Gesang (außerdem bin ich Drummer in einer Black Metal Band namens AIFUR) www.myspace.com/aifur
Erich spielt die Gitarre
Fille am Baß
Totte am Schlagzeug (zusätzlich spielt er noch Schlagzeug in der Punkband TWOPOINTEIGHT) www.myspace.com/tpetwopointeight
Wie lange gibt es Frontlash bereits und wie viel Material habt Ihr bisher veröffentlicht?
Die Vorgeschichte begann 1994, zu dieser Zeit waren Erik und ich unter dem Namen Last Warning unterwegs. Ich war dort am Schlagzeug.
1996 änderten wir unseren Namen in Frontlash, '97 kam Totte an die Drums und ich versuchte mich am Gesang und 1998 stieß Fille zu uns.
Im September '99 kam unsere erste EP “STHLM HC” raus.
In den vergangenen Jahren haben wir eine Menge an Vinyl-EPs raus gebracht und waren auch auf diversen Compilations vertreten. Letztendlich erschien dann im März 08 unser erstes Vollalbum “Fall back to zero” auf CD.
Viele Leute kennen den amerikanischen Hardcore und wissen viel darüber, allerdings ist das Wissen über die europäische Hardcoreszene nicht so ausgeprägt. Erzählt darum doch mal etwas über die schwedische Hardcoreszene.
Über die HC-Szene in Schweden oder Stockholm gibt es nicht so viel zu erzählen. Es gibt nicht so viele Hardcorebands, meist sind es Punkbands.
Ist es einfach, Orte für Hardcoreveranstaltungen zu finden und woraus setzt sich das Publikum bei diesen Shows zusammen (Punx, Skinheads, Hardcoreleute)?
Es ist nicht so einfach, geeignete Plätze für solche Konzerte in Stockholm zu finden.Aber einmal im Jahr können wirhier schon spielen.
In der Hauptsache besuchen unsere Konzerte Hardcoreleute, Metalheads und einige Punx und Skins.
Von der Entstehung bis heute entwickelte sich Hardcore immer mehr zu einer eigenen Szene. Seht Ihr das als eine positive Entwicklung?
Wenn ich die Hardcorebewegung in der Entwicklung seit den frühen '80ern sehe mit Bands wie Cro Mags & Agnostic Front, so muß ich das als positive Entwicklung sehen. Es war gut, sich eine eigene Szene jenseits des Punks zu schaffen.
Eure Veröffentlichung “Fall back to zero” ist eine tolle und kraftvolle CD. Erzählt maletwas über die CD, die Lieder und Texte.
Es ist eine sehr harte Scheibe mit 10 Songs und einer Spielzeit von lediglich 26 Minuten. Die ganze Band arbeitete hart daran im Studio. Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Es ist moderner Sound mit Oldschool-Feeling.
Einige der Lieder sind schon einige Jahre alt, andere wurden erst kurz vor der Aufnahme fertig. Auch kam das Lied “South side” mit auf's Album, ein Lied welches Erik und ich noch zu Zeiten von Last Warning schrieben.
Sehr stolz sind wir darauf, daß der legendäre Leeway Sänger Eddie Sutton als Gastsänger bei “Around the world” mitwirkt.
Alle Texte stammen von mir und basieren auf reelle Geschichten und Erlebnisse, die ich für so wichtig hielt, sie in Liedern festzuhalten.
Habt Ihr irgendwelche Einflüsse in Eurer Musik verarbeitet, oder spielt Ihr doch eher einen eigenen Stil?
Ich denke, daß wir einen eigenen Stil haben, ich könnte jetzt keine Band nennen, die ähnlich wie wir klingen. Allerdings übte der NYHC einen großen Einfluß auf uns aus. Bands wie Cro-Mags, Agnostic Front, Madball, warzone und Sick of it all beeinflußten uns schon irgendwie. Das alles brachten wir im Einklang mit einer härteren Kante speziell im Gesang.
Was beeinflußt Euer Songwriting und wer ist für die Lieder verantwortlich?
Mehr oder minder alle in der Band. Wir bevorzugen es, einfach so zu jammen und um dann die besten Parts mit einzubauen. Wir arbeiten hart daran, verschiedene Tempis und Beats in die einzelnen Songs einfließen zu lassen. Der Einfluß kommt durch jede Art härterer Musik. Als Beispiel nenne ich hier mal, daß wir uns bei unsere neuen Stücken sehr von Cold As Life aus Detroit inspirieren ließen.
Das Lied “Over the edge” ist von Agnostic Front. Was bedeutet Agnostic Front für Euch?
Agnostic front ist eine der bedeutendsten Hardcorebands, besonders jetzt wo sie sich mit großartigem Metalsound zurück melden. Zu früheren Zeiten hatten wir immer einige AF-Cover in unserer Setlist.
Neben dem “South side Records”-Label zeichnet sich auch das “Sliptrick Records”-Label für Euer Album verantwortlich. Wie kam die Zusammenarbeit zustande?
Unsere CD war zuerst auf “Countdown Records” aus Italien geplant. Allerdings haben sie derzeit viel zu tun mit anderen Veröffentlichungen und so klappte das nicht. So half uns ein Freund von mir, Carlo, der für “Countdown” arbeitet, den Deal mit “Sliptrick” auszuhandeln.
Bekamt Ihr viele Reaktionen aus Amerika, was Eure CD betrifft und welcher Art sind/waren diese?
Wir vertreiben unsere CD dort nicht selbst, daß ist die Arbeit unseres Labels. Jay, welcher der Boß von “Sliptrick” ist, teilte mir mit, daß sich unsere CD dort gut verkauft.
Auch kamen positive Reaktioen von Mike von den Hoods.
Was für Pläne habt Ihr in der näheren Zukunft?
Wir haben einige neue T-Shirts zum Verkauf auf unserer myspace-Seite, schaut einfach mal nach!
Der nächste Schritt wird dann ein neuer Song, der auf einen Sampler soll, dieser heißt “Down for the core part 10”. Erscheinen wird dieser auf “Back ta basic”, das ist das Label von Rick (25 Ta Life) und das soll zu Beginn 2009 passieren. Andere Bands darauf sind 25 Ta Life, Cold Side, Coming Correct und North Side Kings.
Darüber hinaus wird es etliche neue Songs geben, die auf's neue Album sollen, welches hoffentlich auch 2009 erscheint.
Am 2. April spielen wir zusammen mit 25 Ta Life hier in Stockholm.
Wie wichtig ist das Internet für Untergrundbands?
Für Bands ohne Vertrag ist es eine sehr wichtige Plattform. Sie können sich auf myspace präsentieren und dort ihre Songs vorstellen. Das ist unsere Form der Demotapes in heutiger Zeit.
Nun ist Zeit für letzte Worte und Grüße.
Danke für das Interview, Meik!
Ich möchte allen Frontlash-Unterstützern danken, ohne Euch wären wir nichts.
Zu guterletzt möchte ich “Hallo” zu meiner 8 Monate alten Tochter Linneá sagen.
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