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DVD-Besprechungen
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The Who „Amazing journey – the story of The Who“ 2 DVDS
...und nochmal The Who. Hier geht es aber weniger um Konzertaufnahmen, sondern um eine Bandbiografie auf DVD. DVD 1 bringt dann auf fast zwei Stunden die komplette Bandgeschichte von ihren Anfängen als The Detours, The High Numbers bis zu der weltbekannten Rockband The Who. Und da wird auf der DVD auch nicht mit, teils rarem, Bildmaterial gespart und man bekommt immer wieder Filmsequenzen aus den wilden Zeiten der nun gezähmten Band zu sehen. Quer durch den Film ziehen sich immer wieder Einspieler, wo eine fiktive Platte mit Namen der DVDs gezeigt wird und einzelne Lieder dann in den Vordergrund rücken, um dann näher auf diesen oder jenen Song einzugehen. Hier gibt es dann auch schon einige Wermutstropfen zu schlucken... Zum einen wird leider kein einziges Lied mal komplett ausgespielt, aber davon war ja auch nie die Rede und zum anderen werden wichtige Meilensteine wie „Tommy“ oder „Quadrophenia“, meiner Meinung nach, viel zu kurz abgehandelt. Gerade bei diesen beiden Rockopern hätte man mehr drauf eingehen müssen. Und dem legendären Album „Live at Leeds“ wird keinerlei Beachtung geschenkt und das, obwohl sich das Album unter den Top 10 der 500 größten Alben aller Zeiten befindet. Da hat jemand anscheinend seine Hausaufgaben nicht richtig gemacht. Auch schneidet man, meines Erachtens nach, das Thema Mod und später Punk zu wenig an. Da hätte man mehr drauf eingehen sollen, zumal The Who für die Modszene sehr bedeutend waren. Sie haben ja mit „Quadrophenia“ den Mods nicht nur ein paar Lieder geschenkt, sondern der Szene mit der Rockoper und dem späteren Film, der ohne The Who ja gar nicht zustande gekommen wär', ein Denkmal gesetzt. Und was das Thema Punk angeht, so wollte die Band ja mit ihrem Album „Who are you“ sich hier neu positionieren, um auf bzw. am Rande der Punkwelle mitzuschwimmen. So hätte das Thema einfach tiefschürfender in die Biografie eingebracht werden müssen. Neben Roger Daltrey und natürlich Pete Townshend kommen noch weitere Leute aus dem familiären Umfeld der Musiker und Leute aus dem Umfeld der Gruppe zu Wort. Von John Entwistle und Keith Moon gibt es weniger Interviewpassagen, was aber auch daran liegt, daß Moon leider schon sehr früh verstarb und somit nur altes Material vorhanden ist; und Entwistle auch schon verstorben war bzw. ist. Weiter wurden auch The Edge, Sting, Noel Gallagher von Oasis und Steve Jones von den Sex Pistols zu The Who „befragt“. Nun gut, auch wenn ich hier ein wenig meckern mußte, muß ich sagen, daß der Spagat von fast 50 Jahren Bandgeschichte kaum in 2 Stunden Film und Interviews untergebracht werden kann. Wer die deutschen Untertitel anläßt, der muß teilweise arg schnell zwischen Liedtextübersetzungen und Interviewübersetzungen unterscheiden, da das doch ziemlich flüssig ineinander übergeht und das ist streckenweise etwas störend... Auf jeden Fall ist die DVD eine schön verpackte Geschichte der Band mit tollen Filmmaterial aus allen Dekaden der Band und es gehen genug Gitarren und anderes Equipment zu Bruch, sodaß auch der Punk hier seinen Spaß hat...;-) Auf DVD Numero zwei gibt es dann 4 Kurzfilme über die einzelnen Charaktere von The Who, welche schön die jeweilige Person ins Licht rücken. So wird hier z.B. klar, daß Roger Daltrey sich eigentlich erst mit „Tommy“ in der Band richtig positionieren konnte, oder wie einzigartig John Entwistle's Baßspiel war und was Keith Moon alles aus dem Schlagzeug rausholte. Hinzu kommt noch ein Kurzfilm zur Mode und das Drumherum von The Who, der Einfluß der Mods auf die Band und umgekehrt, leider etwas kurz. Der Film zum Song „Real good looking boy“ hätte dafür kürzer ausfallen können. Als Bonus gibt es dann noch einen kleinen Mitschnitt eines Auftritts der High Numbers und einige erzählte Anekdoten. Besonders geil ist die, wo Keith Moon stockbesoffen zu John Entwistle ins Zimmer kam und seinen teuren Wein wegsoff und dann in das Hotelzimmer pißte und dann zusammenbrach. Entwistle revanchierte sich flugsen Fußes und zertrümmerte Moons komplettes Hotelzimmer und brachte Moon dann zurück ins Zimmer. Keith Moon dachte am nächsten Tag natürlich, daß er sein Hotelzimmer selbst verwüstet hatte... Wie auch schon bei der ersten DVD, ist auch diese DVD schlecht untertitelt und für so eine Produktion hätte man doch mal einen Profi die Übersetzungen machen lassen können... Es handelt sich hier um eine deutsche Sonder-Edition und von daher ist das kleine Beiheft auch auf deutsch. Hier wird dann nochmal auf die DVDs eingegangen. Die Aufmachung ist nichts großartiges, aber dennoch schön gestaltet und beide DVDs kommen im Pappschuber. Für Fans und Sammler ein Muß und für Leute, die sich mit der Band befassen möchten auf jeden Fall eine Anschaffung wert.
Meik
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The Who „Tommy, Quadrophenia, Live“ 3 DVDs
Ich höre in letzter Zeit ja viel The Who und so stach mir bei Amazon diese 3er DVD in die Augen. Obwohl der Preis von gut 32 T€ doch recht happig ist, besorgte ich mir die DVD-Box, zumal es hier beide Who-Opern plus anderem Live-Material gibt. Auf der ersten DVD gibt es die komplette „Quadrophenia“-Umsetzung, wahlweise mit zuschaltbaren Kommentaren von Daltrey und Townshend, wo sie auf die Entstehungsgeschichte der einzelnen Lieder eingehen. Anfangs konnten The Who die aufwendige Inszenierung ja nie komplett umsetzen, da es an technischen Möglichkeiten mangelte, dies ist hier passé und alles ist genial umgesetzt. Der sonst verwendete Kommentator am Bühnenrand weicht einem Schauspieler, der immer wieder zwischen den Songs eingespielt wird und die „Quadrophenia“-Geschichte lebendig werden läßt. Er trägt nicht nur das passende Outfit, sondern trägt durch seine rotzige Aussprache auch zur Authentizität bei. Bei Bedarf kann man sich das per Untertitel übersetzen lassen. Dazu passend werden immer wieder Filmsequenzen aus „Quadrophenia“ gezeigt und auch andere geschichtliche Filmausschnitte eingespielt. Diese reichen von den allgemeinen Lebensbedingungen, über tolle Ausschnitte von Modtreffen bis hin zu den Krawallen zwischen Mods und Rockern. Es werden zwischendrin Zeitungsauschnitte der 50er, 60er und 70er, unterlegt mit Radiokommentaren, eingeblendet. Auf der Bühne wurde das alles zwischen den Liedern auf Leinwand eingespielt. Die Aufnahme zeigt leider immer nur Kameraperspektiven auf und nicht von der Bühne, was das Liveerlebnis etwas zu kurz kommen läßt. Aber das tut der Opernaufführung keinen Abbruch. „Quadrophenia“ glänzt hier mit Gastauftritten von P.J. Proby als Rocker und Billy Idol als Ace Face, was echt gut rüberkommt. Bei der Liveumsetzung achteten The Who hier darauf, das Ganze umzusetzen und keine pompöse überkandidelte Liveperformance hinzulegen, was mir echt gut gefällt. Irgendwelche großen Einlagen hätten hier nur vom Wesentlichen abgelenkt... Als Bonus gibt es noch ein „Making of...“ und hier geht man drauf ein, daß das Stück in dieser Fassung extra auf Bühnenperformance umgeschrieben wurde. Ursprünglich wurde das Material 1996/-97 nur für die Band mitgeschnitten und kam dann später glücklicherweise auch an die Öffentlichkeit. Zu bemerken ist vielleicht noch, daß erst 96 die Uraufführung der gesamten Rockoper „Quadrophenia“ stattfand. Allein diese DVD lohnt schon voll und ganz! Auf DVD 2 gibt es die „Tommy“-Aufführung aus dem Jahr 1989. Da die Aufnahmen schon ein paar Jahre älter als die von „Quadrophenia“ sind, sieht man The Who hier noch etwas wilder. Allerdings ist die „Tommy“-Umsetzung weit weniger aufwendig wie noch die DVD 1. Bildeinspielungen sind hier eher als Hintergrund zu sehen und die Band steht fast ausschließlich im Vordergrund. Das tut dem Ganzen aber keinen Abbruch. Auch hier wurde mit vielen Gästen gearbeitet. Steve Winwood fügt sich glanzlos ins Konzept ein und fällt nicht groß auf. Ganz im Gegensatz zu Billy Idol, der einen grandiosen Auftritt als Cousin hat und gleich noch mehr Rock'n'Roll in die Inszenierung zaubert. Ich sach nur „1-2-3 - Oberkörper frei!“ Elton John meistert seinen Auftritt gut und Phil Collins taucht als saufender, zahnloser Onkel im Morgenmantel und Unterwäsche das erste Mal auf. Die Darbietung gefällt mir echt gut. Später taucht er nochmal bekleidet, aber immer noch mit wirren Haaren auf. Patti LaBelle hätte man getrost weglassen können, denn Sirenen braucht nur die Feuerwehr...;-) Zum Schluß versammeln sich nochmal alle auf der Bühne und Idol läßt den Punk raushängen, indem er mit freiem Oberkörper über die ganze Bühne rennt und His own-Show macht, geil. Wo bei „Quadrophenia“ eine großartige Liveperformance noch in den Hintergrund gestellt wurde, da lassen es The Who hier auch live richtig krachen und zeigen, daß sie echt eine geile Liveband sind. Was hier aber auch nicht zulasten der Aufführung geht, da es ja weniger eingespielte Sachen gibt. Hier wird der Großteil der Oper halt von der Band selbst dargestellt. Auch hier lassen sich Kommentare von Daltrey und Townshend zuschalten. Als Bonus gibt es auf der zweiten DVD eine mit Musik untermalte Fotogalerie aus „Tommy“-Aufführungen und einigen Plattencovern. Wenn auch DVD 1 mein Favorit aufgrund der Geschichte ist, so überzeugen mich hier die Liveszenen mehr. Auf DVD 3 gibt es dann zum einen eine Liveaufnahme von 1989 im Los Angelesser Universal Amphitheatre und Auschnitte aus der „Quadrophenia“-Tour von 1996 und 1997, sowie einige Lieder aus „Tommy“. Also bis auf das erste nichts neues, da ja schon auf den anderen DVDs vorhanden. Dennoch macht das erste Konzert Laune und bringt einen guten Durchschnitt vieler Who-Klassiker und auch den Townshend Solohit „Face to face“. Die Band liefert hier eine tolle Show vor teilweise ergrautem Publikum...;-) Bei den „Tommy“-Liedern wird auch mal von der Bühne ins Publikum gefilmt, was mal eine andere Perspektive bietet. Auch werden die Lieder hier ohne Gastmusiker gezeigt. Letzten Endes runden die Livemitschnitte das tolle DVD-Paket noch schön ab. Als Bonus gibt es noch ein Interview mit Billy Idol zu seinen Rollen als Ace Face in „Quadrophenia“ und böser Cousin in „Tommy“. Er redet aber auch über die alten Zeiten der Generation X, Mods und die Gewalt, die später ja auch im Punk auftauchte und über die damalige Mode dieser Subkulturen. Alles in allem auch eine tolle DVD. Die Gesamtaufmachung ist 'ne fette Pappbox mit fettem Büchlein zur Entstehungsgeschichte beider Opern und The Who allgemein. Das Cover ist dann auch mehr an „Quadrophenia“ als an „Tommy“ angelehnt... Gespickt mit netten Anekdoten wie „Wir waren nie wirklich Hippies. Wir waren viel zu wütend, um dazu zu gehören, viel zu aggressiv“... Ein wirklich geiles DVD-Set mit den wohl zwei größten Rockopern der Geschichte!
Meik
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The Bones „Berlin burnout“ Special limited Edition inkl. Bonus Live-CD
Auf diese Band bin ich erst vor nicht all zu langer Zeit aufmerksam geworden und habe nun viel Nachholbedarf...;-) Diese DVD war dann mehr oder weniger auch nur ein Zufallskauf, um den Mindestbestellwert voll zu bekommen, aber ich bereue es net! Hier geben die 4 Mannen echt Gas und zeigen manch jungschen Bengeln noch, wo der Gitarrengurt hängt, haha. Musikalisch bieten die Bones genialen Rock‘n‘Roll mit dem richtigen Schuß anderer Stile und die Stimme des einen Sängers kommt immer wieder verdächtig in die Nähe von Metallica... Schönet Ding! Aber auch so macht es Spaß, die DVD zu gucken. An Bonuszeugs gibt es dann noch ein „Making of...“, einen kleinen Tourausschnitt aus älteren Tagen der Band und drei Videoclips. Zusätzlich gibt es in dieser Special-Edition noch eine Audio-CD mit dem Berliner Konzert. Die DVD & CD kommt im Pappcover zum Aufklappen und es gibt ein schmales Infoheft, welches aber nicht viel hergibt. Hier überzeugt das eigentliche Material und so kann ich nur sagen: „Bier auf und DVD rein!“.
Meik
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The Vibrators „Live Energized“
Dieses Schmuckstück besorgte ich mir auf dem Hamburg Gig der Vibrators. Auf der DVD befindet sich ein Livekonzert der Vibrators von 2004 im CBGB Club in New York. Dieses Live-Set der Punkrock Veteranen enthält stramme 23 Lieder, die nicht nur gut ausgesucht wurden, sondern auch noch in einer super Qualität rüber kommen. Die Kameraführung ist wirklich angenehm. Das habe ich auf anderen Live-DVDs schon anders wahrgenommen!! Hier stimmt wirklich alles. Die Stimmung, die auf diesem Gig herrschte, kommt ziemlich gut rüber und zeigt, warum die Vibrators noch lange nicht zum alten Eisen gehören!! Die Gesamtspielzeit der DVD beträgt ganze 110 Minuten. Als Bonus gibt es ein ausführliches Interview mit den Vibrators. Leider nur auf Englisch ohne Untertitel. An Material der Vibrators ist ja immer sehr schwer ran zu kommen (wenn einer `nen Tip hat, wo es einfach ist, an Sachen der Vibrators ran zu kommen immer her damit.) Diese DVD ist jedenfalls über Amazon zu ordern.
Dennis
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The Who „Live in Houston 1975“
Nicht nur musikalischer Geschichtsunterricht, sondern auch ein Leckerbissen für Musikliebhaber. Mit 24 Liedern wird dem DVD-Glotzer auch einiges an Liedern geboten. Und an Klassikern mangelt es hier nicht, so gibt es u.a. „I can‘t explain“, „Behind blue eyes“, „Pinball wizard“, „I am free“, „Won‘t get fooled again“ und natürlich „My generation“ zu sehen. Muß ich dazu noch was sagen?!? Ich glaube nicht!!! Dem Konzert selbst fehlt etwas von der eigentlichen Energie der Band und irgendwie wirkt die Aufnahme gezähmt. Dennoch ist es eine gute Aufnahme und versetzt einen um Jahre zurück. Von der Tonqualität und vom Bild her ist es, trotz Aufarbeitung, natürlich mit heutigen Standards nicht zu vergleichen. Die Aufmachung ist auch eher smart, kommt aber mit tollem Cover (Bandfoto und im Hintergrund der Union Jack) und `nem Einleger, wo nochmal alle Lieder drinstehen. Trotz fehlender Exzesse, einfacher Tonqualität und einfacher Bildaufnahmen eine tolle DVD.
Meik
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Ultima Thule „Live“
Lang lang habe ich es aufgeschoben, mir diese DVD zuzulegen. Habe wohl was anderes immer für wichtiger gehalten. Aber als meine Firma das Weihnachtsgeld überwiesen hat, lag die DVD meiner Bestellung bei. Seit da an läuft sie wirklich recht oft in meinem DVD-Player. Das Teil enthält zwei Zusammenschnitte von Live-Konzerten zwischen 1992 bis 1994. Mann muss wohl an dieser Stelle nicht erwähnen, dass die Technik in diesen Jahren noch nicht so weit war wie heute. Die Qualität ist mit den heutigen DVDs wie z.B. von Stomper 98 kaum zu vergleichen. Das wertet das Gesamtwerk aber keinesfalls ab. Ganz im Gegenteil! Die Stimmung, die auf den Konzerten herrschte, kommt genial rüber und der Sound geht auch voll in Ordnung. Außerdem gibt es ein 15 minütiges Interview mit den Thule-Jungs, das auf Schwedisch geführt wurde. Allerdings gibt`s `nen englischen Untertitel, der selbst mit meinem schlechten Schulenglisch zu verstehen ist. Mit an Bord ist zudem auch noch `ne komplette Diskographie mit allen Alben, Sampler-Beiträgen und sogar Tapes bis 2005. Eine Fotogalerie mit bekannten und unbekannten Fotos ist auch noch mit enthalten. Die Spielzeit der DVD beträgt stramme 170 Minuten. Erschienen ist das gute Stück bei Pure Impact.
Dennis
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