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CD-Besprechungen
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Der Bretonische Waffenverband „20 ans déjà“
Frankreich – Skinheadmusik – geil – fertig mit der Besprechung...;-) Nee, so leicht komme ich wohl nicht davon, haha. 11 Lieder bieten uns die Franzosen hier und gleich das Eröffnungsstück haut schon voll rein. Schön harter und melodischer RAC, wie er sein sollte. Ein Lied coverte man von den französischen Kollegen Legion XX („Enfin levé“). Worum es textlich geht, kann ich aufgrund der Sprachbarriere nur vermuten, mit Ausnahme des Liedes „Working class“ haben nämlich alle Stücke auch französische Liednamen. Na wenigstens höre ich oft genug „Skinhead“ raus, haha. Musikalisch ist es, wie schon erwähnt, schön nach vorne gehender, melodischer RAC. Die Lieder sind echt alleweg geil und man bekommt nicht genug davon...;-) Die CD ist toll aufgemacht und im Booklet gibt es alle Texte, ein tolles Artwork, Fotos und Grüße. Die Scheibe lohnt sich!
Meik
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Amy Winehouse „Lioness: Hidden treasures“
Hier kann man wohl getrost sagen: „Es ist das letzte...!“, nämlich das letzte Album der viel zu früh verstorbenen Sängerin. Wenn jetzt nicht geldgeile Aasgeier ihren musikalischen Nachlaß noch und nöcher durch den Wolf drehen und das machen sie bestimmt... Auch auf dieser Scheibe bekommt man die gewohnt gute Mixtur aus Soul, Ska, Jazz und der unglaublichen Stimme Amy Winehouse' geboten. Ein Lied allerdings wertet alles etwas ab, da es in Richtung Rap oder Hip Hop geht und gemeinsam mit Nas (who the fuck is' Nas?!?) eingesungen wurde. Nicht mein Bier und irgendwie auch unpassend für Amy. Dafür kann der Rest punkten, wenn auch einige Stücke nur Neu-Intonierungen sind, so z.B. „Tears dry“, „Valerie“ und „Wake up alone“. Da bei „Valerie“ alte Tunes in den Song gemischt wurden, wird hier von einer „'68 version“ geredet. Richtig gut kommt dann auch der Coversong „Will you still love me tomorrow?“. Durch Amy Winehouse bekommt der Hit nochmals einen schönen Schub. Auf dieser Platte bekommt man nochmal die volle Breite des Ausnahmetalents Amy Winehouse' geboten, wenn es auch kein zweites „Back to black“-Album ist. Die CD ist schön aufgemacht und im Booklet findet Ihr Liner Notes zu den Songs, sowie ein paar Worte zu Amy Winehouse von Mark Ronson und einige tolle Fotos der Künstlerin. Wenn die Scheibe auch nicht an den Vorgänger rankommt, so ist es doch ein würdiges Abschlußalbum der Künstlerin, welches eine nun viel zu kurze Diskographie der Musikerin beschließt.
Meik
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The Undertones „Teenage kicks – The very best of...“
Relativ aktuelle „Best of...“-Scheibe aus 2010 der Undertones und mit 20 Liedern auch ausreichend. Ihr bekanntestes Stück mußte ja auch für den Titel herhalten, wenn mir auch „Here comes the summer“ besser gefällt, letzten Endes haben die Undertones aber (fast) nur Hits...;-) Wer die Undertones nicht kennt, Asche über Euer Haupt, haha. Aber mal im Ernst, hier gibt es schön melodischen Punk der obersten Güte. Zu den Liedern gesellen sich noch zwei Videos der Band, die ich mir aber noch nicht angeguckt habe. Im schön gestalteten Booklet gibt es 'ne ausführliche Bandstory und einige Fotos. Zusätzlich ist die CD noch im Pappschuber drin. Los jetzt!
Meik
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The Jam „Definitive collection“ Do-CD
Und nochmal Richtung Mod...;-) The Jam waren ja immer die punkigere Variante der Faces oder der alten Who und somit dürften The Jam bei unseren Lesern sicher mehr Anklang finden als gerade genannte Bands. Müßte man Vergleiche ziehen, dann würde ich es als Bastard zwischen den Small Faces, The Who und den Undertones bezeichnen, aber letzten Endes hinken Vergleiche, oder?!? Auf ganze 49 Stücke bringt es diese „Best of...“ und das ist ja mehr als genuch, oder?!? Hits sind da auch genug drunter. Die Lieder wurden alle nochmal digital remastert und klingen von daher schön klar... Auch die Aufmachung ist besser als die der Small Faces. Im schön gestalteten Booklet gibt es einige Fotos und 'ne Bandstory zum Nachlesen. Zugriff!
Meik
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The Small Faces „The definitive collection“ Do-CD
Auch schon älter, aber „Best of...“-Sachen kann man ja immer besprechen. Die Small Faces standen ja immer irgendwie im Schatten der großen The Who und konnten sich im Gegensatz zu The Who nie zu den ganz Großen mausern, was sie ja eigentlich nur sympathischer macht...;-) Auf 2 CDs gibt es hier insgesamt 36 Stücke der Faces zu hören. Man hat alle Klassiker in der ursprünglichen Version belassen und hier nicht viel neu abgemischt, dadurch klingt das Ganze etwas schmutziger und authentischer. Die Aufmachung ist an die Mods angelehnt und im dünnen Booklet gibt es 'ne Bandstory und die jeweiligen Songs noch zweimal abgedruckt, also nicht gerade nice...;-( Dennoch eine tolle „Best of...“ der Small Faces!
Meik
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The Who „Quadrophenia“ 2011er Deluxe Edition, Do-CD
Neu aufgelegte Deluxe-Version des „Quadrophenia“-Albums von The Who. Da konnte ich nicht anders und investierte mal eben etwas mehr als 20 Tacken, als ich die Sendung öffnete war ich dann auch gleich der Meinung, daß das Geld hier gut angelegt ist... Zu der Rockoper bzw. den einzelnen Liedern muß ich hier wohl nicht viel Worte verlieren. Es handelt sich hier um ein Konzeptalbum rund um den Mod Jimmy. Textlich wie musikalisch schrieben The Who auch mit diesem Album Geschichte. Musikalisch wurde alles nochmal überarbeitet und klingt nun noch geiler als schon die alten Aufnahmen, wobei hier sicher jeder anderer Meinung ist... Neben den remasterten Sachen des Original-Albums bekommt man hier auf der 2. CD noch etliche Bonussongs in Form von unveröffentlichten Stücken, oder die Demoversionen einiger Lieder. Insgesamt gibt es 28 Lieder auf 2 CDs, mehr fürs Geld muß auch net sein, haha. Die Aufmachung ist denn auch mehr als super. Es gibt ein großartig gestaltetes Doppel-Digipack in kompletter schwarz-weiß Gestaltung und zwei!!! Booklets. Das eine ist ein reines Bilderheft und hat richtig geile Fotos aus dem Film und andere Modfotos zu bieten, nur geil! Im anderen Heft wird einem die Geschichte von „Quadrophenia“ nochmal erzählt und es gibt 'ne Einleitung von Komponist Townshend. Darüber hinaus alle Liedtexte und die 1973er Original Credits. Auch hier in toller Aufmachung. Einziges Manko war, daß die CD nicht die übliche Deluxe-Plastikschutzhülle hatte, sondern die gesamte CD mit einem Klebeband umklebt war und nach dem Entfernen kein Dingens mehr zum Zusammenhalten da war. Egal, das Ding ist so oder so echt geil!
Meik
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Strawdogs „The angry silence“
Auch die britische Legende Strawdogs meldet sich mit einem Album und 12 Titeln zurück. Textlich ist es wieder kritischer Oi! der Marke „Havin' a laugh, havin' a say!“. Hier geht es genau mit der Wut weiter, mit der die Dogs einst starteten und das klingt auch heute noch verdammt ehrlich. Man gibt sich kritisch, stolz und auch patriotisch. So muß Working Class Skinhead Rock'n'Roll sein. Musikalisch wurden keine großen Experimente gemacht und es klingt immer noch wie die alten Strawdogs, nur eben frischer und mit etwas neuem Wind in den Segeln und das klingt verdammt geil! Hier wurde absichtlich eine pure und einfache Aufnahme gewählt und sich an alte Skinheadaufnahmen orientiert. Das Projekt wurde unter Mithilfe von Kollegen für fast keine Kohle umgesetzt. Faule Kompromisse, um irgendwem zu gefallen, sucht man hier vergebens...;-) Die Aufmachung ist sehr schön und alles ist DIY. Im Booklet gibt es alle Texte zum Nachlesen und schön gestaltete Fotos. Eine echt tolle CD, zugreifen!
Meik
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Backstreet Firm „S/t“
Die Band gibt es ja längst nicht mehr, aber ihren guten Namen hat sie sich erhalten und somit kommt nun endlich auch der Nachlaß ma an die Öffentlichkeit...;-) Insgesamt sind es 9 Lieder, davon 4 Studioaufnahmen und der Rest als Demoversion. Hier wurde dann 2x gecovert, einmal bei den Studiosachen und zwar „Strength thru Oi!“ und einmal bei den Demos („Docteur Skinhead“). „Not a fashion“, „Skinhead pride“, oder „Made in Germany“ dürften dann auch klar machen, worum es sich in den Texten dreht, die allesamt Englisch sind. Die Aufmachung ist recht einfach, aber schön gestaltet. Vor allem das Logo ist sehr nice...;-) Im Falteinleger gibt es die kleine Diskographie, sowie eine Auflistung aller stattgefundenen Konzerte der Backstreet Firm. Leider ist der Hintergrund etwas sehr dunkel und so lassen sich die Titel bei meiner spärlichen Schreibtischbeleuchtung schlecht lesen... Die CD ist auf 500 limitiert und gehört in jede Skinheadsammlung!
Meik
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Tailgunner „Sing-alongs and gatling guns“
Hammer! Was ist das denn?!? Könnte ein Klon aus frühen Dropkick Murphys und alten Social Distortion sein...;-) Das haut rein und alles wech! So, nun aber zum Thema. Ich bestellte mir das Teil einfach ma mit und wollte mich überraschen lassen und war dann mehr als positiv überrascht. Der erste Part im Titel ist hier echt Programm, da die Mannen echt geile Singalongs raushauen und richtig Party machen. Textlich geht es um 9 till 5 Jobs, Drogen & Alk, Texte für Outlaws eben. Musikalisch ist es die schon genannte Mischung, wobei der Folkanteil sehr gering ist, was aber nichts macht. Ein Stück, „Those days“, ist dann auch Ska angehaucht. Es klingt einfach nur geil! Im Booklet gibt es alle Texte und Grüße, sowie Danksagungen. Wem die Murphys und Social Distortion zu mainstreamlastig sind, sollte Whiskey und Kilkenny kaltstellen und sich ein paar Freunde einladen und ab geht er, der Peter!
Meik
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Bisson & Anna-Lena „Steelcapped ballads“
Bisson scheint aktiver denn je. Kurz nachdem die Bisson & The Vikings-CD erschien, legt er hier zusammen mit seiner Lebensgefährtin ein Balladenalbum nach. Balladen sind ja immer so 'ne Geschmackssache und nicht jedermanns Sache. Ich höre mir sowas aber hin und wieder gerne an, also wurde das Teil einfach mal mitgeordert. Auf 11 Lieder bringt es das Werk und gleich „We stay true“ als Opener enttäuscht mich nicht und macht Lust auf den Rest der Scheibe. Textlich bewegt sich das Ganze natürlich im RAC-Bereich und mit „King of RAC“ wird Ian Stuart nochmal posthum geehrt, erinnert vom Inhalt her stark an „King of bands“ von Midgards Söner. Und wo, wenn nicht auf einer Balladenscheibe, würde so ein Lied besser drauf passen?!? Schließlich hat Ian Stuart mit seinen „Patriotic Ballads“ ja auch den Startschuß für komplette Balladenalben in dem Genre gegeben. Gefällt mir sehr gut das Lied und Ehre, wem Ehre gebührt...;-) Mit „Hero and alive“ huldigt man dann noch Ken und BA, welches mir auch sehr gut gefällt. Es geht aber auch um Einwanderung, Freiheit und Außenseitertum. Also nichts für PC-Fanatiker. Musikalisch sind es schöne Balladen und etwas schade ist, daß Anna-Lena fast ausschließlich den Backgroundpart inne hat. Mit „Rights“ gibt es dann auch noch ein Rockabilly-lastiges Stück, welches echt gut ist. Auch die Aufmachung kann sich sehen lassen und in einem schönen Booklet gibt es alle Texte, Danksagungen und Fotos. CD-Rückseite und CD-Aufdruck zeigen dann auch, daß man vor lauter kritischen Texten den Humor nicht verloren hat...;-) Kommt zwar nicht an die schon erwähnten „Patriotic Ballads“ ran, ist aber eine echt geile Balladenscheibe!
Meik
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The Granits „Ehrlich, hart & laut“
Aus dem Schutt von Donars Groll entstanden The Granits und geben hier mit dem Debutalbum den Einstand. Inklusive Intro sind es 13 Lieder. Das Intro wird leider etwas abrupt beendet und vorbei ist der Traum von schöner Volksmusi aus der Oberlausitz, haha. Neben deutschen Texten gibt es hier auch einige Lieder auf Englisch zu sluschen. Textlich geht es um Lokalpatriotismus, Heimatliebe, Tattoos... Aber ohne irgendwelches Gehetze. Musikalisch würde ich es mal als RAC neuerer Spielart bezeichnen. Hier und da versucht man andere Stile mit einzubringen, was dann für mich streckenweise etwas überzogen klingt und auch die Doublebass ist oft mehr als nervig. Bei „Das Statement“ nervt mich das Gegröhle des Sängers etwas und der Hintergrundgesang der Bassistin geht da etwas unter. Alles in allem klingen The Granits aber echt gut und ich höre sie gerne. Die Aufmachung ist dann auch oberste Kajüte und neben einer kurzen Einleitung gibt es alle Texte und einige Fotos in richtig schönem Artwork. Die CD kommt in Vinyloptik. Wenn mich auch nicht alles überzeugt, so ist es doch ein richtig gutes Album geworden.
Meik
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Brutal Attack „The real deal“
Auch schon einige Tage alt, aber man hat ja nicht immer das Geld, sich sämtliche Neuerscheinungen gleich anzuschaffen... RAC-Urgestein Ken rotiert und rockt immer noch unter bekannten Namen BA und zeigt manch jungen RACker, wo der Rock'n'Roll spielt. Textlich bekommt der Hörer das, was er von Brutal Attack erwartet. Allerdings sind die Texte weitaus nicht mehr so aggressiv wie noch zu Urzeiten und man beschränkt sich eher auf Themen wie Außenseitertum. Musikalisch klingt alles inzwischen sehr ausgereift und streckenweise schon zu sehr nach guter Rockmusik aus dem Radio. Das sind nicht unbedingt die Brutal Attack, die ich mag... Die Aufmachung ist sehr gut und im schicken Layout gibbet alle Texte und einige Fotos. Wird sicher nicht zu meinen Lieblingsalben von Ken & Co, kann man aber durchaus hören.
Meik
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Diverse „This is our culture“
Diesen Oi!- und RAC-Sampler nord- und südamerikanischer Bands gibt es zum freien Download im Netz (u.a. unter http://www.anonym.to/?http://usofoiofsweden.blogspot.com/). Die 9 Bands sagten mir mit Ausnahme von Fighting 84 nichts, oder nur vom Namen her was. Wie es meist auf Samplern so ist, gibt es Licht und Schatten, aber man entdeckt auch immer wieder neue Bands für sich...;-) Bleach Battallion sind mir vom Namen her schon bekannt und machen dann auch Lust auf mehr. Sie spielen schön ruppigen Streetpunk. Die Qualität ist recht einfach geht aber in Ordnung. Ressiduo liefern zwei richtig geile Oi!-Kracher ab, die Bock auf die Band machen und die Aufnahmequalität kann sich auch hören lassen. Sie klingen irgendwie nach alten Klasse Kriminale, als diese noch net Klasse Kommunista waren... YoungBlood liefern dann einen schönen Hit ab, der viel Melodie hat und sehr ausgereift klingt. Armada Oi! legen zwei recht raue Oi!-Stomper nach, die qualitativ wieder nicht ganz so prall sind, die aber ansonsten Charme haben. Spirit of the Patriot hauen dann ein recht geiles Aggro-Streetpunklied raus, um dann Combate 49 den Platz zu geben... Diese sind mir durch das Fighting 84-Inti aus der letzten MF ja schon geläufig. C49 spielen rauen und recht schleppenden Oi!, welcher mich an irgend eine Band der 80er erinnert, komme jetzt aber nicht drauf. „Somos Patriotas“ gefällt mir von beiden Stücken am Besten. Die Aufnahmequalität ist auch gut. Sangre X Sangre glänzen dann mit Frauengesang und schönem Oldschool-Oi!, einfach aber gut! Die Aufnahme ist dann auch in Ordnung! Fighting 84 eröffnen ihre drei Songs mit einer Parodie eines Skrewdriversongs, „Black power“. Die Aufnahme ist leider sehr dürftig und läuft bei mir nur auf der linken Box, oder steckt da Absicht hinter?!? Die anderen beiden Stücke sind dann von besserer Qualität und gefallen mir sehr gut, wobei mir das „Class rage“ besser als „Love handles“ gefällt! Bin ma gespannt, wann die Jungs ein Album auf den Markt werfen. Den Abschluß machen Major Disappointment. Deren beide Songs zeigen nochmal, wo der Frosch die Locken hat. Schön schneller Streetpunk mit viel Melodie und alles in guter Aufnahmequalität. Da hier Studio- neben Demoaufnahmen drauf sind, klingt natürlich nicht alles gleich gut und das muß ja auch net. Der Sampler gibt einen guten Einblick in die Musik der Bands und einige Beiträge haben mich richtig neugierig gemacht. Das Ganze gibt es dann ja auch für lau und mit Cover zum Runterladen. Hier darf jeder ruhig mal ein Downloadportal besuchen. Schönet Ding!
Meik
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Freigänger „Wir sind keine Engel“ Demo-CD
Vorurteile sind dazu da, um revidiert zu werden... Das mußte ich nämlich, nachdem diese CD Kontakt zu meinem Player aufnahm...;-) Aufgrund des Namens hätte ich die Band glatt in die Schublade für Deutschrock getan, da gelassen und nie angerührt. Umso überraschter war ich, als gleich mit dem Titelsong schön schmutziger Street Rock'n'Roll aus den Kopfhörern kam und auch der Text von „Wir sind keine Engel“ sagte mir gleich zu. Auf insgesamt 8 Lieder bringt es das Demo und 3 Mal versucht man sich an Coverstücken, 2x davon wurde Combat 84 gehuldigt und wenn das „Rapist“ leider als Coverstück auch schon sehr abgegriffen ist, so gefällt mir die FG-Version doch echt gut. Textlich erfindet man die Szene nicht gerade neu, bringt alles aber schön rüber. „Ohne dich...“ hat dann auch ein paar Ska-Anleihen in der Melodie, was mir gut gefällt. Musikalisch schön rotziger Streetpunk, der Laune macht. Die Aufmachung kann sich für ein Demo echt sehen lassen. Das Demo ist limitiert auf 500 und kommt als gepreßte CD mit Faltcover. Bin gespannt, was es von den Jungs noch zu hören gibt!
Meik
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Skinboiss „Skinhead action“
Aus Finnland kommen diese Boiss die da Skin(head)s wären und nicht nur davon und darüber singen...;-) Mir sagte die Band bisher nichts, aber man kann ja nicht alles kennen. Das Debutalbum umfaßt neun Stücke, sowie zwei Bonustracks in der Demoversion. Der Opener „Make 'em run“ ist dann erstmal 'ne Kriegserklärung gegen Shitheads, Vergewaltiger, Fundamentalisten, Politik etc. Bei „Skinhead action“ gibt es dann sogar ein deutsches Intro, wie das nun mit dem Lied selber in Zusammenhang steh'n soll, weiß ich net so genau... Hier geht es dann um den Ursprung der Skinheadszene und das Revival durch Oi!. „Stomp the drug dealer“ spricht mir aus der Seele, zumal Drogen in der gesamten Szene ja immer mehr Zuspruch und Akzeptanz finden und endlich mal das Maul dagegen aufgemacht werden muß. „Sankarit“ ist dann ein Stück komplett auf Finnisch, welches aber das einzige in der Richtung ist. Im Großen und Ganzen Texte, die alle angehen und Texte von Skins für Skins, nicht mehr und nicht weniger. Wieder eine Band, die was zu sagen hat und sich nicht davor scheut, ehrlich zu sein. Mit „Skin Skin Skinhead“ ist dann auch ein skalastiges Stück an Bord, welchem es aber nicht an Rohheit fehlt. Insgesamt schön rotziger Skinhead Rock'n'Roll mit der nötigen Prise Melodie...;-) Einige Sachen wie z.B. „Politicians“ finde ich persönlich dann etwas zu schleppend, aber ein Lied macht ja noch kein schlechtes Album. Die CD hat ein schönes Cover, aber leider nur einen Falteinleger. Dafür aber mit allen Texten und Credits.
Meik
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Millie „My boy lollipop ...and 31 other songs“
Sicher Die „Best of...“ von Frl. Small und wesentlich leichter zu haben wie die „Melting pot“-Scheibe...;-) Neben dem Klassiker „My boy lollipop“ gibt es hier noch 31 weitere Songs der Künstlerin zu hören. Das Titelstück stammte ja eigentlich gar nicht von Millie, dennoch wird es unweigerlich mit ihr in Verbindung gebracht und es war dann ja auch der erste Skatitel, der in Europa berühmt wurde. Aber auch sonst befinden sich auf dieser Compilation noch einige Coversongs, so z.B. „Walking to New Orleans“, oder „See you later alligator“. Hier glänzt Millie durchweg mit ihrer piepsigen Stimme, die nicht jedermanns Sache ist und ich kann es auch net immer hören. Neben Ska gibt es hier auch Rock'n'Roll-Anleihen zu hören und das macht das Album gleich massenkompatibler. Die Aufmachung ist sehr dürftig. Der Falteinleger bietet zwei Fotos und eine Kurzbio. Wenn es auch ein gutes Werk ist, sich eine Übersicht über das Schaffen von Millie zu machen, so fehlen doch irgendwie die Skinhead Reggae-Sachen. Trotzdem eine schöne Scheibe mit einigen schönen (Cover)Klassikern.
Meik
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Kriegsberichter „Hatepunk Magdeburg“ Demo-CD
In Magdeburg scheint der musikalische Untergrund noch in Dortmund zu sein, wenn man sieht, was sich da und im Umland in Sachen Bands so tut...;-) Und Kriegsberichter stellen dies nur einmal mehr unter Beweis. Auf 9 Lieder bringt es das Demo und mit „Going down the bar“ wurden die Wretched Ones gecovert. Textlich ist es schön unangepaßter (Hate)Punk und man macht auch nicht vor Kritik halt, die sich gegen die eigene Szene richtet. So soll es sein! “AFAssholes“ und „Prejudice“, sowie das Coverstück sind dann auf Englisch gesungen. Musikalisch ist es schön rotziger Punk, aber mit viel Melodie. Das Lied „Kriegsberichter“ hat dann auch Ska-Anleihen. Von der Aufnahme her klingt das hier nicht unbedingt nach einem Demo. Die Aufmachung kann sich für ein Demo auch sehen lassen. Die Papphülle ist komplett bedruckt und Ihr bekommt ein Blatt mit allen Texten mitgeliefert und dem setzen KB noch einen drauf, denn die CD kommt in Vinyloptik. Das Demo ist auf 250 limitiert. Schönes Ding!
Meik
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Drunken Bastards „No discussion, no debate“
Oh hauerhauerha, ich dachte, daß die rotzigen Folkpunkbands nun gezähmt sind, oder nicht mehr existieren. Drunken Bastards belehren mich eines Besseren und rotzen hier ein Folkpunkbrett hin, wie es The Pogues oder Dropkick Murphys nur in den good ol' days taten, sehr schön! Auf 10 Stücke bringen es die Jungs und was darf bei so einer Band nicht fehlen??? Richtig!!! Ein Cover von „Wild rover“ und genau das gibt es hier auch zu hören, aber eine geile Intonierung! Lieder wie „Smoke another“, „Fisherman“, „Drunk again“ und „Drunken Bastards song“ sowie die dargebotene Musik dürften für sich selbst sprechen. Musikalisch klingt alles schön rau und rotzig, aber mit der nötigen Irishfolk-Kante. Gerade das Ungeschliffene und Rohe in der Musik der Bastarde dürfte ihnen viel Sympathie einbringen, meine haben sie im Sturm erobert! Die Aufmachung ist leider etwas dürftig und es gibt nur einen Falteinleger, diesen aber in netter Optik, aber leider ohne Texte etc. Dennoch eine geile CD und darüber wird jetzt auch nicht mehr diskutiert oder debattiert!
Meik
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Ultima Thule „Vikingabalk“
Und noch 'ne Wiederauflage eines Klassikers. Das Album wurde bereits rund 80.000 Mal verkauft und brachte den Schweden Gold ein...;-) Die Erstauflage erschien 1997 und der Titel stammt aus einem Gedicht von Elias Tegner. So, nun aber genug meines Wissens, welches ich übrigens der Biographie von UT entnahm...;-) Habe zwar einige Thule Alben in der Sammlung, höre diese aber irgendwie zu wenig und wenn ich es dann doch mache, bin ich immer wieder begeistert, wie geil sie doch sind... Dieses Album wartet mit 13 Stücken auf, wovon 2 Coverstücke sind und nicht auf Schwedisch gesungen werden, nämlich „Runaway“ und „When Johnny comes marching home“. Wer die Schweden kennt, der weiß, daß sie nicht einfach lieblos irgendwelche Cover hinrotzen, sondern diese mit viel Spielfreude rüberbringen. Und über die eigenen Stücke muß man eigentlich nicht viele Worte verlieren, da es fast ausnahmslos immer Hits sind. Besonders hervorheben tun sich auf dieser Platte dann „Vargsang“, „Sang i Danziger gatt“, „Balladen till Sverige“, „Da svallar vart vikingablod“ und natürlich die beiden Coverstücke. Textlich und musikalisch gibt es hier die gewohnte Thule-Kost, nämlich Vikingrock von den Begründern des Genres. Mal sehr mitreißend, mal etwas ruhiger, aber immer mit viel Melodie und immer den Nerv treffend...;-) Das schön gestaltete Beiheft kommt mit allen Texten und einigen Fotos. Schöne Scheibe der Schweden!
Meik
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Close Shave „Lone riders“
Nicht nur die Band ist zurück, sondern auch deren drittes Album wurde von Dim Records nochmal neu aufgelegt und ist somit „back with a bang“, schönes Ding! Wer das Originalalbum nicht hat, kommt denn halt jetzt in den Genuß, sich die 10 Stücke zu holen und sollte das auch tun...;-) Wer der Band nun irgendwelche Sympathien zu extremistischer Politik unterstellen will, der sollte sich ma das Lied „War“ anhören und dann für immer sein Maul halten! Close Shave machen Oi!, nicht mehr und net weniger! Musikalisch klingt hier alles schon ausgereifter und streckenweise sehr rockig und melodisch, wie noch auf den Vorgängern. Close Shave versprühen hier den typischen britischen Charme, der die Band auch zu einer der Großen von der Insel machte. Das „Booklet“ wurde nochmal überarbeitet, ist aber dennoch leider nur ein Klappcover. Dafür aber mit allen Texten und ein paar Fotos. CD und Innenseite der Hülle kommen im schönen England-Layout. Eine geniale CD einer genialen Band! Pflicht!
Meik
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West Side Boys „Reste fier“
Nach dem „Are back“-Album der neueste Kracher der Franzosen. Leider ist von der Band ja kaum noch was übrig und wenn lediglich der Gitarrist über bleibt, frage ich mich immer, in wie weit der Name noch gerechtfertigt ist, aber sowas ist eine andere Sache... Auf 15 Lieder bringt es das Album hier und ohne Umschweife muß ich sagen, daß es schon sehr an alte WSB anschließt und somit der Name doch irgendwie gerechtfertigt zu sein scheint. Zu den Texten kann ich aufgrund der Sprachbarriere nicht viel sagen, lediglich Songs wie „Armée de la terreur“ und „Tatoué“ lassen erahnen, um was es in etwa geht... Und auch wenn ich mich wiederhole, kann ich hier nur sagen, daß es musikalisch ganz in die alte WSB-Kerbe schlägt. Nämlich Franzmannmusik mit viel Melodie, die aber nicht gerade wie die typische Franzosenmusik klingt, denn die West Side Boys hatten schon immer ihren eigenen Stil. Viel Melodie und öfter auch fette Chöre lassen das Ganze zum Hörgenuß werden. Die Aufmachung kann sich auch sehen lassen. Die CD kommt mit fettem Booklet, allen Texten und tollem Layout. Schön ist auch, daß die Labelwerbung nur auf einem Beiblatt ist und nicht im Booklet verwurzelt ist. Pflicht!
Meik
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Millie „Melting pot“
Ein paar persönliche Worte vorweg: Diese CD habe ich gesucht wie das Bernsteinzimmer und immer, wenn ich dachte, jetzt habe ich sie, war sie entweder vorerst nicht lieferbar, verschwand auf dem Postweg, oder war nicht mehr lieferbar. Nach mehreren Bestellversuchen und etlichen Wochen des Wartens landete dann der Umschlag mit der gesuchten Scheibe endlich bei mir im Kasten und das Warten hatte sich wahrlich gelohnt...;-) Übrigens hatte ich nicht wieder bei Randale bestellt, die Geschichte klingt aber fast so, oder?!? Im Gegensatz zu Millies Mainstreamhits befinden sich auf dieser Scheibe dann doch eher rare Perlen und zwei ihrer wohl widersprüchlichsten Songs, nämlich „White boys“ und „Enoch power“. Beides Lieder, die sicher die aufgewühlte Zeit im damaligen England widerspiegeln, aber auch die Frage hinterlassen, was die Sängerin mit den Songs bezwecken will oder wollte. In „White boys“ geht es um die sexuelle Ausstrahlung, welche von den weißen Jungs ausgeht. Und „Enoch power“ ist eine mehr oder minder Huldigung des rassistischen Politikers Enoch Powell. Zwar geht es in dem Song eher um das Leben der Jamaikaner im Groß Britannien der damaligen Zeit und daß diese am Wochenende zusammen mit weißen Jugendlichen zu Reggae abfeiern und alle gemeinsam „Enoch power“ singen. (Beginnen tut das Lied übrigens mit einer Bläserversion der deutschen Nationalhymne.) Letzten Endes können beide Lieder wohl im Zusammenhang mit der damaligen Zeit und den herrschenden Vorurteilen und das Bedienen dieser Klischees gesehen werden... Der Titel des Albums schlägt ja auch in die Kerbe, wenn das Stück auch eher ein Zusammenleben aller propagiert. Hier treffen viele Widersprüche aufeinander. Aber gerade das und auch die Form der hier vorliegenden Lieder läßt das Album zu einem Sammlerstück werden, welches man auch gut und gerne oft hören kann und sollte. Einige Lieder erinnern dann auch schon fast an Blondie. Die Stimme von Millie ist hier auch nicht so piepsig wie auf vielen anderen Werken sonst. Musikalisch ist es schöner Skinhead Reggae mit tollen Melodien. Die Aufmachung ist leider sehr spartanisch und der Einleger beinhaltet eine Kurzbio der Künstlerin und much Labeleigenwerbung. Dennoch ein schönes Album mit vielen tollen Liedern!
Meik
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Dead On's „Letters from...“
7 geile Streetpunkkracher aus Finnland, die durchaus mit den „ganz Großen“ mithalten können bzw. sich nicht hinter denen verstecken brauchen. Mir sagte die Band bisher gar nichts, da hier aber eine Frau den Gesang übernimmt, stand sie schon länger auf der Wunschliste. Etwas abgeschreckt hatte mich eigentlich nur das Madonnenbild vom Cover, da man hinter sowas sicher alles vermutet, nur eben halt keinen Streetpunk...;-) So war ich aber dann doch gleich beim ersten Hören der Scheibe völlig angetan und versöhnt. Sehr melodische Musik paart sich hier mit einer tollen Stimme. Textlich geht es in den 7 Liedern um Dinge des Alltags und Fragen, die sich darum drehen. Musikalisch, wie schon erwähnt, schön melodischer Streetpunk und die Stimme von Sängerin Hanna erinnert streckenweise immer wieder an Deadline, was aber durchaus positiv zu werten ist. Die CD gibt es in zweierlei Aufmachung. Mir liegt die Special-Edition in Metallbox mit Poster und Buttons vor. Die Metallhülle ist mit dem o.g. Madonnenbild bedruckt und sieht sehr edel aus. Das Poster hat das gleiche Motiv. Welchen Bezug das Madonnenbild nun zur Band hat, entzieht sich meiner Kenntnis... Der Falteinleger beinhaltet alle Texte und einige Fotos und die CD ist insgesamt auf 500 Einheiten limitiert (die Metallbox hat übrigens nur 'ne 100er-Auflage). Wem Deadline inzwischen zu sehr Mainstream sind und wer sich nach guten Streetpunk mit Frauengesang umschaut, kommt an Dead On's nicht vorbei! Bin gespannt, was wir von den Finnen noch zu hören bekommen.
Meik
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Udo Lindenberg „The Collection“ 3 CDs
Für einige ist Deutschrock untrennbar mit Bands wie den späten Onkelz, FreiWild, oder Krawallbrüder verbunden und bis auf erstere, sind alle doch nur billige Kopien. Für ältere Semester ist Deutschrock aber auch Westernhagen, alte Grönemeyer und der olle Lindenberg und sein Panikorchester. Wie dem auch sei, zusammen mit seinem neuen Album holte ich mir diese „Best of...“-CDs, um mich mal wieder an Lindenbergs besseren Jahren zu erfreuen. Auf den drei CDs geht es quer durch seine Diskographie und man vermißt nur wenige Sachen, für mich fehlt eigentlich nur 'ne Originalversion von „Reeperbahn“... Selbst das dumme „Panik-Panther“ fehlt hier nicht. Lindenberg hatte ja immer schon eingängige Melodien und im Kopf bleibende Texte und somit hat man hier genug Zeugs zum zwischendurch Hören. Musikalisch gewohnte Lindenberg-Kost. Die Aufmachung ist nicht weiter erwähnenswert, da hier kaum was geboten wird. Dennoch Deutschrock zum guten Preis...;-)
Meik
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Udo Lindenberg „MTV unplugged – Live aus dem Hotel Atlantic“ Do-CD
Wird man derzeit im Radio mit zwei bis drei Neuintonierungen von Liedern des Albums quasi zugemüllt, so erinnerte mich das aber auch daran, daß Uns Udo ja doch den einen oder anderen brauchbaren Song hat(te). So kaufte ich mir das Album, zumal mir einige von den „MTV unplugged“-Sachen gut gefallen (z.B. das von den Toten Hosen) und ich für Livescheiben immer zu haben bin; zudem wollte ich mit einigen Songs einfach mal wieder Erinnerungen nachhängen. Ich muß noch sagen, daß es von der Aufnahme zwei Versionen gibt, nämlich einmal eine Einzel-CD, wo einige Lieder fehlen und halt die mir vorliegende Do-CD. Hierauf befinden sich dann auch viele von Lindenbergs Klassikern wie z.B. „Mein Ding“, „Ich lieb dich überhaupt nicht mehr“, „Wozu sind Kriege da“, „Ein Herz kann man nicht reparieren“, „Reeperbahn“, „Cello“, „Unterm Säufermond“, „Horizont“, oder aber „Alles klar auf der Andrea Doria“. Unterstützung erhält Lindenberg hier von diversen Gästen, die sich meist gut ins Set einfügen. Einzig nervend ist Polypen-Jan (Delay), der den sehr guten Song „Reeperbahn“ doch qualitativ etwas abwertet. Musikalisch klingt alles mehr als gut abgestimmt und von unplugged ist hier nicht viel zu hören, was auch etwas schade ist, da mehr manchmal weniger ist... Der größte Schmu ist aber, daß alles nicht im Atlantic, sondern bei Kampnagel aufgenommen wurde und schade ist auch, daß die Lieder auseinander gerissen wurden und so die Liveatmosphäre nicht gänzlich da ist. Zur Ehrenrettung der Aufnahme muß ich aber sagen, daß das Publikum während den Liedern immer wieder eingefangen wurde und auch Ansagen zum einen oder anderem Lied net fehlen. Alles kommt im Digipack mit Hochglanzbooklet und einer kleinen Geschichte zum Album und einigen Fotos von den Aufnahmen. Hier zeigt der Panikpanther, daß er nicht nur Scheiße aussehen kann...;-) Trotz einiger Schwächen gefällt mir das Album gut.
Meik
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Scum „The fight goes on – The collection“
Auch diese CD war nicht erste Wahl und verzeiht mir, wenn ich von dieser Band, oder diesem Projekt bis dato nichts gehört habe... Um so häufiger lOi!ft das Teil dafür in letzter Zeit bei mir, weil die Lieder meinen Nerv voll treffen. Neben der 16 Lieder umfassenden „Collection“ gibt es noch 3 Demosongs aus dem Jahr 2001 und einige Bonussongs, die 2005 live mitgeschnitten wurden. Insgesamt bringt es die CD auf 27 Lieder. Textlich gibt es eine typisch britisch-patriotische Kante, ohne sich einzuschleimen, dafür aber schön bissig und kritisch. Lieder wie „“Drug pusher“, „Reclaim the streets“, „Backstreet fight“, „English and proud“, oder „Y.B.S.A“ („Yorkshire Barny, Punk Rock Army“) dürften klarmachen, für was Scum stehen. Musikalisch richtig dreckiger, britischer Oi!, wie ich ihn liebe und wovon man eigentlich nie genug bekommen kann...;-) Die Aufmachung kann sich auch sehen lassen und das Booklet kommt mit Bildern und Texten. Zugriff!!!
Meik
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The Pagans „Hate till justice reigns“
Diese CD ist typischer Beifang, da mir die Band nichts sagte und auch der Name eher nach BM klang, war ich erst skeptisch, aber für 'n paar Schekel nimmt man sowas ja gerne mit... Inkl. Intro gibt es 10 Lieder, wovon der letzte Track schon als Bonustrack ausgewiesen ist. Textlich dreht sich alles um Freiheit und Rebellentum und anderen Kram, den unsereiner nachvollziehen kann. Selbst verorten die Jungs sich im Streetpunk und das bringt das Ganze auch schnell auf den Punkt... Hier und da noch ein Schuß 80er Metal und Rock'n'Roll mit viel Melodie, raus kommen The Pagans und das ist auch gut so! Die Aufmachung glänzt nicht so, geht aber in Ordnung. Es gibt ein schmales Booklet mit Texten und ein paar Bilders. Tolle CD, die man öfter hören muß!
Meik
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Wellington Arms „Valencia“ -Demo
3 Song Demo einer... Ach, das hatten wir schon, haha. Dennoch drei Lieder, ein Demo und wieder Amerika. Hier gibt es die Songs „International lover“, „Valencia“ und „We're young“ zu hören. Musikalisch ist es ein schön rotziger Sound, der an ältere Ami-Oi!-Bands angelehnt ist und wirklich gut klingt. Die Abmischung ist nicht ganz so toll, aber für ein Demo durchaus hinnehmbar und gerade dadurch hat das Werk den guten alten Democharakter. Dem Demo beigefügt war ein farbiger Einleger. Ob Ihr das Teil nun nur als Download, oder auch als CD bekommt, kann ich nicht sagen. Ein tolles Demo, bin gespannt, wie sich die Jungs und das Mädel weiter entwickeln.
Meik
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Fighting 84 „Never give in“ -Demo-CD 2011
3 Song Demo einer jungen aufstrebenden Band aus Amerika, welche sich musikalisch dem 80er- und 90er-Sound damaliger Musikheroen verschrieben haben. „The tide will turn“, „Vengeance tonight“ und das Titelstück sind mittelschnelle Stampfer, die schön rotzig und rockig daherkommen. Alles als DIY-Aufnahme, aber in guter Qualität. Mir gefallen die Sachen echt gut und ich finde es schade, daß es nur 3 Stücke sind, aber genau für solche Sachen wurde ja die Repeattaste erfunden...;-) Das Demo bekommt Ihr bei der Band direkt und mehr über Lieder und Musik erfahrt Ihr in der #22 im Interview.
Meik
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Völund Smed „Tvahundrafjorton“
Dieses Schmuckstück legte ich mir auf dem Kuggnäs Festival in Schweden zu. Als ich so über den Platz streifte, sah ich eine ewig lange Schlange vor dem Völund Smed-Stand. Da fiel mir wieder ein, dass ich gelesen hatte, dass Völund Smed ausschließlich für dieses Festival eine (diese) CD eingespielt hatten. Kurz entschlossen quälten wir uns in die Schlange. Nicht nur, dass die CD streng limitiert, handnummeriert und von allen Bandmitgliedern handsigniert ist!!! Nein!! Es gibt bzw. gab sie auch nur auf diesen Festival zu kaufen. Und das auch nur ein paar Stunden, weil dat Teil schnell vergriffen war!! Nach dem Live Auftritt und dem hören der CD kann ich total verstehen, dass die Schweden bei Völund Smed so ausrasten. Da passt wirklich alles zusammen!! Absolut genialer Gesang mit melodischer und zugleich druckvoller Musik. Also Vikingrock der Güteklasse A!!! Nicht nur der Gesang ist Garant für die Hammerscheibe. Die Band besteht zum Großteil aus alten HEL Mitgliedern und Jocke Karlsson prescht an der Gitarre was das Zeug hält. Wenn das mal nix ist!! Bleibt nur zu hoffen, dass dieses Album in irgendeiner Form nochmals nachgelegt wird!!
Dennis
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The Firm/The Pride „Looking for trouble Vol. 3“ Split-CD
Nummer 3 der Splitreihe, diesmal mit The Firm und The Pride. Beide Bands sind ja auch auf dem „United Skins for freedom of speech“-Sampler vertreten und dürften daher schon einigen bekannt sein. Den Startschuß geben The Firm aus Holland und legen gleich sechs Kracher vor. „Guttersnipes“ zeigt dann auch gleich textlich, wofür die Band steht. Man scheißt auf Politik, hört nicht auf die Medien, spielt Rock'n'Roll; oder aber bezeichnet sich einfach nur als Wahnsinnige, die in einer Punkband spielen. Gewalt, Bier und Jägermeister hilft die Jungs durch die Nacht... Mehr braucht man bald gar nicht mehr zu sagen, um die Band zu positionieren, oder?!? Aber der Gerechtigkeit halber auch hier noch ein kleiner Überblick über die anderen Texte. In den anderen Liedern geht es darum, wenn einem alles ankotzt und man einfach explodieren möchte; falsche Freunde; die Härte des Lebens. Mit „Birth control“ und „Xenophobic“ dürften die Jungs sich nicht gerade bei allen beliebt machen, da hier ma Tacheles geredet wird und die Jungs ihre Meinung kund tun. Schlimm?!? Nee, ist ein verbrieftes Recht, auch wenn es net allen paßt!!! Musikalisch ist es schön melodischer Streetpunk/Oi! mit 'ner härteren Kante, der echt gut rüber kommt. Die Jungs können voll und ganz bei mir punkten und ich werde sie im Auge behalten...;-) The Pride legen dann mit einem Intro los und das macht musikalisch schonma Bock auf Salzwasser, ähm mehr... „Rampage“ ist dann auch gleich der Anschlußkracher und bleibt gleich hängen, sehr geil! Wofür denn Lieder wie „Fuck you“, „Hooligans“, „Riot“ und „Beer & friends“ stehen, dürfte klar sein. Mit einem Outro verabschieden sich die Jungs dann letztendlich. Auch The Pride spielen 'ne härterere Kante Skinheadrock. Textlich und musikalisch schließen The Pride nahtlos an The Firm an und harmonieren echt gut zusammen, sodaß die Bandauswahl für diese Split nicht besser hätte sein können...;-) Beide Bands spielen schön harten und melodischen Skinheadrock, der irgendwo zwischen Condemned 84 und TMF liegt. Hier nun einen Sieger auszumachen ist schwer bis unmöglich und ich verorte beide auf der Gewinnerseite. Lediglich „In-“ und „Outro“ bei The Pride lassen kleine Minuspunkte zu, da so die Zeit für ein Lied verschenkt wird, wenn sich beides auch hören lassen kann... Die Aufmachung schließt an die ersten beiden Teile der Reihe an und kommt mit Fotos und Texten in der bewährten Verpackung. Freue mich schon auf weitere Teile dieser Split-Reihe!
Meik
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Vindicate This! „Stronger than yesterday“
Diese schon etwas ältere CD holte ich mir zum Schnäppchenpreis und wußte nicht, was mich erwarten würde, aber erstma haben...;-) Nu' bin ich schlauer und aha, die Jungs kommen aus Schweden und spielen schön schmutzigen Streetpunk, Skinhead Rock'n'Roll, or whatever...;-) Textlich geht es um betuchte Schlampen, die in der Szene nichts zu suchen haben; Pubgeschichten; Opfer der Gesellschaft und andere Dinge die man mag, oder nicht. Also alles szenerelevante, aber sehr nice verpackt...;-) Musikalisch ist es, wie ja schon erwähnt, schön rotziger Streetpunk oder Skinhead Rock'n'Roll mit viel Melodie. Der Aufdruck der CD erinnert stark an Rock-O-Rama und auch das Booklet ist recht einfach gestaltet. Alles in schwarz-weiß Optik mit allen Texten und 'ner Fotodoppelseite. Trotz alledem eine schöne Scheibe!
Meik
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I Don't Like You „Keine Reue“
Endlich warten die Thüringer mit ihrem Debut auf und Kollegen werden nun fragen, warum „endlich“, da ich sie immer wieder mit den Liedern des Albums „nervte“. Allerdings war da das Album noch nicht auf dem Markt und ich durfte es vorab schon Probehören, um einen passenden Text für den Werbeflyer zur Platte zu schreiben... Wie dem auch sei, nun ist das Album da und ich habe nicht nur was zum Hören, sondern auch was zum Glotzen. Was sich bereits vorab abzeichnete, wird hier nur bestätigt...;-) Hier gibt es Skinhead Rock'n'Roll pur und das mitten in die Fresse aller PC-Spinner, Besserwisser-Skinheads und Prollpropheten. Eröffnet wird der Reigen mit einem schönen Intro, welches leider etwas abrupt abbricht, dann geht es mit dem Titelstück weiter und hier wird gleich klar gemacht, daß man sich hier nicht viehisch unterwirft, sondern Wert auf eigene Meinung legt. Das geniale „Hand in Hand“ kennen viele sicher noch vom Demo. In „Feinde der Freiheit“ übt man Kritik gegen die schleichende Islamisierung. „100 Millionen“ ist ein klassischer RAC-Song und das im wahrsten Sinne des Wortes. Mit „Thüringen“ gibt es dann auch eine Hymne auf die Heimat von I Don't Like You, die musikalische Inspiration beruht auf einen Perkele-Song. Mit „Streetfight“ und „I don't like you“ wurde dann zweimal die namengebende Band gecovert. 11 Songs plus Intro sind es insgesamt. Musikalisch ist es schön rauer Skinhead Rock'n'Roll mit viel Melodie. Hier paßt einfach alles! Schön kritische und unangepaßte Texte gepaart mit geiler Musik, die noch nach Skinhead klingt und auch von Skinheads gemacht wird. Die Aufmachung kann sich auch sehen lassen! Das Cover ist genial und das Booklet hat ein schönes Artwork und kommt mit allen Texten, Grüßen, Credits und Fotos. Holen!!!
Meik
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Hais & Fiers „Timebomb“
Es ist ja schon etwas Zeit vergangen, seitdem das Kracheralbum „Coupable“ erschien und nu' kommt der nächste Wurf in Form einer Mini-CD mit 6 Liedern. Musikalisch knüpft man nahtlos an alte Erfolge an und textlich gibt es wieder nur Heimatkost aus Frankreich, Frankreich..., also nicht gerade verständlich für Meinereiner. Allerdings läßt man im Booklet Bilder neben den Texten sprechen und man darf erahnen, um was es hier geht. Würde mal sagen RAC'n'Oi! in Reinkultur. Musikalisch ist es ein harter, aber melodischer Stiefel, der durchaus mit dem Vorgängeralbum zu vergleichen ist, ohne hier abzuwerten. Die Aufmachung kommt 'nem Vollalbum gleich und das Beiheft ist echt klasse gestaltet und enthält neben Fotos und Grüßen auch alle Texte. Super CD der Franzosen, die das Warten auf den nächsten Longplayer sicher mehr als verkürzt!
Meik
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The Prideful Demo-EP
Neue Band aus Finnland. Aufmerksam wurde ich auf die Band via myspace und durch die schicken T-Shirts beim Skinhead Service...;-) Da ich aber nicht gerne Werbung für etwas laufe, was ich nicht kenne, bestellte ich mir das 4 Songs umfassende Demo. Die Lieder „Who to blame“, „This is our day“, „Yelling loud“ und „Kings & queens“ gefallen mir recht gut. Musikalisch ist es rauer Skinhead Rock'n'Roll, der mir echt gut gefällt, wobei die Einflüsse hier klar bei den Bands der 80er liegen dürften... Die Aufnahme ist für ein Demo recht hochwertig und die CD kommt mit tollem Cover und schön gestalteten Falteinleger. Schönes Demo, bin auf weitere Veröffentlichungen gespannt.
Meik
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Booze & Glory „Trouble free“
Ist ja noch gar nicht so lange her, als das Debut der Briten erschien und einschlug wie 'ne Bombe. War also eigentlich klar, daß ich das neue Album bestellen mußte, um zu gucken, ob das Niveau gehalten werden konnte... Um es kurz zu machen: Die Jungs haben ihre Hausaufgaben gemacht und konnten an „Always on the wrong side“ anschließen und liefern hier wieder ein tolles Album ab. Textlich geht es neben Fußball und das Trinken mit Freunden auch um die Ausbeutung des Arbeiters, Internethelden, „Plastic Skinheads“, aber auch das traurig stimmende Thema Krieg und Soldaten, die nicht zurückkommen. Musikalisch wieder gewohnt Booze & Glory. Hier verschmelzen Texte und Musik zu einer gewohnt guten Einheit. Das Cover gefällt mir sehr gut und auch das ganze Booklet ist sehr schön gestaltet. Neben Texten und Danksagungen gibt es noch Fotos der Bandmitglieder, sowie andere Schnappschüsse. Geile CD mit Kaufempfehlung!
Meik
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Straw Dogs „91 – 97“
Noch 'ne Compilation. Insgesamt gibt es hier 23 Songs der Straw Dogs, wobei 8 davon noch Bonuslieder sind. Gibt also 'ne ganze Menge Stoff von dieser Skinheadlegende, die ja im September auch ein neues Album veröffentlichen. Neben Singles und Samplerbeiträgen gibt es hier noch B-Seiten und Demoaufnahmen zu hören. Textlich gibt man sich kritisch, rebellisch und scheut sich auch nicht, mal Kritik an der kränkelnden Szene zu üben. „Havin' a laugh, havin' a say“ hat hier noch 'ne Bedeutung und verkommt nicht zu einer leeren Worthülse. So soll es sein! Musikalisch ist es schön rauer Oi!, wie man ihn aus den 80ern und 90ern kennt. Erinnert streckenweise schon etwas an die Public Enemy ohne P. Burnley. Die CD kommt mit tollem Cover, 'ner kurzen Story und allen Texten in einfacher Aufmachung. Schönes Ding, zugreifen!
Meik
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The Byrds „Greatest Hits – The Byrds play Dylan“
Coversongs rules are okay, haha. Die Band ist nicht identisch mit den Briten The Birds und die hier sind auch eher im Bluegrass- und Folksektor zu verorten. Mich sprach die CD wegen der Coversongs und der schönen Metallbox an, haha. 13 Mal covern The Byrds hier die Hippieklassiker von Bob Dylan und das auch sehr gut. Mir gefallen besonders gut „Mr Tambourine man“, „The times are changin'“ und „It's all over now“, wobei der Rest aber auch gut ist, gehören nur nicht unbedingt zu meinen Lieblingsstücken von Dylan. Die Aufmachung kann sich echt sehen lassen. Die CD ist einer Platte nachempfunden und kommt in einer schicken Metallbox. Lediglich der Aufkleber mit Coverbild und den Liedern wirkt etwas störend und der Falteinleger mit der Liedübersicht ist auch unsinnig... Trotzdem eine schöne CD!
Meik
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The Kinks „You really got me – The best of ...“
Etwas Beatmusik gefällig?!? Aber mit diesem Etikett dürfte man der Band wohl kaum gerecht werden, da Kritiker The Kinks auch zu den Urvätern des Punk und Britpop zählen... Aber kümmern wir uns nicht um Gerüche, äh Gerüchte, sondern um die Platte. Die 20 Lieder geben einen guten Überblick über das Schaffen dieser Band und da sind schon etliche Kracher mit drauf, die auch die Jüngeren unter Euch kennen dürften... So z.B. „You really got me“, „Sunny afternoon“, „Waterloo sunset“, oder „Lola“. Gerade von diesen Liedern kann ich nicht genug bekommen und höre sie oft und wenn man ma das Glück hat, daß sie im Radio Musik spielen, dann wird der Regler bei diesen Liedern auf jeden Fall nach rechts geschraubt...;-) Viel muß man zu Liedern und Musik nicht mehr sagen, da Band und Lieder für sich selbst sprechen... Die Aufmachung ist etwas spärlich und im Falteinleger gibt es 'ne kurze Bandstory und ein paar Bildchen der Band. Oldies but Goldies!
Meik
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Marching Orders „Nothing new“
Nichts Neues, wie es der Titel ja schon sagt, dafür wurde aber das alte Vinylmaterial hier auf die CD geschaufelt. Mir sagten die Australier bisher gar nichts und ich frage mich jetzt „Warum?“... 20 Stücke gibt es auf der CD zu hören und mir gefiel die Scheibe gleich von Anfang an. Textlich geht es auch hier um Lieder der Straße und das Leben in der Subkultur im Allgemeinen und das alles sehr schön verpackt. Marching Orders nun musikalisch einzuordnen fällt mir nicht gerade leicht, haha. Vielleicht ein Schuß Rose Tattoo, ein Quentchen Condemned 84 und viel Streetpunk, whatever, das Ergebnis kann sich hören lassen! Die CD kommt im aufklappbaren Digipack mit Infos zu den hier verbratenen Schallplatten und einer kleinen Bandstory. Alles in echt toller Optik. Zugreifen!
Meik
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Brassic „Voice of freedom“
Die Scheibe war schon längere Zeit auf meiner Einkaufsliste, hatte sie doch bisher durchweg gute Kritiken bekommen. Und auch ich war angenehm überrascht, als ich die Platte das erste Mal hörte. Gleich beim ersten Lied fiel mir auf, daß hier eine gehörige Kante alter Skrewdriver mitklingt...;-) Na das kann ja heiter werden, dachte ich mir da. ...und die Stimme klingt teilweise nach alten Bully Boys, was für eine geile Mischung, haha. Diese angenehmen Nebenwirkungen ziehen sich dann auch durch das komplette Album...;-) Textlich geht es um Stolz, Patriotismus, Freiheit und alles Relevante... Musikalisch hat man sich den 80ern und 90ern verschrieben und, wie bereits erwähnt, würde ich es mit alten SD-Aufnahmen vergleichen. Im Gegensatz zu vielen Amikapellen gibt es hier kein Geknüppel und Gebolze, sondern schön rockigen Skinhead Rock'n'Roll. Mit „Evil has landed“ gibt es auch ein Coverstück der Arresting Officers. Die Aufmachung kommt mit Fotos, Danksagungen und allen Texten im Booklet. Tolle CD, kaufen!
Meik
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Bisson & The Vikings „The steelcapped story“
Ich habe lange überlegt, ob ich die CD brauche, oder nicht, da ich sicher gleich Vergleiche zu Steelcapped Strength ziehen würde und dann sicher etwas enttäuscht wäre... Ich bestellte mir die CD doch und war angenehm überrascht, da sie sehr oft doch nach den alten Steelcapped Strength klingt und das ist genial so! Der Opener „Doc Marten Party“ überzeugte mich noch nicht ganz, aber gleich Lied Nummer 2 („Greetings“) klingt voll und ganz nach alten SS. Bei einigen Liedern kommt dann auch 'ne Doublebass zum Einsatz, was mir nicht ganz so zusagt, aber der Störfaktor hält sich angenehm in Grenzen... Textlich ist es wieder eine patriotische Kante mit gesellschaftskritischen Texten und Lieder über Freundschaft and so on. Dieter von KBK wurde auch ein Lied gewidmet und hier gefällt mir die Textzeile „...Dieter now you are free...“ aus dem Refrain echt sehr gut. Trotz des traurigen Hintergrunds hat es das Lied in sich! Mit dem Titelsong setzt Bisson Steelcapped Strength ein musikalisches Denkmal und hat damit eine schöne Hymne geschaffen, höre das Lied echt oft und gerne, zumal ich SS schon von Anfang an gerne gehört habe. Textlich und musikalisch gibt es hier keine Ausfälle und Gefangene werden nicht gemacht! Zu den 12 regulären Stücken kommen noch 3 unveröffentlichte Songs von SS aus dem Jahr 2007 und ein Stück, welches Bisson seiner Freundin widmete. Der erste Bonussong ist mir einfach zu schnell und kratzt schon am Metal und sagt mir nicht so zu, auch die anderen beiden sind nicht unbedingt mein Fall. Das seiner Freundin gewidmete Lied ist eine Ballade. Die CD wurde selbst produziert und ist leider etwas einfach aufgemacht. Die Coverzeichnung erinnert von der Einfachheit fast an das Debut von Steelcapped Strength und im Falteinleger sind lediglich Danksagungen und ein paar Worte zur CD, sowie ein paar Fotos vorhanden. Schade, da hätte man mehr draus machen können. Aber auf jeden Fall eine echt geniale Scheibe von Bisson!
Meik
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The Pogues „Original album series“ 5 CDs
Hier gibt es die ersten 5 Alben der Folkpunker im Original-Artwork, allerdings nur in einfacher Papphülle und ohne Booklet, dafür aber sehr günstig... Aber der Reihe nach. Im einzelnen bekommt der Käufer hier die Platten „Red roses for me“, „Rum, sodomy & the lash“, „If I should fall from grace with god“, „Peace & love“ und „Hell's ditch“ in einer Box. Danach folgten ja nur noch das weniger erfolgreiche Album „Waiting for herb“ (ohne Shane als Sänger) und „Pogue mahone“ und von daher hat man hier schon fast alle Klassiker beisammen. Zu den Liedern und der Musik muß ich wohl nicht mehr viel sagen, kennt eh jeder... Wer mal hören will, wer Bands wie Flogging Molly, Dropkick Murphys oder die Porters beeinflußt hat, der kommt an den Pogues nicht vorbei. 5 CDs voller Partykracher im unverwechselbaren Pogues-Stil, die keinen ruhig lassen sollten... Die Aufmachung ist, wie schon erwähnt, recht einfach. Die Alben kommen in einer Papphülle mit Originalcover und alle CDs stecken in einem Pappschuber mit nettem Cover. Obwohl mir nur drei der Alben fehlten, legte ich mir die Box zu, da man bei einem Preis von weit unter 20 T€ einfach nichts falsch machen kann.
Meik
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The Pogues „Just look them straight in the eye and say... Poguemahone!!“ 5 CD-Box
„Schau ihnen geradewegs ins Gesicht und sagt... leckt mich am Arsch!!“ so lautet der Titel dieser Sammlerbox der Pogues, haha. Bevor aus den Pogues die Pogues wurden hießen sie Poguemahone (was übersetzt so viel wie „leckt mich am Arsch“ heißt), hatten sich dann aber umbenannt, um nicht überall Auftrittsverbote oder Spielverbote im Radio zu riskieren. The Pogues sind die Königsdisziplin in Sachen Folkpunk und alles was danach kam, orientierte sich an den durstigen Rabauken rund um Shane MacGowan. Hier gibt es dann weit über 100 Songs auf 5 Scheiben aus allen Dekaden der Pogues zu hören. So bekommt der Hörer hier nicht nur rare und unveröffentlichte Aufnahmen zu hören, sondern auch Stücke aus Zeiten, wo Shane MacGowan nicht in der Band war und The Clash-Frontmann Joe Strummer das Mikro übernahm. Allerdings wurde er von den Fans nie akzeptiert und die Band erkannte schnell, daß The Pogues ohne MacGowan nicht The Pogues sind und so war MacGowan bald wieder mit an Bord. Außer bereits erwähnten Aufnahmen gibt es dann noch Demo- und Livesongs auf den CDs zu finden. In der Sammlung finden sich viele Klassiker der Band, aber auch Songs von The Clash wie z.B. „London calling“ oder „I fought the law“ mit Strummer am Mikro als Liveaufnahmen. Ihr seht, hier gibt es wirklich eine Sammlerbox und nicht nur eine billig zusammengeschusterte CD-Kiste mit Studioversionen von Pogues-Klassikern. Zu Liedern und Musik muß ich wohl nicht mehr viel sagen. Die Aufmachung ist dann auch eine Klasse für sich. Die Hülle kommt in Buchoptik, welche auf alt getrimmt ist und neben den 5 CDs gibt es inmitten dann noch einen toll gestalteten Buchteil mit etlichen Fotos vieler Pogues-Dekaden, haufenweise Text rund um die Folkpunker, die Quellen der einzelnen Lieder werden genannt und die einzelnen Mitglieder lassen einiges Revue passieren. Ein wirklich tolles Sammlerteil!
Meik
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Flogging Molly „Speed of darkness“
Neuester Wurf der Folkrocker, die in meiner Gunst längst höher als die Dropkick Murphys stehen...;-) Trotz der heiteren Musik ist das Album doch sehr ernst und nachdenklich geworden und spiegelt in den Texten u.a. den Niedergang des Wirtschaftsbooms in Irland und Detroit wider, welches aber durchaus für alle Wirtschaftsnationen stehen kann. Aber dennoch klingt eine Aussage überall im Unterton mit: Verlier nicht die Hoffnung... Und genau das drückt auch die Musik aus. Unten- und Obensein liegen nunmal oft beieinander und wer könnte das besser wissen als der Arbeiter im Pub... Damit wäre dann die Frage auch beantwortet, ob Pubmusik mit Sozialkritik harmoniert: Ja und ob...!!! Das Lied „The cradle of humankind“ klingt für mich etwas nach Billy Joel und zeigt nur einmal mehr, welche Bandbreite Flogging Molly hier abdecken. Musikalisch wurde meiner Meinung nach der Folk etwas in den Hintergrund gestellt und im Vordergrund steht hier schön melodischer Rock mit der richtig portionierten Folkkante. Besondere Anspieltips wären „Revolution“, „Don't shut em down“, „The power's out“, ach laßt einfach das komplette Album ein paar Mal durchlaufen, es lohnt gehört zu werden!!! „A prayer for me in silence“ wird dann noch durch die tolle Stimme der Violinistin aufgewertet. FM haben immer nur die Musik gemacht, die sie machen wollten und wer gönnt ihnen da nicht den Erfolg, den sie inzwischen damit haben?!? Ich gönne es ihnen auf jedem Fall! Die CD kommt im Digipack in schöner schwarz-weiß Optik. Das Beiheft kommt dann mit dem Cover in Negativoptik, was ich ganz witzig finde. Im Heft gibt es dann alle Texte, Fotos und Credits. Am Artwork hätte man noch etwas feilen können. Wieder eine tolle CD von Flogging Molly!
Meik
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Bombardiers „Saraba nakama“
Die CD erhielt ich von Dennis, der sich die Vinylversion des Albums holte, der auch die CD beilag. Ob es das Werk nun noch als reguläre CD einzeln gibt, kann ich Euch leider nicht sagen. Nach einem Demo als Mini-CD (etwa 04) und dem Debut-Album (07) kommt hier nun das zweite Voll-Album der Franzosen. 13 Lieder gibt es hier zu hören, wobei 2 davon Coverversionen von Camera Silens und The Templars sind. Das Templars-Stück wurde ins Französische gebracht. Wieder habe ich hier mit der Sprachbarriere zu kämpfen und mein halbes Jahr Schulfranzösisch, vor Ewigkeiten, langt nicht, um hier was zu den Texten zu sagen, haha. Musikalisch spielen die Jungs den typischen Franzmann-Oi!, also schön melodischer Skinheadsound, wie man ihn schon von anderen Bands aus dem Reich der Baguettes kennt. Dennoch hat ja jede Band ihre eigene Kante und so auch die Bombardiers. Da die CD nur als Beilage der LP dient, ist die Aufmachung schlicht und kommt im Pappcover ohne viel Drumherum. Wieder eine tolle CD aus Frankreich, die einem sicher den verhagelten Sommer versüßt...;-)
Meik
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Razorblade „Gegen die Masse“
Bisher besaß ich nur ein Werk der Mannen, fragt mich nicht warum... Aber so werde ich hier keine Vergleiche ziehen, was wohl auch schlecht möglich ist, da es ja eher ein Konzeptalbum, zumindest aber ein komplettes Album auf deutsch ist. Und sowas ist ja immer ein gefundenes Fressen für mich, da ich auf solche außergewöhnlichen Sachen stehe, haha. 10 Lieder hauen uns die Holländer hier um die Ohren und das deutsch ist doch allgemein recht verständlich. Textlich wurden dann allgemeingängige Thesen verbraten, was mich aber nicht stört. Aber man distanziert sich hier auch klar von Rassismus, Drogen, Internethetzern und auch Freundschaft und der Spaß kommen nicht zu kurz. Besonders gut gefällt mir das Stück „Gesetz der Vergangenheit“. Mit „Stiefeljungs“ coverte man dann auch noch Vogelfrei, da ich das Original nicht kenne, kann ich hier aber keine Vergleiche ziehen. Auch besingt man in „Explodieren“, daß man Troopers mag. Für viele mag der Gesang recht holprig und gewöhnungsbedürftig klingen, mir hingegen gefällt es gut. Vielleicht sind die Texte hier und da etwas einfach gestrickt, aber man sollte auch bedenken, daß die deutsche Sprache nicht gerade eine leicht zu erlernende ist. Am Ende ist noch ein holländisches Lied auf der Platte, welches direkt nach dem II. Weltkrieg entstand. Laut CD-Text riefen die Engländer den Holländern nach der Befreiung immer wieder das Wort „Oi“ zu und die Musiker verbinden somit den Ausdruck mit Befreiung und Freiheit. Tolle Idee. Musikalisch ist es melodischer Skinhead Rock'n'Roll. Die CD kommt im aufklappbaren Digipack mit allen Texten und tollem Artwork. Mir gefällt die CD echt gut.
Meik
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Agent Bulldogg „Livsstil“
Neuauflage dieses Schwedenklassikers. „Livsstil“ war das erste Album dieser schwedischen Band und die Aufnahmen entstanden zum Anfang der 90er und erschienen ist es dann letzten Endes zum ersten Mal 1991 oder 1992. Das Originalalbum enthielt 12 Lieder und diese Nachpressung hat nochmal 8 Lieder als Bonus, davon 5 Lieder, die nicht auf der Platte sind. Bin ja leider der schwedischen Sprache nicht so mächtig und somit wäre bei den Texten heiteres Inhalteraten angesagt, aber ich denke, daß man Stücke wie „Karl XII“, „Stockholm Skinheads“, „Clockwork Orange night“, „Backstreet boys“ und andere nicht groß erklären muß, um sich ein Bild über die Lieder und die Band machen zu können. Musikalisch klingt alles noch etwas rauer als die schwedischen Bands, die heute das Erbe dieser Band angetreten haben. Allerdings gefällt mir gerade dieser noch ungeschliffene Sound echt gut. Bleibt nun abzuwarten, wie Agent Bulldogg jetzt klingen, nachdem auch sie sich zurück an der Skinheadfront melden... Die CD kommt im Digipack mit schön gestaltetem Booklet. Hier findet Ihr alle Texte, Fotos, alte Konzertflyer und alles in schönem Artwork. Zugreifen!
Meik
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Antonella's Klasse Kriminale „Phoenix“
Vor einiger Zeit erschien ja schonmal eine Single von Antonella, von der ich aber als CD-Sammler so gar nichts habe... Um so erfreuter war ich, als das Album endlich erhältlich war. Beim ersten Hören sprang der Funke nicht gleich über, aber je öfter ich das Album höre, desto besser gefällt es mir. „Heroes“ ist ein tolles Lied, welches davon erzählt, daß die wahren Helden die einfachen Menschen und nicht irgendwelche gepushten Stars sind. In „Forever asking why“ geht es dann um das brisante Thema Mißbrauch und die falsche Liberalität bei solchen Verbrechen. „Punk Rock Factory“ rechnet dann mal mit all den Modepunks und PC-getränkten Köpfen der Szene ab, die scheinbar alle am besten wissen, was Punk ist und darf. Textlich ist es ein sehr nachdenkliches Album geworden und die Texte sind sehr tiefgreifend. Antonellas Stimme würde ich hier mal mit alten Deadline und der frühen Blondie vergleichen, wenn denn ein Vergleich sein muß. Musikalisch ist es da schon schwieriger... Man könnte es als rauere Version alter Klasse Kriminale-Sachen bezeichnen. Meine absoluten Favoriten sind „Heroes“, „Only the fake survive“, „Coz I love you“ und „Must you always hurt the ones you love“, wobei der Rest aber auch mehr als genial ist. Im Booklet findet Ihr alle Texte in recht einfacher Aufmachung. Eine wirklich tolle CD.
Meik
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Hot Rod Frankie „Uncover – discover – recover“
Nach langem Ankündigen liegt hier nun das Coveralbum des Thule-Projektes und Album Nummer drei von Hot Rod Frankie vor. Hier gibt es denn auch nichts Neues oder Eigenes zu hören, sondern ausschließlich Coverstücke anderer Musiker. „Little red ridinghood“ gab es auch schonmal von Thule und „Alone in the woods“ ist schonmal auf dem ersten Frankie-Album vertreten. Dies tut der Sache aber keinem Abbruch und die Mannen hören sich von Scheibe zu Scheibe besser an. Nachgespielt werden dann solche Klassiker wie „Walking through the desert“, „Shades of black“, „Summerwine“, „First time“, „Pet Semetary“ u.a. Lediglich das „Sunday stripper“ von Cock Sparrer war, meiner Meinung nach, ein Fehlgriff und hätte besser umgesetzt werden können, oder aber rausgelassen werden sollen. Alles in allem können mich aber die Rockabilly-Versionen der Lieder voll und ganz überzeugen und ich höre die CD sehr oft. Die Aufmachung ist leider etwas dürftig und im Klappcover findet Ihr ein klischeehaftes Foto der Musiker und fertig ist der Lack. Dennoch eine tolle CD, die man öfter hören muß.
Meik
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Last Riot „Zurück auf den Straßen“
So, nun aber weiter step by step meinen Stapel abarbeiten, damit Biene nicht wieder meckert, weil die ganzen CDs so lange auf dem Schreibtisch liegen... Totgesagte leben länger, wo, wenn nicht hier bewahrheitet sich der Spruch voll und ganz?!? Last Riot melden sich back with a bang und auch ihnen tat die Tonträgerabstinenz gut. Gleich das Titelstück zeigt, daß Last Riot immer noch Texte machen, die sofort im Ohr haften bleiben. Textlich geht es dann auch um bewährte Themen wie „Aufruhr“, „Ärger“, „Alte Zeiten“ und die Straße, lügende Medien, oder vom Tod eines Freundes, aber alles schön verpackt und nicht langweilig. „Heroi“ ist dann ein Instrumental und bei Streetpunk und Oi! Frage ich mich immer, warum das sein muß?!? Die Scheibe hat ein tolles Cover und eine schöne Aufmachung mit Texten und 'nem Foto. Geniale Scheibe der Jungs!
Meik
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Schusterjungs „Unvergänglich – lebenslänglich“
Die Scheibe war eigentlich noch nicht an der Reihe, da sie aber gerade in der Wiederholungsschleife ist, kommt sie halt gleich auf die Opferbank...;-) Als erstes fiel mir auf, daß sich das lange Warten auf jeden Fall gelohnt hat. Die Schusterjungs klingen hier wesentlich ausgereifter als noch auf dem Vorgänger, der ja nun auch schon einige Jahre zurückliegt. Aber auch textlich ist man reifer geworden, wie ich finde. Gut, dank anonymer Hetzer außerhalb der Szene wurde ihnen ja alles Mögliche nachgesagt und da ist es nur verständlich, daß nun auch zurück geschossen wird. Aber auch so sind die meisten Texte schön bodenständig und man kann nur hoffen, daß der Inhalt auch von Bestand ist und nicht, wie beispielsweise bei Stomper, nur Fassade ist. So what. Lieder wie „Wir treffen dich“, „Laß sie schreien“, das Titelstück, „Wir werden uns nicht entschuldigen“ und andere sprechen mir aus der Seele. „Hörst du“ klingt dann irgendwie wie „Gib dir“ von der letzten Platte, was mich aber nicht unbedingt stört. Bei „Der Pakt“ und beim Bonustrack „Mein Engel“ waren dann Musiker von den Atzen Berliner Weisse (Toifel und Vale) beteiligt und während man „Der Pakt“ mit Toifel noch hören kann, so finde ich die neue Version von „Mein Engel“ einfach nur peinlich und nicht unbedingt passend, wenn ich mir das Gesamtwerk so betrachte. Dazu ist die Scheibe einfach zu ernst. Diese Songs wären besser auf den Platten von Berliner Weisse aufgehoben... Dennoch ist es eine echt geile Scheibe geworden! Das Cover ist ein echter Blickfang, da hatten die Skinheads Thüringen echt eine tolle Idee, welches seinesgleichen sucht. Der Falteinleger ist dann auch sehr schön gestaltet und es gibt Fotos, Texte, Danksagungen und Grüße. Die Schrift der Texte hätte etwas größer sein dürfen, aber das nur am Rande. Alles in allem eine CD, die ich jedem nur empfehlen kann! Hoffentlich dauert es bis zum nächsten Album nicht wieder so lange...
Meik
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The Ratazanas „Lick it back“
Irgendwie konnten mich die Portugiesen beim Hamburger Auftritt 2009 nicht begeistern. Anders war es vor Ostern 2011. Und hätte ich nicht in einer Hand ein Bier und in der anderen einen Fotoapparat hätte ich das Werk auch für lau gefangen, so mußte ich es mir halt bestellen. Auf jeden Fall wird mit diesem Album zurück geleckt, oder wie muß ich den Titel verstehen?!? 15 Lieder gibt es hier zu hören und die Mannen stehen den alten Hasen des Early Reggae echt in nichts nach. Lieder wie „The baker woman of Aljubarrota“, „Magellan the stallion“, „Family issues“, „King James is no James“, „Gama's trip“, „Marie Antoinette“ und „Don't lie to Robin Hood“ sind dann auch Lieder, die man gut und oft hören kann und sollte. Der Rest ist zwar auch hörenswert, bleibt aber irgendwie nicht gleich hängen. Allein an den Titeln ist zu sehen, daß die Jungs es mit Personen der Geschichte haben und man wohl von einem Konzeptalbum sprechen kann. Musikalisch schöner Early Reggae. Die Aufmachung ist etwas spartanisch, da es nur ein Faltblatt mit den Texten und ein paar Grüßen etc. gibt. Dennoch eine tolle CD für den konservativen Skinhead...;-)
Meik
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The Who „Live at Leeds“ Deluxe-Edition Do-CD
Dieses Album landete unter den ersten 10 der 500 besten Alben aller Zeiten und das ist doch schonmal was. In der Originalfassung gab es nur 6 Lieder auf LP, die wie ein Bootleg aufgemacht war und auf großen Pomp verzichtete. Bei der CD wurden dann immer wieder neue Editionen veröffentlicht und diese Deluxe-Version ist zwar nicht die vollkommenste, da es noch eine 3er-Box gibt. Über Sinn und Unsinn läßt sich hier sicher streiten, da die 3er-Box lediglich noch einen weiteren Konzertmitschnitt des Tages davor oder danach enthält... Aber zu diesen CDs. Die Lieder aus „Tommy“ wurden hier getrennt vom eigentlichen Set, um zum einen alles auf eine CD zu bekommen und zum anderen, um das „Tommy“-Werk komplett zu haben. So befinden sich auf der ersten CD einige Coverstücke, die immer zum Who-Set gehörten und natürlich auch Klassiker wie „I can't explain“, „Substitute“, „Happy Jack“ und natürlich „My generation“. Die Songs selbst sind in sehr guter Qualität und auch das Publikum wurde gut eingefangen, sodaß auch im Wohnzimmer ein kleines Liveerlebnis aufkommt...;-) Und auch Ansagen und Späße gibbet zu hören. Hier klingen The Who noch rau und ungeschliffen und machen das Album echt zu einem Hörgenuß! Selten so eine gute Livescheibe gehört! Wenn überhaupt, kann da nur „Slade alive“ mithalten, kommt aber nicht ganz an diese Scheibe ran... Auch wenn „Tommy“ hier quasi aus dem Set gerissen wurde, kommt es hier kaum zu Einbußen und auch die CD 2 läßt kaum Wünsche offen. Die Aufnahmen von 1970 werden hier zu einem Hörgenuß und man muß alles unweigerlich laut hören! Bei „Tommy“ sollte man sich nicht von Vorverurteilungen wie „Hippie-Oper“ o.ä. täuschen lassen, sondern dieses geniale Werk einfach mal vorurteilsfrei hören! Die Aufmachung ist an die Originalveröffentlichung der LP angelehnt und bietet Fotos und abgedruckte Beilagen der Platte in Miniaturansicht, sowie ein fettes Booklet mit einigen Fotos, Texten und ein paar Worten zum Konzert selbst. Eine Hammer-CD!
Meik
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The Who „Quadrophenia“
Hier handelt es sich um die remasterte Auflage des Klassikers nebst den Songs anderer Musiker aus dem Film Quadrophenia. Auch wenn das Werk von 2000 ist, so möchte ich hier trotzdem noch drauf eingehen. „Quadrophenia“ war ja quasi die zweite Rockoper von The Who und so gibt es hier nicht nur einen Soundtrack, sondern auch ein Konzeptalbum geboten, welches es echt in sich hat. Die Who-Songs sind ja allesamt Klassiker und man kann sie nicht oft genug hören, aber auch die Stücke von James Brown, The Ronettes, The Crystals und die beiden Lieder der Who Vorgängerband The High Numbers sind in dieser Zusammenstellung einzigartig. Mehr will ich zu den Liedern auch gar nicht groß sagen. Die Aufmachung ist schön, aber nicht außergewöhnlich... Auf dem Cover sieht man die Filmhauptfigur Jimmy. Es gibt ein dünnes Booklet mit Bildern des Films und beim Rausnehmen der CD entdeckt man noch ein Target. Wer den Film liebt, der wird um dieses Album nicht rumkommen und auch so gehört „Quadrophenia“ zu den Klassikern von The Who.
Meik
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The Krays „Sangre“
Etwas Punk gefällig?!? Dann solltet Ihr unbedingt weiterlesen, denn den bekommt Ihr hier...;-) The Krays sagten mir bisher nichts und ich war echt erstaunt, als ich die CD das erste Mal hörte. Hier brettern einem echt geile Punkmelodien mit einer Prise Hardcore um die Ohren, wie er besser nicht sein könnte... Na gut, die Jungs stammen aus New York und da gehören die Hausaufgaben gemacht und zudem blickt die Band schon auf einige Veröffentlichungen zurück und besteht nicht erst seit gestern. Zu den englischen Texten gesellen sich auch einige Lieder in spanischer (?!?) Sprache. Die 16 Lieder rocken sich viel zu zügig durch den Player und dürfen getrost noch ein oder zwei weitere Runden drehen. Hier paßt echt alles und das soll was heißen, da ich gerade bei Amibands immer sehr skeptisch bin. Die CD kommt mit einem tollen Cover, welches wirklich mal was anderes ist und einem fetten Booklet in tollem Artwork mit Texten, Fotos und Danksagungen. Und als Schmankerl gibt es noch einen bedruckten Aufnäher für Eure Nietenlederjoppe...;-) Zugriff!
Meik
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The Praetorians „Lieder unserer Heimat“
Auch Andi bietet in der #14 seines Working Class Skins eine musikalische Beilage in Form eines Demos der Praetorians. 5 Lieder gibt es hier zu sluschen und es ist schön roh gespielter Skinhead Rock'n'Roll mit bodenständigen Texten mitten aus dem Leben. Der Hit für mich ist „Wir sind...“, hier paßt einfach alles vom Text über die Musik bis hin zur Geschwindigkeit, damit will ich die anderen Stücke aber nicht unter den Scheffel stellen, denn letzten Endes hat es jeder Song in sich. Auch „1001 Nacht“ bleibt schnell im Ohr hängen und läßt einen öfter mal zur Wiederholungstaste greifen...;-) Alles kommt in schöner Aufmachung mit tollem Cover und Rückseite zum Selberbasteln. Ich weiß nun nicht, ob es das Demo nur exklusiv mit dem WCS gibt, oder ob es das Teil auch ohne gibt. Hakt einfach unter www.myspace.com/praetorianstrier mal nach. Ich hoffe, daß es bald mehr von den Jungs zu hören gibt!
Meik
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KDV (Kriegsdienstverweigerer) „Für uns ist das Punkrock“
Das selbstproduzierte Album lag der aktuellen Ausgabe des Magdeburg Punx Fanzine bei, kann aber über die Band (www.myspace.com/kriegsdienstverweigerer) auch ohne Zine geordert werden. Hier gibt es schön rotzigen Punk mit viel Melodie und schön unangepaßten Texten. Die Jungs haben es echt drauf und ich höre die Scheibe echt gerne! Da die Scheibe selbstproduziert ist und kein großes „Szenelabel“ hinter der Veröffentlichung steckt, ist das Ganze recht einfach aufgemacht und neben einem Aufkleber bekommt Ihr ein farbiges Pappcover, wo die Lieder auf der Rückseite draufstehen. Das Cover bedient dann auch das volle Punkklischee, gefällt mir aber sehr gut. Diese Scheibe zeigt, daß weniger meist mehr ist! Gefällt mir echt gut!
Meik
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Volxsturm „Ein kleines bißchen Wut“
Das Werk schlug ja schon im Vorfeld hohe Wellen, da man sich fragt, wer Videospiele und sonstigen Nonsens in einer konservativen subkulturellen und immer betont unkommerziellen Szene braucht... Ich jedenfalls nicht und man fragt sich unweigerlich weiter, welche Bands das nötig haben?!? Wie dem auch sei, da ich Volxsturm gerne höre, orderte ich mir die CD-Version mal mit. Und hier gibbet dann erstmal nüscht auszusetzen. Gleich der Opener „Ich hab die Straße geseh'n“ ist ein echter Straßenfeger und rockt volles Brett. Hier haben die Nordlichter die Meßlatte für sich selbst schon sehr hoch gelegt, doch sie können das Niveau auch weiter halten...;-) Auch textlich bleiben sich die Mannen treu und besingen alles rund um Freundschaft, Szene und in „Schiß vor Punk“ übt man gesunde Kritik an den H&M-Punkern. Prollige Texte sind nicht Volxsturm und diese findet man hier nicht und das ist auch gut so. Politisch verurteilt man in „Attitüde, Freundschaft, Stil“ auch wieder nur eine Richtung, obwohl die andere Seite genauso verbrecherisch ist und auch Volxsturm immer wieder mit Scheiße beschmeißt... Musikalisch ist es wieder gut gespielter Skinhead Rock'n'Roll mit viel Melodie. Bei „Akkorde unseres Lebens“, „Carpe Diem“ und „Kein Wort“ gibbet sogar einen Bläsereinsatz, sehr nice! Auf der Bonus DVD bekommt Ihr ein witziges „Making of...“ als Film, den man hier und da sicher hätte vertiefen können, aber es mußte ja noch Platz für das schlecht animierte und vom Sinn her blödsinnige Videospiel sein... Das Spiel selbst, wenn man es überhaupt so nennen darf..., besteht aus Nonsensszenen, wo der „Player“ oder „User“ (auf diese Ausdrücke legen die Macher sicher wert...) immer wieder verschiedene Auswahlmöglichkeiten hat, um das Geschehen am TV zu beeinflussen. Wer sich durch das langweilige Spiel gehangelt hat, fragt sich nach dem erlösenden Ende, was dieser Schrott soll... Bei der LP-Version werdet Ihr von diesem Blödsinn verschont und es gibt ein Bandquartett, haha. Nicht gerade weniger kommerziell, aber sicher einfallsreicher. So, weiter im Text. Die CD kommt mit dieser fast unnützen Bonus-DVD und einem fetten Buch im Querformat mit Texten, Geschichten rund um VS und Fotos von ganz früher bis jetzt. Hier hat man echt viel Liebe ins Detail gesteckt. Das Buch steckt dann noch zusätzlich in einer Papphülle. Durchaus eine geile VS-Scheibe in richtig guter und 1a Aufmachung und man fragt sich unweigerlich, ob es da so peinlichen Schnickschnack wie ein Videospiel bedarf... Trotzdem volle Kaufempfehlung!
Meik
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Jenny Woo „Alberta Rose“
Diese CD bekam ja recht unterschiedliche Kritiken, doch ich mache mir gerne ein eigenes Bild und für das Werk sprechen ja schonmal zwei Punkte: Erstens singt hier eine Frau und das zieht bei mir meist und zweitens soll das Werk ja eher balladesk daher kommen und diese Art von Musik kommt bei mir auch immer wieder mal ganz gut an. Auf der CD sind schonmal 4 Songs von der Mini-CD enthalten, was eigentlich nicht so pralle ist, da man sich den Kauf der Mini-Scheibe dann hätte sparen können. Aber das ist halt Marktstrategie, die ja auch in unserer Szene vorherrscht... Ich besitze die Mini-CD nicht und somit stört es mich nicht groß, haha. Textlich wurde das Rad nicht gerade neu erfunden und es dreht sich alles um's Leben und die Szene. Allerdings setzt Jenny alles echt genial um und ohne es bös' zu meinen, würde ich da jetzt Vergleiche zu Amy MacDonald u.ä. ziehen. Ich würde auch nicht unbedingt von Balladen reden, wenn es um die Musik geht. Es ist eher eine Mischung aus Folk und Ballade, einige Lieder wurden dann auch mit kompletter Bandunterstützung eingespielt. Diese Lieder punkten aber nicht so bei mir. Da kann mich gerade „Our kind“ noch gut stimmen, ansonsten klingt mir das zu sehr nach Geschepper... Allerdings überzeugen mich die folkigen Balladen, oder die balladenlastigen Folksongs voll und ganz und ich höre sie immer wieder gerne! Und auch die Aufmachung kann sich sehen lassen. Die CD hat eine schöne Zeichnung aufgedrückt bekommen und das Booklet ist sehr schön gestaltet und beinhaltet neben Texten auch noch schöne Fotos der Künstlerin. Ich kann Euch das Werk nur ans Herz legen, wenn es auch einige Punktabzüge wegen der Lieder von der Mini-Platte und der mit Band eingespielten Lieder gibt!
Meik
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Vogelfrei „Der Dämmerung entgegen“
Rotz besprach das Album ja schon in der #21 vorab und ich wollte mir mit der Besprechung eigentlich etwas Zeit lassen und die CD öfter hören, um dem Werk eine Chance zu geben... Erstens kam es aber anders und zweitens als du, ja genau Du!!!, denkst...;-) Vogelfrei gingen an mir bisher immer vorbei und ich kann auch nicht sagen, warum es so ist. So läuft die CD nun zum zweiten Male und ich bin echt begeistert. Somit kann ich jetzt schon zu einer fairen Besprechung kommen, haha. In die Texte floß anscheinend viel Selbsterlebtes ein, ohne aber zu persönlich zu werden, oder sie für Außenstehende langweilig wirken zu lassen. Habe da jetzt keine Vergleichsmöglichkeiten zu den anderen Werken, möchte aber sagen, daß VF einen ganz eigenen Weg haben, was die Texte betrifft. Die Texte sind durchdacht und nicht platt und jenseits des üblichen Phrasengedresches. Man nimmt der Band das Gesungene auch ab und so sollte es ja auch sein. Auch der Gesang hat einen Wiedererkennungswert und bleibt schnell im Ohr hängen. Dazu kommt dann noch sehr melodiebelastete Musik und fertig ist eine wirklich geile Platte. Die CD ist relativ düster aufgemacht, was aber gut zum Gesamtwerk paßt. Im Booklet gibt es alle Texte mit einem Foto der aktuellen VF-Besetzung und das in schönem Artwork. Die Scheibe konnte mich gleich vollends überzeugen und gehört gekauft! Übrigens drehte die Scheibe, heute ist Tag 1 nach der Besprechung, etliche Runden und das wird sie die Tage wohl noch öfter müssen...;-)
Meik
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The Who „Who are you“ & „The kids are alright“ 2 CDs
Gleich vorweg, rein von der Aufmachung her war die CD ein reiner Fehlkauf. Später mehr dazu. Ihr bekommt hier zwei klassische The Who-Alben geboten, die beide wirklich gut sind und einen schönen Schnitt durch die Bandgeschichte liefern. Mit „Who are you“, das Originalalbum erschien 1978, wollten The Who auf den gerade angesagten Punkzug aufspringen bzw. wollten auch ein Stück vom Kuchen abhaben und versuchten ihre melodischen Sachen etwas zu reduzieren, doch im Punk landeten sie damit nicht und auch dem New Wave blieben The Who mit „Who are you“ fern. Was sie hier schafften, war ein weiteres gutes Album mit einigen Hits... Schon der Opener „New song“ kommt sehr gut rüber und eint die alte Who Aggressivität mit den melodischeren Sachen aus „Tommy“ und „Quadrophenia“. Bis zu „Guitar & pen“ kommen jetzt einige geile Lieder, auf die ich nicht noch groß eingehe. „G&P“ ist dann aber wieder eins der klassischen Who-Stücke, welches durch viel Melodie, Chöre und Gesamteindruck gleich im Ohr hängen bleibt und gesondert erwähnt werden muß... „Love is coming down“ ist eine schöne Rockballade, die auch gut in ihre Rockopern gepaßt hätte. Das Titelstück dürfte vom Refrain einigen von Euch bekannt sein. Und nach den 9 regulären Liedern gibt es noch 5 Bonussongs, wobei einige schon regulär auf der Platte sind, hier aber nochmal als andere Fassung an Bord sind. So als Altfassung, was auch nicht verkehrt ist. Insgesamt wurde der Sound hier oft durch Synthieklänge unterstützt, was den Liedern gut bekommt. Hier nun aber von The Who meets Punk oder Wave zu reden, finde ich übertrieben und die Band hat es ja auch nicht nötig. Sie klingen hier mal aggressiv, mal melodisch und immer nach The Who. Ist auf jeden Fall ein schönes Album! „The kids are alright“ ist dann eine „Best of...“-Zusammenstellung von Live- und Studiomitschnitten ihrer bekanntesten Songs. Dies sind dann Konzertmitschnitte und Liveauftritte in Fernsehsendungen, oder Studioaunahmen für TV-Shows und das immer in annehmbarer und authentischer Qualität. Da hier fast jedes Lied woanders mitgeschnitten wurde, bekommt der Hörer echt einen guten Überblick über die Liveaktivitäten der frühen Who und das Hören wird hier echt zum Hörerlebnis...;-) Selbst Aufnahmen des deutschen „Beat Clubs“ sind hier vertreten! Und auch die Lieder ihres Woodstocks-Auftrittes kommen sehr gut rüber und nun kommt mir nicht mit „Hippiekram“ o.ä. Erstens sagten The Who zum Thema mal „Wir waren viel zu wütend und aggressiv, um Hippies zu sein“ und außerdem prügelte Pete Townshend in Woodstock einen Hippie von der Bühne, als dieser einen Aufruf zur Freilassung eines Hippiegurus von der Bühne starten wollte...;-) Also auch dies ein geiles Album! Was nun die Aufmachung betrifft, so bin ich von den typischen 2 CD-Boxen mit den Original-CDs im Pappschuber ausgegangen. Was ich aber bekam, war eine aufklappbare rosafarbene Papphülle mit beiden CDs. Nicht mehr und nicht weniger...;-( Was die CDs noch hermachen, macht die Aufmachung wieder zunichte. Trotzdem zwei geile CDs zum fairen Preis.
Meik
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Ultima Thule „The early years“
Hier wurde das 92er Album nochmal nachgelegt und die insgesamt 18 Stücke umfassen die Jahre 1984 bis 1987. Die CD zeigt gekonnt, daß Ultima Thule bereits in der Frühphase mehr als Musik machten, sie machten damals schon Hits mit viel Melodie und das ohne es bös‘ zu meinen. Und bereits hier hatten Thule Lieder wie „Psychokiller“, „Misunderstanding“, „Friday evening“, „Du gamla du fria“, „Hurra för nordens länder“ & „Sverige, Sverige fosterland“, die später zu Hymnen wurden und immer noch sind. Die restlichen Lieder müssen sich aber auch nicht verstecken. Textlich schon damals typisch Thule und musikalisch ebenso. Das Booklet wurde auch nochmal überarbeitet und kommt mit Texten und Fotos in schöner Optik. Auch hier ein Muß für alle, die wissen wollen, was Thule in ihrer Jugend getrieben haben. Aber auch für Sammler und Freunde schwedischen Viking Rocks ein Pflichtkauf.
Meik
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Ultima Thule „Svea Hjältar“
Neuauflage des 91er Albums der schwedischen Goldkehlchen...;-) Letzten Endes dürfte das Album zu den vielen Klassikern der Band zählen und Lieder wie „Ragnarök“, „Mitt land“, „Election day“ und „Ravens“ sind nur einige Kracher der insgesamt 10 Lieder. Zu Liedern und Musik muß hier nicht mehr viel gesagt werden, oder?!? Feinster Viking Rock mit viel Melodie und Liedern, die man immer hören kann. Das Booklet wurde nochmal neu gestaltet und kommt mit farbigen Cover und Farbfoto auf der Rückseite. Das Innenleben ist schlicht und in schwarz-weiß gehalten und wartet mit allen Texten und Fotos auf. Wer das Original nicht hat, oder als Sammler auch wert auf die Neuauflage legt, ist hier vollkommen richtig und wer einfach mal melodischen Viking Rock hören möchte, sollte hier auch zugreifen.
Meik
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Hot Rod Frankie „Lost in lynchland“
Zweites Album des Rockabilly-Sideprojekts von Ultima Thule. Hier in der Neuauflage. Sagte mir das erste Album von der Musik her voll und ganz zu, so war ich in Sachen Gesang nicht ganz von der Sache überzeugt, da mir auf dem Debut die Stimme noch zu weich oder lasch für diese Art von Musik schien. Dies hat sich mit Album Nummer 2 geändert, hier passen Musik und Gesang richtig gut zusammen und bilden eine Einheit. Textlich geht es die typische Rock‘n‘Roll- und Horror-Schiene, Klischee-Rules are okay...;-) Musikalisch gibt es mittelschnellen und melodischen Rockabilly, der gleich ins Blut geht. Das Album macht einfach Spaß und man muß es einfach öfter hören! Die Aufmachung haut dann auch in die passende Kerbe und im Beiheft gibt es alle Texte. Hier hätte man vielleicht noch etwas mehr Artwork ins Booklet stecken können. Dafür sind das Cover und die CD selbst, sowie die Innen- und Außenseite schön gestaltet. Wer auf melodischen Rockabilly steht, oder The Rocking-Side von Thule kennenlernen möchte, der kommt hieran nicht vorbei. Und wer auf `ne Prise Rock‘n‘Roll steht, der ist hier auch goldrichtig.
Meik
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Midgards Söner „Fä dör“
Lizensierte Dim-Nachpressung des letzten MS-Albums von 99. Man, was hat diese Band in den 90ern die patriotische Skinheadwelt gespalten... Patriotische Punx waren ein No Go für die 150%igen und so hatten MS zeitlebens mit Anfeindungen zu leben. Heute sind die 150%igen ihren Erzfeind USA vom Aussehen her näher als nah und Midgards Söner sind leider Geschichte...;-( Um so schöner, daß mit drei Alben noch ein Vermächtnis dieser tollen Band existiert! Lieder wie „Kalle Dussin“, „En vandring“, „Vikingar“, das Titelstück, „Sverige fosterland“, „To Deutschland“, „Society of hate“ und „Italia“ lassen schöne Erinnerungen in einem wach werden. Textlich waren die Jungs patriotisch, aber nie extrem und das läßt ihre Lieder zeitlos werden. Musikalisch bezeichne ich es mal als Punk Against Communism mit einen Schuß Viking Rock. Die Schweden haben sich ja irgendwie doch eine eigene Nische erspielt und das ist auch gut so. Übrigens klingt das Album schon verdächtig nach The Jinx...;-) Die Neuauflage glänzt mit einem besser gestaltetem Booklet und Texten im Innenteil. Schon allein wegen der schöneren Aufmachung eine Anschaffung wert! Aber auch Band und Musik lassen die Scheibe zum Must Have werden!
Meik
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Sturmtrupp „Unter feindlicher Attacke“
Neues Album der Jungs aus dem Süden und die ersten Runden hauten mich nicht gleich vom Hocker und auch die für Sturmtrupp typischen Riffs sind entschärfter als sonst üblich... Man hört aber immer noch die für Sturmtrupp typischen Melodien und das ist auch gut so. Diese Scheibe gefällt mir von Mal zu Mal besser und das erste Urteil ist längst revidiert, haha. Textlich gibt es wieder die gewohnt bunte Mischung aus Patriotismus, Freundschaft, Rebellion und Idealismus. Auch die Lügen der Presse bekommen ihr Fett weg und mit „Pseudonational.de“ wird in einem geilen Lied mal mit all den Internetspinnern abgerechnet. Selten so einen geilen Text zum Thema gehört...;-) Mit „Klaus-Dieter“ zieht man, gewohnt witzig, über einen dealenden Punk her, musikalisch ist das Ganze schon sehr skalastig. Von der Melodie her erinnert mich das auch an irgendein Lied, komme aber net drauf... Ist auf jeden Fall auch sehr witzig! Könnte „Peter“ von 08/15, oder „Dennis“ von 4 Promille sein?!? Vielleicht kommt ja noch die Erinnerung, haha. Mit “Hymne“ ist auch eine Ballade an Bord, die der Heimat gewidmet ist. Musikalisch sind Sturmtrupp nunmal Sturmtrupp, will heißen, schön melodischer RAC mit typischer Sturmtrupp-Kante. Und wer denkt, daß die Jungs nun längst eine festgefahrene Schiene haben, sollte sich das Album antun und wird sehen, daß die Jungs auch nach über 20 Jahren Bandgeschichte noch dazulernen und sich weiter entwickeln, ohne ihre Wurzeln zu verraten. Das Album kommt diesmal auch wieder als „normale“ CD und nicht im Digipack, was mir sehr zusagt. Das Booklet ist schön gestaltet und kommt mit allen Texten in schöner Aufmachung und Fotos. Das Heft ist auf Papier gedruckt, welches stoffähnlich ausschaut. Auf jeden Fall `ne nette Verpackung einer tollen CD. Schöner deutscher RAC!
Wie schon bei der aktuellen Faustrecht, so gibt es auch hier eine limitierte Sammlerbox. Im Gegensatz zur Faustrecht-Box gibt es hier aber wenig Schmankerl und mit CD, Sturmtrupp-Fahne und Aufkleber finde ich das Paket eher zweitklassig und so reicht mir die CD.
Meik
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AC/DC „Bonfire“ 5-CD-Box-Set
Neuauflage des Box-Sets zu Ehren Bon Scotts. Während bei der alten Auflage noch diverser Merch-Schnickschnack an Bord war, besinnt man sich hier auf die 5 CDs in geiler optischer Aufmachung. Aber der Reihe nach. Die 5 CDs sind im Einzelnen „Live from the Atlantic Studios“, „Let there be rock – live in Paris“ verteilt auf zwei CDs, „Volts“ und das geniale Album „Back in black“, welches ja Bon Scott gewidmet wurde. Muß man noch groß was zu den Songs, oder der Musik sagen?!? Ich glaube nicht, denn man liebt oder haßt AC/DC, dazwischen gibbet nichts... Da es sich um altes Material der Band handelt, sind hier die Blueseinflüsse noch größer, als bei späteren Aufnahmen der Band. Das klingt zum Teil auch rauer, aber hat wesentlich mehr Charme, als die teilweise sehr überproduzierten neuen Sachen. Hier bekommt der Hörer noch AC/DC in Reinkultur und bei 4 CDs noch mit der Stimme von Bon Scott. Trotz remasterter Aufnahmen kommt oft genug der ursprüngliche Charakter der Aufnahmen durch und darüber freut sich sicher jeder, der das Puristische mag. Wie schon erwähnt, hat man bei der Aufmachung auf diversen Merch-Mist verzichtet und sich auf die „CD-Verpackung“ konzentriert. So kommen die CDs in einer buchähnlichen Hardcover-Pappbox. Hierin befindet sich ein mehr als fettes Booklet (48 Seiten!!!) mit etlichen Fotos, Linernotes, sowie massig Hintergrundinfos. Für Fans ein Muß, für Sammler Pflicht! Auf jeden Fall ein schönes Stück Musikgeschichte!
Meik
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Concrete Gods „Welcome to the empire club“
Hier paaren sich Melodien von Superyob, sowie On File und moderner Mod-Sound trifft auf Pubrock, `ne andere Umschreibung fällt mir nicht ein, trifft das Ganze aber sicher auf den Punkt...;-) Da zwei Mitglieder auch noch bei Superyob spielen, ist der Vergleich auch nicht ganz aus der Luft gegriffen und dennoch gibt es hier etwas völlig anderes. Lieder wie „Boring british town“, „London‘s dead“, oder „Unhappy the land that needs heroes“ dürfte ganz gut wiedergeben, worum es in den Texten geht. In den Liedern ist viel Melodie und sämtliche Songs bleiben schnell im Ohr hängen. Concrete Gods überzeugten mich vom ersten Ton an und somit kann ich das Album gar nicht oft genug hören! Die Aufmachung ist auch sehr schön. Die CD kommt in Vinyloptik und das Booklet hat ein schönes Artwork und kommt mit Texten und Fotos. Ich denke, daß der Vergleich mit o.g. Bands und Stilen nicht zu hoch gegriffen ist und so jeder, der die genannten Sachen mag, mit den Concrete Gods genau richtig liegt. Glatte Empfehlung!
Meik
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Anti Clockwise Demo
Aktuelles Demo mit 7 Liedern der Magdeburger Jungs. Die Band macht die Szene ja schon einige Jährchen unsicher, doch irgendwie bekamen sie noch nie groß die Beachtung, die ihnen gebührt. Die Lieder sind allesamt recht ernst und Suff- und Prolltexte sucht man hier vergebens. Es geht um die Verdummung durchs Fernsehen, „Unsichere Zeit“, den Skinheadkult und in „Nicht mein Bier“ wird mit Asiglatzen abgerechnet. Die Texte sind offen und wer auf Angepasse steht, der sollte sich eine der zahlreichen Rechtfertigungsbands anhören, aber nicht Anti Clockwise. Hier werden Mißstände angeprangert, wie es schon die alten Oi!-Heroen der 80er taten und das fehlt heutzutage ja all zu oft... Musikalisch ist es schön gespielter Skinhead Rock‘n‘Roll. Alles ist sauber eingespielt und hat so erstmal gar nichts mit einem Demo zu tun... Die CD kommt als schwarzer Rohling und die Hülle ist aus Papier. Als Dreingabe gibt es noch ein Textblatt mit allen Liedern zum Nachlesen. Ein wirklich geiles Demo und man kann nur hoffen, daß da bald ma mehr draus wird!
Meik
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Diverse „Liebe Autos Abenteuer – eine Hommage an Gunter Gabriel“ 3 CDs
Auf diese CD machte mich Gunter Gabriel himself aufmerksam...;-) Wie das? Ganz einfach: Ich hörte das Hörbuch von Gabriel und da erwähnte er diese Compilation und ich mußte sie haben. Gesagt, getan. Auf 3 CDs versammeln sich hier bekannte und unbekannte Bands, meist aus dem Punksektor, aber auch experimentelle Bands, sowie Show- und Musikgrößen der Republik kommen hier zu Wort. Einige Bands legen auf ihre Intonierungen dann auch nur Originaltextsequenzen von Gabriel, was nicht immer so meinen Nerv trifft. Auch so, ich nenne es mal, experimentelle Sachen, wo der Gesang so arg verzerrt ist, daß man kaum was, oder nichts versteht, sind nicht gerade mein Ding und davon befinden sich auf den Werken öfter Lieder... Das sind dann meist auch die Bands mit den unmöglichsten Namen... Einige Bands bringen 'ne geniale Mischung aus Punk und Country und erinnern verdammt stark an alte Goldenen Zitronen, sehr nice...;-) Die erste CD beginnt mit einem fingierten Suchaufruf nach Gunter, finde ich echt witzig. Und wenn Frank Zander in Rammstein-Tonart „Komm unter meine Decke“ schmettert, so ist das schon was für mich, haha. Auch Tochter Yvonne vertont hier ein Lied ihres Vaters und dadurch wird dieses Werk sehr persönlich. Kassierer vertonten hier, gewohnt gut, „Deutschland ist...“ und sind jetzt schon der Anspieltip schlechthin, guter Text in humorvoller Wiedergabe. Von CD 1 würde ich noch Sons of Jim Wayne mit „Ein Stückchen pro Tag“ und Gautsch mit „Ohne Moos nix los“ als Tips nennen. Tom Angelripper hingegen haut mich hier nicht um. Die letzten beiden Lieder der ersten CD sind dann defekt, warum auch immer... CD 2 wird mit einem Intro von Ted Herold eröffnet und dann legen Emscherkurve mit einem tollen Cover von „Intercity Linie Nummer 4“ los. Bis zu Zwackelmanns „Hey Boß, ich pfeif auf's Geld“ ist dann wieder Durststrecke angesagt, da mir dieser EBM-Klon-Kram nicht zusagt. „Ich werd' gesucht in Bremerhaven“ von Böhle & The Freakshow gefällt mir auch gut. Lokalmatadore mit „Gefangene der Straße“ gehen auch richtig ab, so muß Punk meets Gunter klingen! „Goldstück“ von Mofagang ist auch hörbar, Presskopp mit „Dieselknecht“ ist auch gut und rau umgesetzt. CD 3 wird dann mit einem Vorwort von Johnny Cash eröffnet und dann kommt Rolf Zacher mit „Wer einmal tief im Keller saß“. Elvis Pummel hört sich witzig an und kann punkten. Dann kommen Old Country Men Truck Stop mit „Hallo Dortmund“, schöner Text, geile Umsetzung, volle Punktzahl, geil! Lotto King Karl glänzt mit seinem Lied „Wer wird deutscher Meister“, welches Gabriel mal für einen anderen Künstler geschrieben hatte, doch bekannter ist wohl die Version von Lotto King Karl. Projekt Kotelett mit „Truck Stop, Tom Astor und ich“ haben sich dann auch ein tolles Lied gegriffen und lassen es rocken. Die Dödelhaie haben dann 'ne ganz eigene Umsetzung von „Hey Boß“, hier wird dann noch „Rheinhausen über alles“ in Dead Kennedys-Manier mit eingeflochten. Das ist ein richtiger Kracher! „Papa trinkt Bier“ von Jens Bumber Fourman Orchestra hätte ich mir besser umgesetzt gewünscht... Moses W.s „Song for Gunter“ ist witzig und gefällt mir gut, Sondaschule landen mit „Liebst du 'nen arbeitslosen Star“ einen Treffer. Kombie Zombies landen dann mit „Der letzte Wagen ist immer ein Kombie“ die Weisheit der gesamten Compilation und zum Schluß gibt es nochmal eine Version von „Hey Boß“. Viele Sachen sind allerdings nicht exklusiv für diese Compilation eingespielt worden, was `nen Punktabzug nach sich zieht. Die Aufmachung ist super. Die CDs kommen in einer Pappbox, die die Form der Trojan-Boxen hat und das Cover ist auch sehr schön und edel. Das Beiheft nimmt schon Buchform an und hier kommen etliche Leute und auch Promis zu Wort und geben Sachen zu bzw. über Gunter G. preis, es gibt eine Hintergrundgeschichte zum Sampler. 1 T€ von jeder verkauften Box gehen dann an Frank Zanders Obdachlosenunterstützung, was nochmal einen dicken Pluspunkt bringt. Wenn auch hier alles Geschmackssache ist und mir nur einige Songs richtig zusagen, so ist gerade die Form der Zusammenstellung wohl einzigartig und macht diesen Sampler zu einem schönen Sammlerstück und die fette Aufmachung kann sich auch sehen lassen.
Meik
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Motörhead „The wörld is yours“
Lemmy und Cö. are back with a fucking bang, das kann man getröst so stehen lassen. Allerdings fehlen mir sicher vom letzten gekauften Motörhead-Album bis zum jetzigen einige Platten, bei der Masse an Veröffentlichungen ist das aber kein Wunder...;-) Mit 10 Stücken melden sich die Röcker zurück und sie haben nichts an Kraft und Melödie verlören, hier bekömmt der Hörer wieder das, was er von Lemmy erwartet und was er an Motörhead sö liebt...;-) Lieder wie „Born to lose“, „I know how to die“, „Devils in my head“, „Rock'n'Roll music“, „Brotherhood of man“, „Outlaw“, öder „Bye bye bitch bye bye“ sind typisch MH und schließen nahtlös an vörangegangene Lieder an und auch musikalisch gibt es keine Veränderungen, aber das darf bei den Mannen auch nicht sein. Dennöch bekömmt der Käufer nicht den Eindruck, hier altes in neuer Aufmachung vörgesetzt zu bekömmen, Motörhead erfinden sich eben mit jeder Platte wieder neu und bleiben döch ihren Wurzeln treu. Die CD kömmt im Digipack mit edlem Cöver und Boöklet mit einem geilen Titelfotö, ein Fotö in Heftmitte und allen Texten nebst etwas eigenartigen und primitiven Zeichnungen. Der Inhalt des Heftes ist alsö nicht ganz sö nice. Wieder ein geiles Motörhead-Werk, welches mir sagt, ich muß ma wieder öfters Lemmy hören!
Meik
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Gunter Gabriel „Wer einmal tief im Keller saß – Erinnerungen eines Rebellen“ Hörbuch 4 CDs
Ich plante ja schon länger mir das Buch zuzulegen, als ich dann das Hörbuch sah, kam ich nicht dran vorbei. Letzten Endes ist mir Gunter Gabriel gerade durch seine Direktheit und die „es wird schon irgendwie weitergehen“-Attitüde mehr als sympathisch. Weitere Pluspunkte konnte er sammeln, in dem er immer wieder mal auch mit Musikern der Unterschicht, oder zumindest jene, die nicht bei den Großen mitspielen, zusammen Lieder für diverse Sampler einspielte. Und auch sein letztes Album „Sohn aus dem Volk – German Recordings“ war für mich ein mehr als ehrliches Comeback. Und gleich zu Beginn muß ich sagen, daß Gunter Gabriel mir mit diesem Hörbuch noch sympathischer geworden ist. Aber nun zu dem Hörbuch selbst. Auf 4 CDs erzählt Gabriel den Hörern seine Geschichte und das so ehrlich, humorvoll, aber auch direkt und ohne Wortanpassungen, nur um allen gerecht zu werden. Gunter Gabriel nimmt nunmal Worte wie „ficken“, „Arsch“, „Bulle“ in den Mund und steht dazu. Genau das ist es ja, was ihn so ehrlich macht. Nach einer Einleitung geht es gleich um eine Story seines späteren Lebens, um dann aber später mit der Kindheit loszulegen und das mit allen Höhen und Tiefen und nichts geschönt. Hier zeigt sich schön, daß Gabriel nie Zucker in den Arsch geblasen wurde und er selbst seinen Arsch immer in Bewegung halten mußte, um irgendwann der zu werden, der er war, der er ist. Von Kindheit, Jugend und Lehre geht es um erste Jobs als DJ. Um dann später als Songwriter und Musiker durchzustarten. Er schrieb verdammt gute Songs und machte andere dadurch berühmt. Er selbst war erstma nur der Mann im Hintergrund. Dann kam seine Karriere als Musiker und zwischendrin immer mal wieder lockere Geschichten über „Wein, Weib und Gesang“. Mal hatte er Geld, mal war Gabriel pleite, aber niemals war er hoffnungslos. Und so konnte er selbst, das für ihn unsägliche Kapitel Eisleben, wo er ziemlich unwirsch und unbeherrscht ein paar Worte sagte, die ihn nicht gerade beliebt im Osten der Republik machten, im Nachhinein positiv sehen, als DJ Kotze daraus einen Song machte und dadurch bekannt wurde. Er erwähnt in einem Kapitel auch das Thema Punk und sagt, daß er schon länger Bands wie Lokalmatadore kannte und er mit den Kassierern befreundet ist und durch ein Tribut-Projekt mehr Bands des Genres kennenlernte, beim Anblick derer, er früher wohl die Straßenseite gewechselt hätte... Auch erzählt er von der Nummer mit der Nummer. Dahinter versteckt sich seine spontane Idee, seine Schulden mit einer „Wohnzimmertour“ loszuwerden, genial einfach und genial rentabel. Auch redet Gabriel darüber, wie es zu den deutschen Intonierungen von Cash-Klassikern kam und daß er den Man In Black noch persönlich kennenlernen durfte. Wenn Gabriel auch selber sagt, daß der zweite Titel seines (Hör)buches „Erinnerungen eines Rebellen“ etwas hoch gegriffen ist, so sage ich, gerade jetzt nach Hören dieser CDs, wenn noch einer die Bezeichnung „Rebell“ in Deutschland verdient hat, dann ist es Gunter Gabriel. Und ebenso könnte man Gunter Gabriel als Punk bezeichnen, denn er macht was er will und wie er will und das ohne auf irgendwelche Etikette zu achten, denn auch er weiß „Etikette tötet“...;-) Gunter Gabriel hat eine durchweg hörenswerte Stimme und durch seine lockere und humorvolle Art macht das Hören echt Spaß. Aufgelockert werden seine Anekdoten mit akustischen Liedbeiträgen einzelner Gabriel-Klassiker in Kurzform. An der Aufmachung wurde leider etwas gespart und im Aufklappeinleger gibbet nur die Kapitel nochmal zu sehen, etwas Werbung für Buch und das „German Recordings“-Werk und das war's. Nehmt Euch ein paar Stunden Zeit, vergeßt alles andere und hört Euch die Geschichten an, die Gunter Gabriel aus seinem Leben erzählt, hier lohnt echt jede Minute! Die Anschaffung lohnt!
Meik
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Diverse „Brown Bag Propaganda“ Vol. II
Hatte eine andere Folge dieser Samplerreihe ja schon in Zusammenhang mit dem Radical Roots Zine erwähnt. Auf dieser Scheibe versammeln sich alle möglichen Bands aus den Bereichen Punk, Streetpunk, sowie Hardcore und für mich sind bzw. waren die meisten Bands bisher unbekannt. Aber einige „alte Bekannte“ findet man dann auch auf der CD, so z.B. die Angry Bootboys, Animal Train (hatte mal 'ne kurze Bandgeschichte in der MF), Sad But True (zumindest vom Namen her bekannt), The London Diehards, The Barons und TMF. Es wär' aber schade, sich nun nur auf die bekannten Acts zu stürzen und den Rest unbeachtet zu lassen. Allerdings kann ich bei 29 Liedern auch nicht auf alle groß eingehen... Die ersten Bands liefern recht rauen Punk ab und der klingt gar nicht mal schlecht. Ohne es schlecht zu meinen, würde ich mal sagen, daß hier einige Bands echt wie 'ne ungeschliffene Version von Green Day klingen und das gefällt mir echt gut! Nun gut, einige Songs sind mir dann doch wieder zu schleppend, aber Bands wie Bombs Over Broadway, The Scam und The Hairlips bleiben schonmal hängen. Track 11 sind dann die Angry Bootboys, deren Debut mir schon sehr gefiel, und hier auch die erste Band, die mir wirklich was sagt. „Sound of the streets“ klingt verdammt geil und zeigt, daß sie beim Debut nicht stehen geblieben sind. Schönes Ding! Dann kommen Celebrity Stalkers, die vom Gesang her, schon teilweise an Jello Biafra von den Dead Kennedys erinnern und von daher schon in guter Erinnerung bleiben... Animal Train liefern hardcorelastigen Punk ab, der zwar gut reinhaut, aber nicht unbedingt meine musikalischen Vorlieben bedient. Dann kommt mit Bob Problem & The Automatics schön roher und ungeschliffener Punk, der Demoqualität hat und nicht nur deswegen besonders viel Charme hat. The Rooks hauen in dieselbe Kerbe und punkten somit auch bei mir. Zwischendrin sind dann immer mal wieder Sachen, die nicht unbedingt mein Paar Boots sind, aber so sind Sampler nunmal. Mit Sad But True ist dann die zweite deutsche Band an Bord, aber irgendwie will das Lied „Burn f*** bitch“ nicht unbedingt bei mir hängen bleiben, obwohl sie mir von der Musik her echt zusagen. The Olympians aus Kalifornien gehen dann gleich von den ersten Tönen her ins Ohr. Dann wieder Sparte „unhörbar“ mit Hardcore aus Spanien und Dänemark die Hardcorefans aber sicher glücklich machen und ein weiterer Punksong. The London Diehards rocken wieder mal wie Sau mit schönem Singalong und gefallen mir gut. Barons sind dann auch hörenswert und TMF rocken auch gewohnt gut. Mit The Erratics kommt der Sampler dann zum Schluß und punktet nochmal. Sampler sind ja immer Geschmackssache und meist ist es eine bunte Mischung, so auch hier. Das Hauptaugenmerk liegt hier sicher bei Punk, Streetpunk und Hardcore. Bands, die ich hervorgehoben habe, sind meine persönlichen Faves und einige sehen das sicher anders. Aber der Gedanke hinter einem Sampler ist ja, daß Bands auf sich aufmerksam machen können und so verschafft dieser Sampler vielen Bands Gehör, die es auch verdient haben. Die CD kommt, wie beim Label üblich, wieder in einer braunen Papiertüte, worin die CD mit Aufklappeinleger in einer Plastikfolie ist.
Meik
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Social Distortion „Hard Times and Nursey Rhymes“
Seit langem mal wieder ein Album von SD, welches ich mir zulegte. Es war einfach mal wieder Zeit für etwas Rock'n'Roll und da paßte es mehr als gut, daß Mike Ness und Co ein neues Album auf den Markt warfen...;-) Nun dreht die Scheibe die erste Runde im Spieler und das erste Lied schon ein ewig langes Instrumental, was mich nicht gerade umhaut und „California (hustle & flow)“ ist mir beim ersten Mal auch etwas zu schleppend. Soll es das gewesen sein?!? Einige Lieder weiter, fehlen mir irgendwie immer noch die Bringer auf der Scheibe. Ich werde mich erstmal um andere Sachen kümmern und der Scheibe später noch eine Chance geben. So, neuer Tag, einige Runden weiter...;-) Der Opener, also Lied 1 (rein instrumental) haut mich immer noch nicht um, war aber auch noch nie ein Freund von Instrumentals, außer bei klassischer Musik. Lied Nummer 2 ist zwar immer noch schleppend, hat aber inzwischen mehr Energie entwickelt und kommt langsam bei mir an... Frauenstimmen untermalen den Song nochmal etwas. Mit „Gimme the sweet and lowdown“ kommt dann auch der SD-Spirit zurück und die Scheibe fängt an gut zu werden. In den Liedern findet man immer wieder kräftige Bluesanleihen fernab einfacher Songs. Dadurch wirkt das Ganze dann vielleicht auch ruhiger und man muß sich damit erst einmal auseinander setzen, bis es bei einem die volle Tiefe der Musik entwickelt. Mit „Alone and forsaken“ covern Social Distortion dann noch Hank Williams und zeigen damit nur einmal mehr auf, daß es hier Musik für Outlaws, Rebellen und Rock'n'Roller gibt. Das Cover gefällt mir dann auch richtig gut. Weibliche Stimmen kommen dann später auch nochmal zum Einsatz und lassen das irgendwie (zu) geschliffen rüberkommen. „Still alive“ ist dann noch ein Lied, was gleich hängen bleibt und die CD zum guten Abschluß bringt. Die CD hat ein edles Artwork, allerdings hauten mich Digipacks noch nie groß vom Hocker und hier scheint der Trend auch zu Sparverpackungen zu gehen...;-( Sprich, hier fehlt das Plastik komplett und die CD wurde einfach in einer weiteren Pappöffnung versteckt. Nice is was anderes! Ähnelt einem Klappcover von LPs und aufgeklappt gibt es die Band(e) in schwarz-weiß zu sehen. Cover und Rückseite sind aber schön gestaltet. Das Booklet wird durch ein, etwas mehr als A3-formatiges, Poster ersetzt. Das ziert ein schönes schwarz-weiß Bild der Band und backseits sind alle Texte nachzulesen. Hier aber auch in smarter, aber schöner Optik. Wieder eine tolle CD von Social Distortion, wenn sie mich auch nicht gerade umhaut.
Meik
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Johnny Cash, Gunter Gabriel & andere „The man in black – the international Johnny Cash“
Hier mal eine etwas andere Compilation zu Ehren des Altmeisters Cash. Grundkonzept ist, daß hier fast ausschließlich deutsches Material von Cash veröffentlicht wurde und Gabriel seine deutsch vertonten Cash-Songs zum Besten gibt. Dazu kommen noch einige andere Musiker mit deutschen Songs von Cash und fertig sind 26 geile Lieder, die bis auf wenige Ausnahmen mehr als hörenswert sind. Den Anfang macht Outlaw und Rebell Gunter Gabriel, der unlängst einen Cop anmachte, er möchte doch seine Finger von Gabriels „Edelkörper“ nehmen, jawoll meine Herrn, so muß Rock'n'Roll sein...;-) Von Gabriel gibbet dann Lieder wie „Man in black“, „Tennessee Flat Top Box“, „I walk the line“, „Folsom prison blues“, „Big river“, „One piece at a time“, „San Quentin“, oder „Wanted man“ auf deutsch vertont, die trotz der Ernsthaftigkeit vieler Stücke doch einen Schuß Humor mitbringen. Auch fällt mir kein Musiker ein, der nur annähernd noch ein Stück Rebell in Deutschland verkörpert wie eben Gabriel. Und so sag ich nur „Ich werd gesucht in Bremerhaven“... Echt geile Songs, die den ersten Part der CD würdig ausfüllen. Mit Shel Silverstein & Johnny Cash wird dann der Übergang zu den Cash-Stücken eingeläutet und gerade das Lied „A front row seat to hear ole Johnny sing“ ist ein richtig geiles Stück, welches ich immer mehrmals hören muß... Der Cash-Part wird dann mit dem Lied eingeläutet, welches den Outlaw Cash nicht besser beschreiben kann, nämlich „Man in black“. Dann bringt Cash einige seiner Klassiker in deutscher Sprache und der fette amerikanische Slang macht das Ganze sehr authentisch. Leider wurden teilweise aus richtig genialen Texten nur mittelmäßige Schlager. Dies ist vielleicht auch ein Grund, warum die Hits nie zu großen Erfolgen wurden. Dennoch sind es schöne Lieder und gerade aufgrund der relativen Unbekanntheit dieser Lieder ein Stück (unbekannter(er) Cash-Geschichte. Hinzu kommen noch zwei Lieder auf spanisch und dann gibt es noch einige Lieder von anderen Musikern, die Cash-Hits auf deutsch vertonten. Die Aufmachung kann sich sehen lassen! Es gibt ein schön gestaltetes Digipack mit Bildern von Cash und frühen Fotos Gunter Gabriels. Das Booklet hat 60 (!!!) Seiten und kommt mit allen Texten, einigen Worten zu Johnny Cash und einige bekannte (Mainstream)musiker erinnern sich an den Mann in schwarz. Gunter Gabriel erzählt von seinem Besuch bei der Familie Cash 1980 und alles schön mit Fotos, die man nicht schon überall sieht, abgerundet. Eine CD, die einen der ganz Großen des Rock'n'Roll ehrt und das in einer Form, die nicht auf Kohlemachen aus ist, sondern dem Andenken gerecht wird! Und zudem noch eine wirklich geile Scheibe, die man nicht oft genug hören kann!
Meik
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Die Bonkers vs. Prolligans „Scheiße aus vollen Rohren“ Split-CD
Ein Stelldichein deutscher Prollpropheten, oder was?!? 10 Lieder gibt es hier insgesamt, wobei das Titelstück von beiden Bands zum Besten gegeben wird. Dann covern sich die Bands noch gegenseitig (Bonkers mit „Die Bonkers sind da“ und die Prolligans mit „Alle müssen auf's Revier“). Die Bonkers kannte ich bisher nicht und würde sie in Richtung Dimple Minds einordnen und das dürfte wohl in etwa hinkommen. Allein der Titel „Blauzone“ und der dazugehörige Text weckt Sympathien...;-), das Prolligans Cover rockt auch, wohingegen „Stotter Andi“ gar nicht punktet und der langsam bis mittelschnelle Song „Wir rocken deinen Kiez“ nicht nur textlich ein Ausfall ist, sondern auch musikalisch nicht meins. So, und ab zu den Prolligans, die mich mit der letzten CD ja schon begeistert haben. Und wie ist es hier?!? „Mein Suff und ich“ geht schonmal gut ab und schlägt in die bekannte Prolliganskerbe. „Die beste Zeit“ fängt skalastig an, um dann richtig loszurocken und immer wieder kurz ruhiger zu werden. Textlich eine Mischung aus ernstem Hintergrund und spaßiger Verpackung, oder halt umgekehrt, je nach Pegel... Zum Bonkers Cover habe ich keinen Vergleich, da ich das Original nicht kenne. Die Prolligans Version gefällt mir aber gut. „Schlechter Umgang“ könnte textlich auch von einer Frankfurter Band stammen, klingt hier aber weitaus ehrlicher und mit „Alles was mir heilig war“ kommt die CD zum runden Abschluß. Das Lied ist dann auch eins meiner Hits auf der CD. Die Bonkers sind trotz Ausnahmen nicht gerade mein Fall und die Prolligans punkten hier deutlich. Die Aufmachung kann sich auch sehen lassen und in schönem Artwork gibt es Texte, Fotos und Grüße im Booklet. Für Fans der gepflegten Prollkultur sicher ein Must-Have, für Freunde der Prolligans sicher auch Pflicht und ansonsten Geschmackssache.
Meik
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The Offenders „Shots, screams & broken dreams“
Neustes Werk der Hitlieferanten. Dieses Mal gibt es 13 Songs zu sluschen und das in gewohnt geiler Mischung aus Two Tone, Skinhead Reggae, Mod, Punk, what ever... Textlich wieder 'ne gute Mischung aus „Havin' a laugh – havin' a say“ und das dürfte einigen nicht passen, anderen schon. Lieder wie „Psycho journey“ und „Moonstomp Party“, oder „Blood & family“, sowie „Last one of my friends“ bleiben gleich im Ohr hängen und lassen das Tanzbein zucken. Groß Neues erwartet einen hier nicht, aber warum soll man gut befahrene Wege auch verlassen... Die Aufmachung ist einfach und im Booklet findet man alle Texte. Wieder 'ne super CD der Italiener!
Meik
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Jimmy Cliff „Harder road to travel – Best of...“ Do-CD
Noch relativ frische „Best of...“ von Jimmy Cliff und bei Trojan erschienen. Wenn Cliff auch später im Mainstream zuhause war und ist, so hat er doch auch seine Inspiration bei Bands unserer Szene hinterlassen („King of kings“ Evil Conduct und „Miß Germany“ Stomper 98, um nur zwei zu nennen). Ich selbst höre seine Sachen immer wieder gerne und da überlegte ich bei dieser Do-CD nicht lange und orderte sie mit. Hier sind dann auch auf 2 CDs alle Hits der „Frühzeit“ versammelt, seinen Mainstreamhit wie „Reggae nights“ sucht man hier vergeblich und der würde musikalisch auch nicht ganz auf die CDs passen, da hier alles noch ungeschliffener klingt. Lieder wie „Miß Jamaica“, „King of kings“, „Hard road to travel“, „Wonderful world, beautiful people“, das sehr politische „Vietnam“, „Sufferin' in the land“, „Come into my life“ und „You can get it if you really want“ dürfen hier aber nicht fehlen. Dazu kommt noch ein unveröffentlichtes Stück („A little bit of soap“) und ein Duett mit Millie Small. Insgesamt 40 Lieder, wobei CD 1 für die Phase von 1960 bis 1969 und die zweite CD für die Phase von 1969 bis 1972 steht. Das nett gestaltete Booklet kommt mit einer Biografie von Jimmy Cliff und einigen Fotos. Tolle CDs des Musikers und auch für Leute, die sich einen Überblick über Jimmy Cliff verschaffen wollen.
Meik
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Diverse „Motown meets The Beatles“
Hier wartet Motown mit einem Beatles-Tribut der Extraklasse auf, denn hier spielen Motowns größten Künstler Songs der Liverpooler nach und das kann sich hören lassen. So geben hier u.a. die Supremes „A hard days night“, Stevie Wonder „We can work it out“, The Temptations „Hey jude“, Marvin Gaye „Yesterday“, Supremes „Come together“, Diana Ross „Imagine“ und Edwin Starr „My sweet lord“ wieder. Einige andere habe ich hier nun nicht erwähnt, habe hier jetzt einige der bekanntesten Hits rausgesucht. Es lohnt allein schon, die Beatles Klassiker hier in völlig neuer Inszenierung zu hören. Okay, wer weder was mit den Beatles noch mit Soul anfangen kann, der wird auch an der CD nichts finden. Mir sagt das eine wie auch das andere durchaus öfter mal zu... Die Aufmachung ist recht spartanisch und im Klappcover gibt es lediglich einen Hinweis zum Zustandekommen des Werks und die einzelnen Interpreten mit Liedern nochmal in Fettdruck. Das Cover hingegen ist toll gestaltet und zeigt die Achse zwischen der Autostadt Detroit und der Hafenstadt Liverpool. Ja, jetzt wird mir wahrscheinlich wieder imperialistischer Größenwahn etc. vorgeworfen...;-) Wie dem auch sei, diese CD kann mich voll und ganz überzeugen und läßt sich auch gut in ruhigeren Stunden noch hören.
Meik
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The Birds „The collectors guide to rare british Birds“
So, krasser Stilwechsel und hin zu einer Compilation der Birds. Diese haben aber nichts mit den amerikanischen Namensvettern The Byrds zu tun, die ja einige Hippiehymnen hatten. Die Engländer waren dann doch eher am Rythm & Blues orientiert und brauchen keine Vergleiche mit The Who scheuen... Auf dieser Zusammenstellung befinden sich 18 Stücke, davon waren einige bis dato noch unveröffentlicht. Die Stücke sind alle sehr blueslastig und hauen in die Kerbe von Who und anderen. Also mal etwas Abwechslung für das vom Punk und Streetpunk geschundene Ohr...;-) Einige Lieder sind hier in mehreren Versionen, darunter auch Demostücke, drauf. Ist zwar nicht gerade vielseitig, aber abwechslungsreich ist es dennoch. Wie der Titel ja schon sagt, ist hier eher das Sammlerherz gefragt und von daher paßt das schon alles. Die CD ist sehr schön aufgemacht und die Hülle ist von einer toll aufgemachten Papphülle umgeben. Das Booklet beinhaltet eine Bandbio, Fotos und anderen Schnickschnack. Wer auf Sachen von The Who steht, der kann hier nichts falsch machen.
Meik
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Diverse „United Skins for freedom of speech“ Do-CD
Randvolle Do-CD mit 48 Songs und fast eben so vielen Bands und das dann auch ziemlich international. Bei den Aufnahmen handelt es sich zum Teil um unveröffentlichte Stücke, oder Lieder die bisher nur auf Platte zu bekommen waren, und die bereits bekannten Lieder von Bands runden das Gesamtergebnis schön ab. U.a. sind hier Bands wie The Firm (hier mit einer passenden Antwort auf den pietätlosen Song der Towercocks, äh ...blocks), Faustrecht (mit der Singlefassung ihres Liedes „S.h.a.r.p.“), Brassic, The Pride, English Rose, Short Cropped (mit einem geilen Opressed Cover von „Riot“), Crucial Change, Orgullo Sur, Rampage, The Widomakers, Les Vilains, Punk Front, Angry Bootboys, Kill Baby, Kill!, Orange Blood, Shaven Heads, Rien Ne Vas Plus, I Don't Like You, und das ist echt nur ein kleiner Auszug..., drauf. Neben eigenen Liedern liefern einige Bands hier echt geile Coversongs ab. Bei Samplern hat man ja meist Licht und Schatten und hier überwiegt aber durchweg das Gute und bis auf wenige Ausnahmen rocken alle Sachen ohne Ende. Das Motto des Samplers spricht dann auch für sich. Die Aufmachung ist recht einfach und neben einigen Bildern im Klappcover gibt es noch Bandkontaktadressen. Beim Entziffern der Bands und Lieder auf der CD-Rückseite kann man schonma leicht Probleme mit der kleinen Schrift bekommen, aber irgendwie muß man die Masse an Liedern ja textlich unterbringen... Nach langem mal wieder ein richtig guter Sampler!
Meik
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Roy Ellis, Mr. Symarip „The Boss is back“
Da isser endlich wieder und das mit einer tollen Scheibe. Aber ich will ehrlich sein, beim ersten Hören haute es mich nicht gerade um, nun gut, es ist ja auch schwer an das „The Skinheads dem a come“ anzuknüpfen. Aber als ich die Scheibe ein paar Mal rotieren ließ, entwickelte sie sich zu einer Hitscheibe...;-) Das Intro ist witzig und wirkt nicht peinlich und dann setzt es auch schon was, haha. „One way ticket to the moon“ legt die Meßlatte gleich sehr hoch. Dann kommt das Titelstück, welches ich auch in keinster Weise überheblich finde, da Meister Ellis mit Symarip Geschichte schrieb und eine ganze Szene mitprägte und heute, im Jahre 2011, immer noch (auch) für und vor Skinheads spielt. „The Skinheads laughing at me“ zeigt dann auch, daß Mr. Symarip immer noch ein Herz für die Skinheadszene hat. Das Lied strotzt nur so vor Humor. Bei „The rose“ dachte ich erst, den großartigen Barry White zu hören, bei genauem Hinhören erkennt man aber Ellis' Stimme. Hieran zeigt sich die Vielseitigkeit und das große Sangestalent des, auch als Gospelsänger auftretenden, einstigen Kopfes von Symarip. Die tiefe Stimmlage von Roy Ellis zaubert hier eine Gänsehaut hervor. Das Lied sticht auch etwas aus dem Gesamtalbum raus, da es mehr soulig ist und auch hier sind Parallelen zu Barry White nicht von der Hand zu weisen. Neben „The Skinheads laugh at me“ einer der ganz großen Hits auf diesem Album! „Skinhead Johney & Susy“ ist ein weiterer Anspieltip. Musikalisch ist es die gewohnte Kost mit teils souligen Anleihen und von Mal zu Mal gefällt mir das Album besser! Die Aufmachung kann sich auch sehen lassen. Die CD kommt als normale CD, ist aber zusätzlich noch in einem Pappschuber und macht so äußerlich schon was her. Das Booklet kommt mit allen Texten, leider ohne großes Artwork und auf der Heftrückseite sind noch ein paar Fotos zu bestaunen. Das „Mr. Symarip“ ist dann hier auch klein gedruckt und ich finde auch, daß Ellis es nicht nötig hat, sich hier noch mit dem Namen seiner einstigen Band zu schmücken, auch wenn es stimmt... Ich kann da nur noch sagen: „I want all you Skinheads to get up on your feet – Put your braces together and your boots on your feet – And give me some of that old moonstomping!“ Kaufen!
Meik
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Eight Balls „Oi! the upper class“
Mit dem letzten Album konnten mich die Hamburger Prolls nicht gerade begeistern, doch dieses Album überzeugte mich echt voll und ganz. Gut, textlich nicht unbedingt immer 100% Dortmund, äh meins, aber im Großen und Ganzen gefallen mir die Texte sehr gut. Diese sind dann auch wirklich jenseits von dummen linken Phrasengedresche und sehr szenebezogen. Man kotzt sich gegen die Politik und Ewiggestrige aus, fragt sich „Was bedeutet Oi!?“, man haßt Menschen, tut alles für die Firma und fühlt sich im „Arbeiter Punk“ daheim. Das umreißt in aller Kürze mal die Lieder der Scheibe. 2 Titel in englischer Sprache („Still alive & kicking“ und „Sick love“) gibt es auf der Scheibe auch. Meine Tophits sind dann „Alles für die Firma“, „Nutze den Tag“, „Scheißeschmeißer“, „Still alive & kicking“, „Individuell“ und „Was bedeutet Oi!?“. Musikalisch echt eingängiger Streetpunk mit viel Melodie. Bei der Aufmachung spielt man mit RAF-Symbolen bzw. hat diese umfunktioniert und ob man Insignien von Gewohnheitsverbrechern und Mördern nutzen muß, wenn man totalitäre Systeme ablehnt, lasse ich mal dahingestellt. Das Cover ist auch eher militaristisch und erinnert an autonome Krawallmacher. Provokativ ist es allemal und darum geht es ja im Punk und Titel und Aufmachung dürften wohl eher der Provokation als der Verherrlichung dienen. Neben Danksagungen gibt es noch Fotos und alle Texte im Beiheft. Eine wirklich gute CD, die sehr oft bei mir läuft.
Meik
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Alte Schule Demo-CD
Nachdem man die Jungs einige Male live bestaunen konnte und immer wieder Gerüchte im Umlauf waren, daß das Demo bald kommt, ist es nun endlich da. Inzwischen verfügt die Band über einen zweiten Sänger, was das Ganze noch abwechslungsreicher gestaltet. 8 Lieder mit gut 22 Minuten Spielzeit gibbet hier zu hören. Textlich geht es viel um „Treue & Ehre“ (der absolute Hammer der Scheibe und auch live ein geiles Stück!) und soldatisches und den Kampf, sowie „Gesinnungshaft“: also auch hier historische Schule...;-) Mir persönlich etwas viel davon, aber das sehen andere sicher anders. Szentetypisches kommt hier leider nicht vor. Musikalisch gibt es mittelschnellen bis schnellen RAC auf die Lauscher und der kann sich echt hören lassen. Alles wurde professionell im Studio eingespielt und die CD ist gepreßt und nicht gebrannt. Die Scheibe kommt im Pappschuber in schlichter Aufmachung und die CD ist auch bedruckt. Alles limitiert auf 1000 Einheiten und beim Versand Eures Vertrauens für schmales Geld zu haben. Wenn mir auch textlich nicht immer alles liegt, so ist es ein sehr gutes Demo und man darf gespannt sein, was die Alte Schule noch vorbringt.
Meik
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Brutal Attack „Straight eights“ CD (plus DVD???)
Und gleich nochmal Nachschlag in Sachen Oldschool-RAC. Dies ist das Werk zu Kens 30jährigem Bandbestehen, obwohl man von fester Band wohl nicht unbedingt sprechen kann. Erst konnte ich mich mit dieser Scheibe auch net richtig anfreunden, da mir alles zu glatt und zu sehr nach Mainstreamrock klang. Aber ich gab der Scheibe 'ne dritte bis achte Chance und siehe da, ich finde sie nun gut...;-) Ken war ja schon immer ein großartiger Songwriter und auch hier ist es ein tolles Songwriting und man merkt, daß Ken nicht mit irgendwelchen Parolen auf Kundenfang gehen muß. 30 Jahre Brutal Attack heißt aber auch eine 30jährige Weiterentwicklung der Musik und auch der Texte. Hier geht es viel um Freiheit, Freundschaft und Familie. Also alles doch typisch BA, aber halt neu verpackt. Besonders gut gefällt mir „Here we go again“. Auf dieser CD ist nicht nur die Musik mehr als ausgereift, es wird auch mit Hintergrundchören gearbeitet und ist teilweise echt gewöhnungsbedürftig für den RAC-Puristen. Aber warum soll das Rad stehen bleiben?!? Ruhigere Töne werden auch dieses Mal wieder angeschlagen und somit hat die Pladde alles, was eine BA-Pladde haben sollte...;-) DVD-Zugaben bei CDs sind ja in vielen Musikbereichen schon Standard und eine nette Geste. Die DVD hier kann bei mir aber gar nicht punkten. Was ist da los?!? Ganz einfach während der ganzen DVD ist unten ein Standbild aka Foto von Ken zu sehen und oben drüber ein schlecht aufgenommenes Konzert zu sehen. Also bewegte Bilder nur auf der Hälfte des Bildschirms, TVs, oder was auch immer. Von daher kann ich die verschleierte Aussage des Labels auch verstehen, die zur DVD sagen: „Und als ob das noch nicht genug wäre, gibt es zu diesem Jubiläum noch eine DVD. Inhalt? Schaut es Euch an!“ Nee danke, echt keine Lust dazu, man erkennt ja eh nichts!!! Habe 'ne Aufnahme vom Ende der 80er und die rockt mehr...;-) Man hätte das Material als Bonus-Live-CD draufpacken sollen und gut is'. Die Aufmachung ist sehr schön, wenn auch etwas zu bunt für meinen Geschmack. Im Beiheft bekommt Ihr alle Texte, viele Fotos und Credits geboten. Da es die CD zum normalen Preis gibt, kann man sich die CD ruhig zulegen, obwohl mir die alten Sachen echt besser gefallen. Nicht gerade ein Muß, aber doch eine hörenswerte Scheibe.
Meik
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Brutal Attack „Live in Hungary 2008“
Hier mal eine Livescheibe des RAC-Urgesteins, wobei BA ja eigentlich nur noch Ken mit stets wechselnden Gastmusikern ist. Aber das tut der Sache ja eigentlich keinen Abbruch, zumal sie live ja eh nur Klassiker verbraten und da gibt es schonmal keine Ausfälle. 11 Songs, darunter Kracher wie „Tales of glory“, „RAC“, White pride, white passion“, „Ambers of yesterday“, „Always near“ und der Rock'n'Roll-Klassiker „All right now“ der hier zu „All white now“ wurde. Zu den Liedern muß wohl nichts mehr groß gesagt werden, sie kennt eh jeder. Die Qualität der Aufnahme ist echt gut, nur die Pausen zwischen den einzelnen Tracks finde ich nicht so schön, da eine Liveaufnahme für mich ja das Ganze mit allem drum und dran rüber bringen soll... Da nehme ich dann auch Verspieler und Musik mal nicht so gut abgemischt in Kauf. Dennoch bringt Ken zu vielen Liedern vorher noch 'ne Ansage und da hört man, daß er nicht mehr der Jüngste ist und schon mit Schnappatmung zu kämpfen hat, haha. Aber nichts für ungut, was Ken da abzieht, da sehen schon ganz andere alt aus, hehe. Die CD hat ein schönes Cover und im Heft bekommt Ihr Einblicke zum Hintergrund des Konzerts, allerdings in recht schlichter Aufmachung und der Text wurde groß über die Fotos gedruckt. Hätte man den an den unteren Rand gesetzt würde das vom Layout her besser aussehen. Inmitten gibbet dann noch die aktuelle BA-Besetzung zu begutachten und fertich is'. Eine tolle Livescheibe.
Meik
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Evil Conduct „Rule o.k.“
Da sind sie wieder, die Holländer mit den unverkennbaren Melodien und es scheint da weiter zu gehen, wo es mit „King of kings“ aufhörte... Die Single „Home sweet home“ wurde hier komplett mit aufs Album geschmissen und das wird die Plattensammler sicherlich etwas anpissen und ich frage mich auch, warum das denn sein muß, aber egal. Darüber hinaus gibt es dann aber 10 neue Lieder und diese sind wieder typisch EC. Und auch textlich gibt es wieder Evil Conduct in Reinkultur, heißt: Liebe zum Skinheadkult, Sozialkritik, Wut und Frust u.ä. Warum soll man auch das Rad neu erfinden, wenn es gut lOi!ft?!? Die Aufmachung geht schon in Ordnung und im Booklet gibt es alle Texte ohne viel Schnörkel. Insgesamt brauchte die Scheibe mehrere Anläufe, um bei mir voll zu punkten, aber dann entwickelte auch diese CD ihr volles Bouquet und begeistert mich wieder. Aber ich muß sagen, daß sie für mich nicht ganz an die „King of kings“ rankommt. Wieder eine gute CD von EC, für mich aber nicht unbedingt eine Steigerung zum letzten Album.
Meik
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Elbroiber „Immer gegen den Strom“
Diese CD drückte mir Elbroiber Tim auf einem Konzi in die Hand, nochmal danke dafür. Laut CD-Druck („3 Jahre Grauzone Rock'n'Roll“) gibt es sie ja schon einige Zeit und das ist ihr erstes Album und das komplett selbst produziert. Es erwarten Euch 9 reguläre Lieder und zwei Bonussongs. Textlich geht’s z. B. um das Selbstverständnis der Band („Wir sind wieder da“), „Immer gegen den Strom“, Freundschaft, „PC Spinner“, verlogene Politik, „Teufel Alkohol“ . Insgesamt echt tolle und vor allem kritische Texte, ohne sich irgendwo einzuschleimen. Musikalisch ist es rauer aber melodischer Skinhead Rock'n'Roll, oder eben „Grauzone Rock'n'Roll“, der mir echt gut gefällt. Bei der Aufmachung der CD gab man sich auch echt Mühe und mir scheint es, daß einige Eigenproduktionen inzwischen mehr Liebe zum Detail haben als „fett produzierte“ Labelsachen... Im Beiheft gibt es alle Texte und eine Reihe von Fotos (im wahrsten Sinne des Wortes). Mir gefällt das Werk echt gut und ich bin gespannt, was da noch kommt. Seht Euch mal nach der Scheibe um!
Meik
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Frühstückspause „Fux du hast die Gans gestohlen“
Neues Werk der Durchgeknallten aus dem Märchenwald, oder eben der Lokalmatadore des Ostens. 14 neue Lieder und meist wieder völlich krank, aber wat soll's?!? Was Lieder wie „Thailand Doc's“ oder „Die Patriotin“ sollen, vermag ich nicht zu sagen. Vor allem letzteres mit textlichen Ergüssen wie „... Ich kann nicht mit 'ner Patriotin und bist du noch so geil. Junge Union, Vollidioten. Verzichte auf dein Hinterteil. ...“ Um so mehr begeistert mich aber der Text von Scheitelzecke!!! Auszug gefällig?!? „Du bist ein Thor, ein Steiner bist du nicht. … Dein Schneider wohnt in Dubai und du wohnst in Döbeln. Dein Schneider der ist reich und du hast nichts zum Vögeln. ...“ Geil!!!War ich vom „Durchgeknallt im Märchenwald“-Album noch vollends begeistert, so haut mich hier aber eigentlich nur das Lied „Scheitelzecke“ um. Obwohl in „Berlintaxi“ bringt man noch humoristisch rüber, daß man ohne Fremdsprachenkenntnisse nicht immer dahin kommt, wo man hin will. Die CD ist ein Digipack und alles irgendwie im christlichen Gewand und Verulkung der Kirche. Hiernach sind wir sicher nicht mehr Papst...;-) Im Booklet gibt es ohne großes Trara alle Texte und kein Artwork. Das aufgeklappte CD-Cover soll dann laut Aufdruck auch als Bierdeckel und Aschenbecher dienen, was ich witzig finde, der Aufforderung aber nicht nachkomme, da ich selbst diese CD nicht verschandeln will... Ich hör nun nochmal „Scheitelzecke“ und höre dann wieder das Mülheimer-Original.
Meik
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Diverse „The Essential Collection of Sun Records“ 3 CD-Metalbox
Ein tolles Schnäppchen was ich da zufällig auf „Dienstreise“ machte, haha. Hier machte man sich mal die Mühe, eine Kollektion aus DER Rock'n'Roll-Schmiede schlechthin zusammenzustellen und das ist, meiner Meinung nach, auch vollends gelungen. Durch das Sun Label wurden Größen wie Elvis, Jerry Lee Lewis, Carl Perkins, Roy Orbison oder aber Johnny Cash erst zu dem, was sie heute sind: Legenden. So gibt es auf den 3 CDs viele Perlen des Rock'n'Roll oder Rockabilly von e.g. Musikern oder auch vom Million Dollar Quartett, dem auch Cash angehörte, oder Dave Dudley. Jede CD geht gut 50 Minuten und zur den Interpreten oder der Musik muß ich wohl nichts mehr sagen. Aber auch die Aufmachung kann sich sehen lassen. Das Ganze kommt in einer schönen Metalbox mit Prägedruck. Der Innenraum ist samtartig in schönem Schwarz ausgestattet und es gibt ein 24 Seiten-Beiheft mit der kompletten Sun-Geschichte. Diese Box ist wirklich ein schmuckes Sammlerstück; oder eignet sich optimal dazu, um auf den Spuren von Sun Records zu wandeln; oder aber um sich mit dem Beginn der großen Stars des Rock'n'Roll zu befassen. Diese Compilation erschien übrigens 2010, sodaß sie eigentlich noch überall zu haben sein müßte. Zugreifen!!!
Meik
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Faustrecht „Straßensozialisten“ limitierte Box mit Single, Schal, Metal-Pin, Poster und Aufkleber
Kurz vor Jahresschluß noch so ein Schmankerl und da ist mir die Deadline dann auch egal...;-) Wie dem auch sei, hier kommt das neue Faustrecht Album und somit ein Garant für guten deutschen Skinhead-Rock und RAC. Das Album gibt es als „normale“ CD und eben in limitierter Sammlerbox mit einen Haufen Schnickschnack oben drauf, aber dazu später mehr. Textlich gibt es die gewohnte Kost und der Titel dürfte klar machen, für was Faustrecht immer noch stehen. 11 neue Lieder gibt es hier zu hören. Gleich der erste Titel, „Wenn Herrscher zu Knechten werden“, geht ins Ohr und hat schonmal Ohrwurmcharakter. Hier geht es um das Recht auf Selbstbestimmung und gegen die Knechtschaft der Globalisierung und des Kapitals. In „Der Letzte macht das Licht aus“ geht es um das Angepasse in der Szene und Faustrecht streuen mächtig Salz in offene Wunden und das ist gut so! Beim dritten Lied bekommen die Jungs Unterstützung von Lunikoff und das klingt gar nicht mal schlecht. Eigentlich auch ein Ding, was man so von beiden Seiten nicht erwartet hätte... Dafür kann sich das Ergebnis aber hören lassen. Hier geht es darum, auch weiterhin Widerstand zu leisten. In den anderen Liedern geht es dann auch um den Widerstand gegen soziale Mißstände, das Fehlen der freien Meinungsäußerung, den 3. Weg als Lösung, die soziale Revolution, das Gedenken an gefallene Soldaten und natürlich auch die Skinheadszene. Textlich gingen Faustrecht schon immer eigene Wege und hoben sich damit positiv von der Masse ab. So ist es auch auf dieser Platte. Faustrecht bringen hier wieder gewohnt gute und sozialrevolutionäre Texte im Einklang mit gutem RAC. Aber auch musikalisch haben die Mannen, meiner Meinung nach, nochmal zugelegt. Alles klingt irgendwie noch ausgereifter und druckvoller als noch auf dem guten Vorgänger. Experimente wurden hier aber nicht gemacht, warum auch?!? Das letzte Lied beginnt als ruhige Ballade und geht dann in eine Rockballade über. Die CD hat ein schönes Artwork und das Beiheft ist ebenfalls schön gestaltet. Im tollen Layout bekommt der Käufer alle Texte geboten. Ob die Lieder nun unbedingt nochmal auf der Rückseite des Booklets abgedruckt werden müssen, ist nicht unbedingt eine Kritikfrage... Zuguterletzt melden sich Faustrecht dann im Beiheft nochmal zum Thema „unpolitisch“ zu Wort und machen klar, daß das nur eine andere Ausdrucksweise dafür ist, keine Meinung zu haben. Recht so! Und weiter „Wir sind Skinheads, wir sind unbequem und wir erlauben uns sogar eine Meinung zu haben, die vielen Leuten nicht gefällt. … Skinhead zu sein bedeutet Rebellion, ein unangepaßtes Leben, der Stachel im Arsch der Gesellschaft, der so richtig weh tut. ...“, wenn das nicht tolle Abschlußworte zur CD sind...;-) Nun zur Box und dem ganzen ZOi!gs in eben dieser. Die Box ist auf 500 Einheiten limitiert und handnumeriert. In der viereckigen Schachtel, die ebenso wie die CD gestaltet ist, befindet sich noch eine Single mit zwei Liedern. Zum einen, das schon vom Demo her bekannte, „Sharp“ (soll aber neu eingespielt worden sein) und „Nothing is in vain“. Mangels Plattenspieler kann ich dazu jetzt nichts sagen. Dann bekommt Ihr noch einen Faustrecht-Schal, genau das richtige für die kalte Jahreszeit; einen Metal-Pin, ein Poster und einen Aufkleber oben drauf. Da ist es nur ein minimales Manko, daß Box und CD die gleiche Aufmachung haben und daß die Single nur in weißer Hülle kommt. Ist aber sicher auch eine Geldfrage und das Ganze soll ja im erschwinglichen Rahmen bleiben. Für Sammler ist die Box genau das richtige und für alle anderen sollte wenigstens die CD zum Pflichtprogramm gehören! Kaufen, sonst rot...;-)
Meik
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Die etwas andere Besprechung:
On The Job „Rock'nOi!“
Wurde ja als Das Album schlechthin angepriesen und so orderte ich mir das Teil gleich mal, doch ich hatte im ersten Anlauf wenig Glück, da ich scheinbar eine gebrauchte CD mit komplett zerklebten und angerissenem Booklet zugeschickt bekam, also mußte ich als Könich Kunde von meinem Umtauschrecht Gebrauch machen und auf Ersatz warten. Fortsetzung folgt... Ca. 1 Woche später: Ich warte immer noch...;-( Immer noch warten... Auf meine Mails wurde gar nicht reagiert und es war ein ziemlich einseitiger Mailkontakt. Dann passiert etwas: Irgendwann nach 1 ½ Wochen kam doch mal eine Mail zurück, in der man die Rücksendung bestätigte und sich für das Nichtmelden damit entschuldigte, daß ja auch Wochenende war und ein Feiertag im Bundesland zu beklagen war... Nun gut, wenn in XX-XX das WE und ein Feiertag 1 ½ Wochen dauern, dann ziehe ich meinen nicht vorhandenen Hut... Nun wollte man den „Vorgang prüfen“?!? Hallo??? Kaputte und versiffte CD!!! Sollte da nun ein außenstehender Gutachter ran, ich hätte das auch selbst gesehen... In voller Erwartung warte ich weiter...: Gut eine Woche später die Mail, daß die CD nun nachbestellt wird und ich wahlweise die CD bekomme, oder aber mein Geld zurück erhalte. Gutgläubig wie ich nunmal bin, setzte ich auf die CD. Mein Fehler! 2 Tage später (oh, das ging ja echt fix...) eine neue Mail des Versands und ich dachte, es wäre die Bestätigung, daß meine CD nun auf dem Weg zu mir ist. Denkste Puppe, die CD ist anscheinend nicht mehr lieferbar und ich konnte wieder zwei Joker ziehen, entweder eine Ersatz-CD, oder aber das Geld per paypal zurück. Da ich von dem Versand gleich nach der ersten Bestellung die Schnauze voll hatte und habe, wollte ich nur noch mein Geld zurück. Da das Ganze über paypal abgewickelt wurde, eigentlich eine Sache die umgehend erledigt werden kann. Was passierte nun???: Inzwischen ist fast schon wieder eine Woche um und ich habe mein Geld immer noch nicht wieder. Meine Portoauslagen habe ich ja bereits abgeschrieben, das muß ich wohl auch mit dem Geld der CD nach...;-( Zwischenmeldung: 1 ½ Wochen später wurde ich nach der Emailadresse für den paypal-Vorgang bzw. einer Kontoverbindung gefragt. Über welchen Account lief denn der ganze Mailverkehr bisher?!? Abschlußmeldung: Das Geld war doch glatt 4 Tage nach der Frage von wegen Kontodaten auf meinem Konto, sodaß ich diesen Vorgang als den reibungslosesten vom ganzen Bestellprozedere verbuchen will...;-( Allerdings fehlen satte 40 Cent, das Porto habe ich ja schon abgeschrieben und die 0,40 T€ kann sich dieser Schweineversand sonstwo hinstecken!!! Fazit: Ich bestelle mir die CD nun wieder beim Versand meines Vertrauens und bespreche sie dann, wenn nichts dazwischen kommt, in der nächsten Ausgabe...;-) Aber im Freundeskreis hatten auch einige Leute ähnliche Probleme mit diesen Versand, also alles kein Einzelfall, oder?!?
Review mit freundlicher Unterstützung eines nicht genannten Szeneversandes...
Meik
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Roddy Radiation „The Roddy Radiation Anthology“
Die Wurzeln dieser Band gehen auf 1977 zurück, wo Roddy zusammen mit Bruder Mark dieses Rockabilly-Projekt ins Leben rief. Aber bereits nach kurzer Zeit war es wieder Geschichte, da Roddy gefragt wurde, ob er bei den Specials mitmischen wollte und ob er das wollte. Für die Specials schrieb er viele der ersten Songs. Hier liegt nun eine Art „Best of...“ seines Rockabilly-Projektes mit verschiedenen Gastmusikern vor. Roddy selbst liebt hierfür die Bezeichnung „Skabilly“, wobei mir zu wenig Ska-Anleihen in der Musik vorkommen, wenn sie auch vereinzelt auftreten. Vielmehr höre ich hier eine gehörige Kante Stray Cats raus. Die Zeitspanne der 18 Lieder reicht von Mitte der 80er bis Mitte der 90er und textlich sind es typische Rock'n'Roll-Themen. Musikalisch typischer Rockabilly mit viel Melodie und hier und da mal etwas skalastig, was sich aber echt toff anhört. Im Booklet gibt es eine kurze Geschichte zu Roddy Radiation und Hinweise mit wem die Lieder wann und wo eingespielt wurden. Das Cover ist auch eine schöne Mischung aus Two Tone- und Rockabilly-Style, was mir echt gut gefällt. Tolle CD!
Meik
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Ski King „Early one morning“
Super, die Kenner unter Euch wissen schon beim Titel, daß sich hier mit Sicherheit einiges um Johnny Cash dreht und da liegt Ihr richtig. Mit diesem Album liefert der Ski King ein Coveralbum für den Man in black ab und das kann sich hören lassen...;-) 17 Lieder liefert uns das Album und da kracht jedes einzelne! Würde ich beim Namen des Protagonisten noch auf Atzen oder so tippen, so verfliegt das sofort beim ersten Ton, dieser Kerl hat es echt drauf, seine Vorbilder zu covern. Beim „Walk the line“-Songcontest gewann er mit dem Titel „Hurt“ und dieser findet sich neben anderen Klassikern wie z.B. „Big river“, „Wanted man“, „I got stripes“, „Cocain blues“, „Highway man“, „I walk the line“, „It ain't me baby“ (eigentlich von Bob Dylan, wurde aber erst durch Cash richtig bekannt), „Bonanza“, „Ghostriders in the sky“, „Ring of fire“ oder „When the man comes around“ auf der Scheibe. Zu den Songs brauche ich wohl nicht viel sagen, oder?!? Musikalisch wird sich ziemlich nah am Original gehalten, ohne zu vergessen, hier noch etwas Eigenwürze reinzubringen. Nun aber genug des Lobes, denn ich komme zur Aufmachung und diese punktet an keiner Stelle...;-( Es gibt einen Pappeinleger ohne wenn und aber und auch sonst nichts Erwähnenswertes. Dennoch eine geile CD für Cash-Fans, für Rock'n'Roll-Liebhaber und für Leute, die ihre Party mit tauglicher Musik unterlegen wollen.
Meik
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The Upsessions „Beat you Reggae“
Hier mal wieder klassischer RAC, nein natürlich nicht...;-) Die Upsessions liefern schönen Early Reggae ab, der sich an vielen Originalen orientiert. Die 13 Stücke mit Titel wie „Boss pressure“, „Ready for the beat“, „The black Ballroom Skank“, „Hold me Belinda“, „Big Boss Reggae“ und „Soultrain“ bringen wieder Wärme in die kalte Jahreszeit. Die Musik kann man ohne Probleme desöfteren hören, so man denn auf Skinhead Reggae steht. Der aufklappbare Einleger kommt mit schönem Cover, aber ohne weitere Schmankerl. Dennoch eine schöne Skinhead Reggae-Scheibe!
Meik
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The Offenders „Action reaction“
Wieder etwas von der „Two Tone Antifa Band“, ohne dies bös' zu meinen...;-) Lieder wie „Action reaction“, „Run from riot squad“, „1969 Brigade“, „For the Rudegirls“ und „Dress smart“ dürfte zeigen für was die Offenders stehen. Hier werden meist gute Aussagen mit richtig guter Two Tone-Musik verbunden und das ohne irgendwen zu kopieren. Das Cover ist schön gestaltet und inside gibbet alle Texte. Schöne CD!
Meik
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Arthur & The Spooners „All spooned up“
Japp, Ihr lest richtig, hier eine CD-Besprechung der Pladde... Liegt daran, daß der LP-Version auch 'ne CD beiliegt und ich so auch als CD-Junkie in den Genuß dieser Scheibe komme. Wie gesagt liegt dieser LP noch eine CD ohne Cover etc. bei, was schonmal als kleiner Minuspunkt gilt, wenn man es aus Sicht des CD-Sammlers sieht; bei den Vinyl-Sammlern sieht es sicher umgekehrt aus.. Dafür kann aber das Musikalische auf ganzer Linie punkten. Arthur & The Spooners bieten hier einige Klassiker der Streetpunk-, Oi!-, Hardcore- und auch Mainstreammusik im Skagewand an und das hört sich richtig geil an. Neu intoniert wurden hier z.B. „Nice boys don't play Rock'n'Roll“, „New England“, We're coming back“, „GLC“, „Dancing with myself“ und „Gotta go“, daraus werden dann so witzige Titel wie „Nice boys don't play Ska and Soul“, „Skanking with myself“ oder aber „Gotta Ska“. Das klingt nur noch super und bei den Liedern kommt gleich Laune auf. Zur Aufmachung gibt es nichts zu sagen, da der CD keine Aufmachung zukommt... Das Ganze gibt es aber zum recht günstigen Preis in Zusammenhang mit der Platte, wie diese gestaltet ist, wird Euch sicher Dennis noch vertellen...
Meik
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Shaven Heads Demo-CD
Diese Kombo gibt es noch gar nicht so lange und schwups, kommt das erste Demo. Mehr zur Band findet Ihr auch im Heft in Form einer Kurzbio. Auf 7 Lieder bringt es das Demo. Musikalisch orientiert man sich am rauen 80er Oi! und RAC und solche Bands punkten ja schonmal, ohne was zu machen, bei mir...;-) Textlich geht es dann auch rund ums Leder, ähm um die Glatze und auch hier scheint die Orientierung in den good old 80ies zu liegen, was aber zum Gesamtbild paßt. Beim Lied „Skinheads“ pissen sich garantiert wieder Leute ein, wenn Skrewdriver, Madness und Desmond Dekker in einem Satz genannt werden, aber diese „Verfehlung“ paßt ja auch gut in unser Konzept, haha. „Du bist ein Idiot“ stammt von der Musik her von Les Vilains und der Text ist von SH und richtet sich gegen drogensüchtige Rote und endet in einer netten Schimpfkanonade, sehr schön, aber sicher net jedermanns Bier. Dann gibt es noch ein Lied über Discospinner, eins über die kranke Welt (hier geht es Vergewaltiger und Mörder und die viel zu lasche Justiz), ein Song mit dem Namen „Shaven Heads“ und den Abschluß macht ein Coverstück der genialen Vandalen, nämlich „Skinhead Spass“ und um die Liedaufzählung zu komplettieren: Lied 1 heißt „No surrender“. Das Demo ist 'ne gebrannte CD und kommt mit kopierten Falteinleger. Alles in einfacher aber guter Demoqualität. Schönes Demo und wir hören hoffentlich bald mehr von Shaven Heads!!!
Meik
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The Clichés „Monkey see, monkey do“
Jupp, dat Ding war schon in einer Vorgängerausgabe als LP zugegen, ich möchte aber auch noch meinen Senf zur CD dazugeben...;-) Die Schweden bringen es auf ihrem zweiten Longplayer auf 11 Lieder und man merkt, daß hier keine Amateure am Werk sind. Schön gespielter Streetpunk, oder sach Oi!, mit einer rauen Kante und Texte mitten aus dem Leben, was alles hin und wieder an die alten Klassiker erinnert, ohne es bös' zu meinen. Es geht um Leute, die die Szene kaputt machen; das Wochenendvergnügen; der Frust mit der Arbeit; Gewalt und andere Dinge, die uns wichtig sind. Was will das Kurzhaarherz mehr?!? Das Digipack kommt mit Booklet und allen Texten und das Artwork geht okay. Kaufen!
Meik
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The Offenders „Anthems from the gutter“
Ein weiteres Werk der italienischen Skasters. Erstmal glotzte ich nicht schlecht als ich sah, daß regulär eigentlich nur 2 Lieder auf der CD sind, wären da nicht noch zusätzlich 6 Bonusstücke, die allesamt geliehen und eingeskat wurden... Aber der Reihe nach. In typischer Two Tone-Manier geht es gleich mit „Till I die“ los und das scheint sich dem Fußball verschrieben zu haben. Das Lied „Oi! Skins“ finde ich richtig gelungen und der Refrain „Oi! Skins, kick the scum out, don't forget the roots!“ macht klar, worum es geht und setzt sich gleich in den Gehörgängen fest, wenn Band und ich da sicher auch verschiedene Ansichten zu haben...;-) So nun kommt ein Brett an Coversongs von „Teenage Kicks“ über „Because you're young“ und „White riot“ plus anderen und das alles im smarten Two Tone-Kleidchen, schön schön, nice nice...;-) Die Aufmachung ist sehr sparsam, aber in toller Optik. Der Einleger bietet die zwei eigenen Texte und die Hinweise zu den Originalen. Echt eine geile Scheibe und hier gehen beide Daumen hoch!
Meik
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Desmond Dekker „The essential Desmond Dekker“
„Best of...“ der Reggae-Legende und mit 15 Liedern auch eine gute Ansammlung seiner „Hits“. Namen?!? „007 (Shanty town), „Rudy got soul“, „Rude boy train“, „The Israelites“, „Intensified“, „Ah it mek“ und natürlich „You can get it if you really want“ geben sich hier förmlich die Klinke in die Hand und zu den Stücken braucht wohl nichts mehr gesagt werden. Die Aufmachung ist dürftig, wenn die CD auch mit Papphülle zum Einschieben kommt, so besteht das Booklet nur aus einem gefalteten Einleger mit Kurzbio... Gibt’s aber für schmales Geld z.B. bei Bandworm. Schöne CD, um sich eine Übersicht des Meisters zu verschaffen.
Meik
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Spy Kids/Normals?! „MMX“ Split
Split der deutschen Spy Kids und der Tschechen von Normals?!. Beide Bands sagten mir bis dato nur vom Namen her was, somit konnte ich völlig unbefangen an dieses Review gehen... Insgesamt sind es 8 Lieder und die Spy Kids machen den Anfang. Hier gibt es schön gespielten Skinhead-Rock'n'Roll der noch ohne große Soli und Schnörkel auskommt, wie es ja leider immer mehr der Fall ist. Die Jungs scheinen noch Wert auf das Ursprüngliche zu legen und das ist verdammt gut so! Textlich geht es rund um Alltagssorgen, das Leben als Skinhead und die totale Überwachung. Die Jungs sagen mir auf jeden Fall musikalisch und textlich zu! Nun zu den Osteuropäern. Die Mannen spielen druckvollen und melodischen Streetpunk mit tschechischen Texten, was mir leider net viel sagt, aber dazu später mehr... Musikalisch gefallen mir die Jungs echt gut und da ich schon immer gerne osteuropäische Bands mochte, stört mich auch die Sprache nicht sonderlich. Textlich ist man auch sehr sozialkritrisch und rotzt nicht irgendwelche Parolen runter. Es geht u.a. um den Hunger auf der Welt und daß man das schon gar nicht mehr wahrnimmt und falsche Freunde. Die Split kommt mit allen Texten und schönem Fotoartwork im Hintergrund. Die Texte der Tschechen wurden hier auch nochmal ins Englische übersetzt, was nicht nur der Völkerverständigung dient, sondern auch eine tolle Idee ist. Eine echt geile Scheibe und für Warboots Records ein mehr als gelungener Einstand!
Meik
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Sampler „Radio Riot Vol. III“
Diese CD lag dem Radical Roots Zine bei und da ich CD-Beilagen so oder so getrennt bespreche, wird auch dieses Werk hier besprochen. 25 Songs aus Punk- und Streetpunk, oder eben härter bekommt Ihr hier geboten und das quer über den Globus. Mir sagen lediglich die Bands The Barons, Sad But True und Animal Train etwas, aber dat soll ja noch nichts heißen, gelle?!? Wie auf Samplern üblich, gibbet immer Licht und Schatten, der Vielfalt sind ja keine Grenzen gesetzt... Bei mir setzen sich auf jeden Fall einige Stücke positiv im Ohr fest. Das eigentliche Schmankerl ist aber die Gestaltung der Verpackung!!! Brown Bag Propaganda werden ihrem Namen gerecht und verpackten diese Scheibe in einer braunen Papiertüte, finde ich eine witzige Idee. Im Innern ist die CD aber nochmals in einer Plastikfolie verstaut und dort gibt es einen Pappeinleger mit den Liedern und Bandkontakten. Ob es diese CD nur in Zusammenhang mit dem Zine gibt, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Etwas schade wäre es schon, da die CD echt nicht schlecht ist und dann erst die Aufmachung...;-)
Meik
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Red London „Streetlife – The best of“
„Best of“-Scheibe der Streetpunklegende mit satten 21 Songs. Nun gut, was soll man über solche Scheiben groß schreiben?!? Die Lieder entstanden zwischen 1983 und 1999 und somit gibt es einen Überblick quer durch die Schaffensphase der roten Londoner und damit sicher nicht nur für Sammler interessant. Die Aufmachung ist leider äußerst dürftig und gerade bei Compilations könnte man da doch viel mehr Liebe ins Detail stecken, aber einige Labels haben das anscheinend gar nicht nötig... Ihr seht es ja, ich habe mir die Scheibe ja auch gekauft... Es gibt lediglich einen Falteinleger mit einer Liedübersicht, die auch schon auf der CD und auf der CD-Rückseite zu finden ist und einige Worte über die Bandbesetzungen zu den Liedern. Naja, wenigstens überzOi!gt die Musi...;-)
Meik
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The Widowmakers „Reap what you've sown“
Hier kommt ein richtiges Punkrock- oder Streepunkbrett aus belgischen Landen, welches die Gehörgänge gleich völlig freirotzt...;-) Musikalisch ist es schön schnell und melodisch gespielter Punk, oder eben Streetpunk der schon bei Lied 1 einen positiven Eindruck hinterläßt und sich dann von Lied zu Lied fortsetzt. Das Tempo wird hier auch komplett gehalten und das kommt richtig gut. Textlich geht es dann um die typischen Straßenthemen wie Bullen, Arbeit, Ärger usw., und „Death before Popcharts“ zeigt, daß hier noch Wert auf DIY gelegt wird. Mit Lied 11 gibt es dann auch ein Cover von Riot Squad zu hören. Als ich die Scheibe aus dem Umschlag holte, fielen mir von der Aufmachung her gleich Vergleiche zu Rock-O-Rama auf, was ich hier aber absolut positiv meine. Die CD hat ein Cover was an alte R-O-R-Scheiben erinnert und auch der Gesamteindruck erweckt diesen Schein, ob nun gewollt oder ungewollt, weiß ich nicht. Auf jeden Fall paßt die Optik voll und ganz zum Oldschool-Stil dieser Band und nein, hier waren nicht Egoldts Erben am Werk... Absoluter Pflichtstoff!
Meik
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Perkele „Forever“
Perkele melden sich mit einem neuen Vollalbum zurück und zeigen gleich, daß ihnen die Lust an der Musik noch nicht vergangen zu sein scheint. Textlich wieder eine nette Mischung aus Stolz und way of life, halt typisch Perkele. Auch musikalisch geht man wieder gewohnte Pfade. Tolle Mucke mit gewohnt geilen und eingängigen Melodien. Mehr muß ich dazu wohl nicht sagen, oder?!? Die CD kommt im Digipack und ist recht einfach gestaltet. So findet sich das Covermotiv gleich nochmal auf der CD, im Innenteil des Digipacks und auf dem Beiheft. Das Beiheft kommt zwar mit allen Texten, aber ohne Layout und scheint recht lieblos, was ich doch als Manko sehe. Dafür punktet die Scheibe vollends und gleicht alles wieder aus.
Meik
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Suspekt „Wer wir sind“
Aus Einbeck kommt nicht nur das geile Einbecker Mai-Urbock, sondern auch gepflegte Glatzenmusike. Mit „Scheiß auf Berlin“ macht man dann auch gleich eingangs klar, daß man Lokalpatriot ist und landet bei mir gleich den ersten Hit. Im 2. Stück „Wir wollen euch nicht gefallen“ kotzt man sich dann gleich in Richtung jedweder Politik aus und setzt ein klares Statement. „Teenage riot rampage“ ist gleich noch ein Kracher, der sofort im Ohr hängen bleibt und auch der einzig komplett englische Song. Aber auch der Rest der Scheibe besteht aus guten Liedern mit hörenswerten Texten. Alles wird schön rauh runtergerotzt und musikalisch ist es eingängiger Street-Rock'n'Roll. Als Bonus gibbet noch eine Lesung eines Bussi Bizar aus dem Leben der Band, die für einige Lacher sorgt. Ob man das nun unbedingt braucht, muß jeder selbst entscheiden. Die Aufmachung ist auch sehr schön und im Gegensatz zu den meisten Produktionen gibt es hier ein Booklet ohne Hochglanzpapier. Alles in schöner schwarz-weiß Optik mit allen Texten und einer Fotoseite. Diese Scheibe kann ich echt nur empfehlen!
Meik
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Bierpatrioten „Berliner Prunkstücke“ Do-CD
„Best of“ der Bierpatrioten und das in Form einer vollgepackten Do-CD in toller Aufmachung. Mich begeisterteten die Jungs und dat Mädel (zumindest in Urbesetzung hatten sie 'ne Bassistin) ja bereits Mitte der 90er mit ihrer Hammerscheibe „Randale, Pogo, Alkohol“ und so war diese Scheibe sicher auch ein Pflichtkauf... Mit ihren Liedern machten sich die Berliner nicht nur Freunde, da auch scharf gegen rechts und links geschossen wurde. Hier wurden noch unbequeme Texte mit aggressiver Stimme und schön rauher Oi!-Musik gepaart und das machte bzw. macht sicher auch den immer noch anhaltenden Kultstatus der Band aus. Lieder wie „Hippie“, „Schwere Zeiten“, „Ohne uns“, „Die Russen kommen“, „Und Tschüß“, „Bierpatrioten“, „Immer breit“ und „Arbeitslos“ sind nach wie vor gern gehörte Kracher und immer noch partytauglich. Mehr braucht zu der Band, den Liedern und der Musik wohl nicht gesagt werden. Als Bonus gibbet noch ein Videoclip. „Titten raus“ fehlt leider auf dieser Compilation. Die Aufmachung ist ein fettes Digipack in schöner Grauzonenoptik (von den Farben her und nicht was einige Spinner da jetzt wieder hineininterpretieren möchten) inkl. Credits und Discographie. Im Innern findet sich ein ebenfalls in Graustufen gehaltenes Booklet mit allen Texten zu den CDs und Worte anderer Musiker und/oder Labels zu den Bierpatrioten, sowie zwei Foto-Doppelseiten. Dieses Werk begeistert mit Sicherheit nicht nur alte Freunde der Band.
Meik
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Ina Müller „Die Schallplatte – nied opleggt“
Die Sendung „Inas Norden“ ist ja schon Pflicht für mich, da die Frau nicht nur hübsch ist, sondern auch den richtigen Humor hat und ganz nebenbei bekommt man noch die norddeutsche Landschaft vorgestellt. „Die Schallplatte – nied opleggt“ ist ihr neuestes Werk und hier beweist Ina Müller wieder einmal, daß sie auch eine tolle Stimme hat. Alle Lieder sind auf plattdeutsch gesungen und im Booklet findet Ihr eine hochdeutsche Übersetzung, die ich auch ab und an zur Hilfe nehmen muß, da ich nicht all zu viel platt verstehe... Die Texte sind sehr persönlich und nachdenklich und sprechen oft von Sehnsüchten, aber alles humorvoll ummantelt. Bei der Musik wurde bei einigen Liedern „geklaut“ und so wurde aus „Lemon Tree“ der „Dörp Reggae“ (tolles Lied!), aus „Knocking on heavens door“ wurde „Lockiget Hoor“, aus „Love's divine“ wurde „Blots de Nacht“, aus „What's up“ wurde „Buten Kluten“ (auch eins meiner Favoriten), aus „I believe I can fly“ wurde „Dat weer Mai“, aus „Fields of gold“ wurde „Veel to olt“, aus „I've never been to me“ wurde „De Wind von Hamborg“ und aus „Les feuilles mortes“ wurde „Schnee fallt bald“. Also allerlei bekanntes Zeug neu vertont und das hört sich nicht nur witzig, sondern auch gut, an! Von der Musik her sind es eher die ruhigen Töne mit rein akustischen Instrumenten, was dem Gesamtbild aber bekommt. Die CD kommt im Digipack mit Beiheft und in recht einfacher Gestaltung gibt es alle Texte auf platt und (wie erwähnt) in hochdeutscher Übersetzung. Wer mal etwas anderes sucht, oder auf Musik mit Mundart wie Bap steht, oder mal ruhigere Töne braucht, der sollte sich das Album holen. Mir gefällt die Scheibe echt gut und ich höre sie gerne!
Meik
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Punk Front „100% Hass“ Mini-CD
Schon vor Erscheinen dieser Mini-CD kochten die Gemüter hoch und die längst verstorbenen oireszene-Schmierer machten bereits viel Werbung für die Jungs und auch so wurde oft von den Jungs geredet. Lange Rede kurzer Sinn, hier ist die Mini-CD. 5 Lieder plus 1 Schleimkeim-Cover bekommt der geneigte Käufer hier zu hören. Musikalisch beherrschen die Mannen ihre Instrumente und der Punk geht hier wirklich ab. Das klingt alles schon sehr ausgereift. Textlich wird hier Stoff jenseits der "Nazis raus"-, "Deutschland verrecke"-, "Alles Scheiße"-Klischees geboten und das fehlt dem heutigen Punk ja auch oft, da kommen Punk Front also gerade recht...;-) Man setzt sich deutlich von Antifa, Rotfront und Siffpunx ab und übt Kritik wo sie angebracht ist. Kann jetzt auch nicht irgendeine Band zum Vergleich nennen, es ist halt Punk Front drin, wo Punk Front drauf steht und das ist auch gut so. Von der politischen Korrektheit her würde ich sie in Richtung Cotzbrocken verorten, also absolut nicht PC. Die CD ist für eine Mini-CD echt gut aufgemacht. Neben allen Texten gibt es auch noch Fotos zu bestaunen. Die CD wurde übrigens Dieter von KBK gewidmet. Eine echt geile CD mit leider zu wenig Liedern! Ich hoffe, daß da bald ein Vollalbum kommt.
Meik
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Martens Army „Ein Oi! auf meinem Herz“
Nach dem Demo nun das Vollalbum vom rastlosen Stöbi, den viele ja auch als Schlagzeuger von Gerbenok kennen. Hier verläßt er mal die Schießbude und hat alles selbst eingesemmelt. Kaum zu glauben, aber wahr und das Ergebnis kann sich hören lassen. 14 Lieder, die wohl jedem aus der Seele sprechen dürften... Gleich das Titelstück zieht mich in seinen Bann und der Text spricht auch mir aus dem Herzen. Mit „Unity“ geht es eben um jene und mit „Zieht sie hoch“ kommt der erste sozialkritische Song ins Spiel. Der Song handelt von Kinderschändern und Vergewaltigern und Stöbi spricht mit der Forderung im Titel sicher eine längst überfällige Forderung aus. „Alkohol und Hausverbot“ kennen einige sicher schon vom Demo. Hier kommt alles noch ausgefeilter rüber und der Titel dürfte für sich sprechen. Und auch die weiteren Lieder strotzen vor way of life und kritischen Texten, so geht es hier auch um Arbeitslosigkeit, Bullen, Amokläufer und die Frage Opfer oder Täter?, Hippies und mehr. Das Lied „Wasserschädel“ vom Demo wurde auch mit aufs Album gepackt. Der Song „Skinhead“ wurde von den Shock Troops gecovert. Hier geht es nicht um Ficken, Saufen, Oi!; vielmehr bringt die CD auf den Punkt, daß Oi! neben Spaß auch gesellschaftskritisch sein sollte. Das Booklet ist in der Aufmachung an American History X angelehnt und das zieht sich wie ein roter Faden durchs Beiheft. Unterlegt ist alles mit schönen Oldschoolfotos und allen Texten, sowie Grüßen. Eine richtig tolle CD, wo Aufmachung und Inhalt stimmen!
Meik
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Les Vilains „Skinhead Family“
Nach langem Warten und der Compilation aller Singles kommt hier endlich das neue Vollalbum der belgischen Skins. Dieter von KBK war ja hier Gitarrist und so ist es nur gerecht, wenn diese Scheibe Dieter gewidmet wurde. Das Titelstück ist ein richtiger Kracher und macht Lust auf den Rest der Songs. Als erstes fiel mir auf, daß nun alles ausgereifter als noch auf dem Debut klingt und so soll es ja auch sein. Textlich geht es dann um alle möglichen Themen der Kurzhaarfraktion. Hier wird dann aber auch nicht mit Kritik gespart und auch mal klargestellt, daß man als Skinhead weder braun noch rot sein muß, aber trotzdem eine eigene Meinung haben soll. Das Lied „Dieter & Olivier“ war ursprünglich dem ehemaligen Bassisten von Les Vilains gewidmet, der 2005 verstarb; und nach dem tragischen Tod des Gitarristen Dieter, der die Musik zum Lied schrieb, wurde der Text nochmal abgeändert, um so beiden Musikern zu gedenken. Mit „De Kastelein“ wird dann nochmal DER Skinheadkneipe schlechthin ein Lied gewidmet. Alle Lieder werden auf belgisch gesungen und tragen so nicht gerade zum Verständnis bei..., aber wie schon beim Debut gibt es im Booklet zu jedem Song eine englische Einleitung und so versteht dann wohl jeder worum es geht. Das Outro ist ein flämischer Diskosong, welchen Dieter spaßig fand und so wurde er kurzerhand auch noch aufs Album gebracht. Das Booklet erinnert stark an die Vorgänger-Scheiben der Belgier und steigert den Wiedererkennungswert. Das Beiheft ist schlicht aber nett aufgemacht und unter einer kurzen englischen Einleitung zu den Liedern gibt es die Texte im Original nachzulesen. Neben Danksagungen und Grüßen gibt es noch ein paar Fotos zum Bestaunen und ein paar erinnernde Worte über den einstigen Frontmann von KBK. Es ist wieder eine richtig gute Scheibe der Belgier geworden, doch durch den Tod von Dieter wird hier immer auch ein bißchen Trauer im Hintergrund sein.
Meik
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MPU „Bootboys der alten Schule“
Hier eine richtig gute RAC-Scheibe aus deutschen Landen, die wieder hoffen läßt. Die CD lief bei mir in letzter Zeit immer wieder hoch und runter und das wird wohl auch so bleiben. Aber hier gleich wieder von einer Skinheadband zu sprechen, wäre wohl übertrieben, wenn man sich mal die Fotos anguckt und da frage ich mich, warum dann trotzdem von Skinheads gesungen werden muß... Aber das tut der Sache ja keinen Abbruch. Mit dem Titelstück legen die Jungs schonmal einen richtigen Kracher hin. Mit „Es ist auch dein Land“ geht man darauf ein, daß hier vieles falsch läuft und jeder etwas dagegen tun soll. Richtig geil kommt dann „Bootboi! for life“ und der Song hat Hitcharakter. Spaßige und ernste Texte geben sich hier die Klinke in die Hand, sodaß für jeden etwas dabei sein dürfte. Den letzten Song hätten sich die Jungs dann schenken können, sowas braucht kein Mensch! Das Cover ist eher etwas peinlich, wenn wohl auch gute Absichten dahinter stecken, aber ansonsten eine nette Aufmachung mit allen Texten im Heft. Eine richtig gute CD, wenn auch mit kleinen Aussetzern!
Meik
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Flogging Molly „Live at the Greek Theatre“ Do-CD plus DVD
Ich höre ja gerne die Pogues und ihre Klons wie Dropkick Murphys u.a. FM gingen bisher aber immer an mir vorbei, was echt eine Schande ist, wie ich eingestehen muß...;-) Noch bevor ich mir die CDs am Rechner zu Gemüte führte, gönnte ich mir an einem kühlen Abend die DVD auf Höchstlautstärke über Kopfhörer am Fernseher und war begeistert. Die Aufnahmen sind echt top und beim vorliegenden Konzert sieht man, welchen Spaß die Mannen und die Geigerin noch bei Auftritten haben. Da konnte man nicht ruhig auf dem Sofa sitzen bleiben und es machte Spaß sich diese Scheibe anzusehen. Mangels Gesellschaft ohne Guinness und mit englischem Tee. Als Bonus gibt es auf der DVD noch Videoclips der Band und ein Interview. Schonmal recht viel Bonuszeugs. Nun aber zum Hauptteil dieser CD, nämlich den beiden CDs mit dem Konzert. Auch hier bekommt der Hörer gut abgemischte Songs, wo die Liveatmosphäre nicht auf der Strecke bleibt. Beide CDs beinhalten 22 Lieder und das ist doch schonmal was. Aus welchen Phasen der Band diese Lieder nun stammen, kann ich aufgrund meiner Unwissenheit nicht sagen. Fakt ist, daß hier richtig schnelle Folkpunkkracher geboten werden, die ab und an mal ruhige Passagen haben, so kann ich alter Mann auch mal verschnaufen, denn auch Konzerte auf der Couch schlauchen... hehe. Die Aufmachung ist toll und im fetten Digipack gibt es Bilder der Mollys zu bestaunen und das Booklet glänzt durch viele Fotos des Konzerts und Credits. Etwas mehr Text hätte ich mir schon gewünscht. Die drei Scheiben sind in Vinyloptik aufgemacht und das ist ja auch ein netter Hingucker. Echt ein Top-Teil mit einer geilen Bonus-DVD.
Meik
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The Offenders „HooliganReggae“
Wiederveröffentlichung des ersten Albums der Italiener, die bisher gänzlich an mir vorbeigingen. Dies soll sich aber in Bälde ändern... Die Erstveröffentlichung kenne ich nicht, somit weiß ich nicht, ob hier das Material neu abgemischt wurde und wie die Aufmachung ursprünglich war. Die Offenders spielen Two Tone-Ska, wobei sie sich sicher mehr an den Specials als an Madness orientieren. 15 Lieder bekommt der Käufer zu sluschen und diese klingen alle nach mehr. Textlich geht es um die Roots, „Rudeboys in a dancefloor“, Polizeiunterdrückung, der Liebe zum Ska und andere Sachen. Alles mit schönen Melodien und gut abgemischt. Das Cover gefällt mir gut, aber der Einleger ist irgendwie nicht herausragend gestaltet. Dennoch eine geile Scheibe, die sich hinter anderen Bands des 2 Tone nicht verstecken braucht.
Meik
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Ski King „Live at the NCO Club“
Man kann ja über Coversongs und -sachen denken, was man will. Wenn es geil umgesetzt ist, dann bin ich Feuer und Flamme. Von daher auch gleich noch so ein Schmankerl des Ski Kings. Inkl. Intro bekommt Ihr hier 12 Songs zu hören. Und den Start macht der Song mit dem Elvis bekannt wurde. Weiter geht es dann durch Hits wie „Teddy bear“, „Devil in disguise“, „Great balls of fire“, „Wanderer“, „Teenager in love“ über „Heartbreak hotel“ bis hin zu „In the ghetto“. Viel Elvis, ein wenig anderes und das klingt super. Hier bekommt nicht nur der Rock'n'Roll, sondern auch der Rockabilly, neuen Wind eingehaucht. Durch die Publikumseinspielungen und einige Ansagen des Kings, die auch humoristischer Art sind, kommt gute Liveatmosphäre auf. Hier merkt man dann auch deutlich, daß der Ski King ein richtig guter und würdiger Elvis-Imitator ist, ohne dies schlecht zu meinen... Die Aufmachung gleicht leider mehr einem Werbeblatt für andere Produkte des Entertaimners, aber was soll's?!? Alles in allem 'ne richtig gute Rock'n'Roll-Scheibe mit Klassikern in neuem Gewand.
Meik
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Ski King „Uncaged“
Auf diesen Musiker wurde ich aufmerksam als ich hörte, daß Ski King Johnny Cash covert und von da an war ich angefixt. Der Meister versteht es, altes Material in Rock'n'Roll-lastiges eigenes zu verwandeln und das klingt verdammt geil! Hier koffert sich der King mit dem kalten Vornamen quer durch Songs von Country, Rock'n'Roll, Punk, Hardrock und traditionelle Songs. Da schlägt dann das Rock'n'Roller-Herz höher. Es geht hier von Johnny Cash über AC/DC, Mike Ness und Ramones bis zu Demented Are Go, Motörhead (hier in brachial rockiger Version) und Nancy Sinatra („These boots are made for walking“ mit Frauengesang). Obendrauf dann noch eine Huldigung an Johnny Cash. Alles wurde schön in die Jukebox geschmissen und kam als Rock'n'Roll der Ski King eigenen Art wieder heraus und das kann sich hören lassen. Hier sich einzelne Highlights rauszupicken ist wohl kaum möglich, obwohl ich das „Highway to hell“-Cover als schwächer bezeichnen möchte. Man kann diese Hardrockgranate auch schlecht in einer gedrosselten Version bringen, daran scheiterten ja auch Texas Lightning... Ansonsten wurde alles aber echt geil umgesetzt und diese Scheibe rockt sicher jede Party. Die Aufmachung ist dann nicht ganz so doll und in schöner Aufmachung gibt es nur den Text zu „Candy“ und Hinweise auf die Originale der anderen Lieder und ein paar Fotos. Rock'n'geil!
Meik
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Sweet Poison „Yesterday's heroes“
Sweet Poison aus Belgien beehren meine Kopfhörer und schon mit Lied 1 hatten sie mich im Griff. Die Jungenz und dat Mädel spielen sehr melodischen Streetpunk, wie ich ihn mag. Die Texte drehen sich um Tattoos, einsame Nächte, Arbeit und andere Dinge, die den Mann von Welt so betreffen. Alles schön verarbeitet und teilweise mit Frauengesang oder Klavier aufgelockert. Das hat Charme und freut sicher nicht nur den Charming Bär...;-) Das Booklet ist schön gestaltet und kommt mit sämtlichen Texten und Fotos. Ich sach nur „Ran an den Strauch“, sollte man haben.
Meik
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Antipati „Fragor som rör det allmänna“
Neues der alten Schweden, hat ja auch 'ne ganze Weile gedauert bis Antipati ihr zweites Album unters Volk bringen und ich kann Euch sagen das Warten hat sich gelohnt! 12 neue Stücke gibbet hier zu sluschen und das in gewohnt melodischer Manier. Bei mir auf CD sind allerdings 16 Stücke, gut so, haha! Die Jungens haben das Spielen nicht verlernt und haben ihr Können noch gesteigert. Alles hört sich irgendwie noch druckvoller und ausgereifter an. Auch kommen wieder schöne Melodien zum Einsatz und Folk- oder Polkaeinflüsse fließen auch mit in die Musik ein (Lied 5). Erinnert teilweise schon an die Melodien von Perkele, nur noch geil! Worum es textlich geht, vermag ich nicht zu sagen, da alles in Landessprache vorgetragen wird und ich auch nur eine Vorab-CD mit kopierten Einleger ohne Texte habe. Allerdings dürften Titel wie „Skinhead“, „Politiker“ und „Clockwork Orange Horrorshow“ genug sagen. Zur Aufmachung kann ich dann leider auch net viel schreiben. Die CD ist auf jeden Fall eine geile Scheibe und ich werde mir in Kürze das Original zulegen!
Nachtrag: Jetzt habe ich auch endlich das Original und kann was zur Aufmachung sagen...;-) Die CD kommt im Digipack, welches vom Artwork her stark an das Debut der Schweden erinnert. Das Booklet bekommt man nur unter Mühen aus der Pappe, da die Hülle vorne geschlossen ist. Somit geht das alles nur von Hinten... Im Beiheft gibt es alle Texte nachzulesen. Wie schon erwähnt, erinnert hier vieles an das Debut, ob nun gewollt oder nicht entzieht sich meiner Kenntnis. Was die Jungs hier musikalisch rocken, wurde scheinbar an der Verpackung gespart... Dies ist ein kleiner Minuspunkt, aber kein großes Manko. Übrigens kommt auch die Original-CD mit 16 Liedern.
Meik
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Booze & Glory „Always on the wrong side“
Wat, wer bist du denn...?!? Diese CD steht auf gar keinen Fall immer auf der falschen Seite, denn wer die CD scheiße findet, der muß dann doch die falsche Seite eingelegt haben...;-) Gleich Melodie und Gesang von Lied 1 „We don't wanna change the world“ frästen sich in meine Ohren und als die CD einmal durch war, hörte ich sie im Anschluß gleich noch ein paar Mal. Textlich geht es darum, daß man die Welt nicht verändern kann, die Arbeiterklasse, Skinheads, den Ausverkauf des Fußballs (geile Aussage), daß man immer auf der falschen Seite steht (hat 'ne leichte Country-Kante) und ihre Heimatstadt London. Man gibt sich stolz und sagt klar, was man von Politik und der Vereinnahmung beider Seiten denkt. Man beruft sich auf die Wurzeln, macht aber auch klar, daß wir im Jetzt leben. Schönes Ding! Musikalisch ist es schön melodischer Oi! mit Hit- und/oder Hymnencharakter! Die CD ist schön aufgemacht und hat ein tolles Cover. Im Booklet findet Ihr alle Texte, Grüße und Danksagungen und Fotos der Band. Diese CD zählt auf jeden Fall schon jetzt zu meinen Top-CDs des Jahres! Holen!!!
Meik
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Diverse „The Heavy Heavy Monster Sound – The Story of Trojan Records“ Do-CD
Und wieder bin ich wahlweise so tolerant, frei, schizophren, bekloppt etc., um gleich nach einer RAC-Scheibe auf traditionelle Skinheadmucke umzuschwenken...;-) Sanctuary Records Group bringt mit dieser Compilation einen Schnitt der Trojan-History auf Doppel-CD. Zum einen sind das 20 Hits, die es in die UK-Hitparaden schafften, die allesamt auf CD 1 vereint sind. Da findet man dann Klassiker wie Tony Tribes „Red red wine“, Jimmy Cliffs „Wonderful world, beautiful people“, „Monkey man“ von den Maytals, Desmond Dekkers „You can get it if you really want“, oder Ken Boothes „Everything I own“. Auf CD 2 gibt es dann Perlen und Raritäten zu hören. Hier sind dann Musiker wie Martin Riley, The Upsetters, John Holt und The Pioneers zu finden. Im schlicht gehaltenen Booklet gibt es eine kurze Label-Bio, ein paar Plattencover, sowie detaillierte Lied-Angaben. Nicht gerade ein Sammlerstück, da lohnen eher die Trojan-Boxen, aber doch eine schöne CD, um sich einen Überblick zu verschaffen.
Meik
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Bulldog Breed „The complete Collection 1994-2009“ Do-CD
War ich anfangs doch zu geizig, mir die recht teure Do-CD zu holen, da ich bereits beide Alben besitze und mir nur die Single- und Compilationsachen fehlen, so bereue ich den Kauf nicht. Als ich die CD aus dem Umschlag zog, freute sich sofort das Sammlerherz. Die CD ist aufgemacht wie ein Buch mit festem Pappeinband, nur in CD-Format. Nicht diese Softcoverdinger wie Taschenbücher, sondern Hardcover wie die alten Schinken in meiner Büchersammlung. Da schlägt das Herz schonmal höher...;-) So bleiben wir dann gleich bei der Aufmachung. Das Cover ist edler Golddruck auf schwarzem Hintergrund und es glotzt einen eine Bulldogge (was auch sonst?!?) an. Im Buch sind vorne und hinten beide CDs versteckt und inmitten gibt es ein Vorwort zum vorliegenden Werk und es wird nochmal drauf eingegangen, daß alles damals ja als reines Projekt verschiedener Musiker aus dem RAC-Bereich gestartet wurde. Mit der CD soll weder Geld verdient werden, noch eine politische Richtung unterstützt werden, es ist ein Tribut an BB und ein Dank an alle Fans und Unterstützer dieses großartigen Bandprojekts gedacht. So steht es geschrieben und ich denke, daß es dem gerecht wird. In astreiner Aufmachung gibt es Fotos, Bilder und alle Texte, sowie ein paar Worte zur Einleitung und zu der Entstehung des Werkes zu lesen. Und ein kurzer aber informativer Abriß von BB ist in der Mitte zu finden. Jonesys 40. Geburtstag war dann Anlaß nicht nur einer Jam-Session, sondern man ließ dieses großartige Projekt Revue passieren und erinnerte sich an Demoaufnahmen für ein geplantes drittes Album, welches bis dato nie erschien. Was lag also näher, als eine komplette Diskografie auf den Markt zu werfen und so alle an Bulldog Breeds geilen Songs teilhaben zu lassen?!? Gesagt getan. Einige Songs wurden nochmal überarbeitet und neu eingespielt, oder man paßte die Texte an die heutige Zeit an, da vieles so nicht mehr paßte. Neben dem großartigen Coveralbum “Made in England“ gibt es noch das „Unleashed again“-Album auf CD 1 zu hören. Jedes Lied ein Hit und geniale Oi!- und RAC-Klassiker, wie man sie heute kaum noch findet. CD 2 beinhaltet dann die angesprochenen Demoaufnahmen, Single- und Compilationaufnahmen, ein Cock SParrer-Cover (geil!) und die Lieder „H.F.F.H.“ und „Unleashed again“ wurden 2008 nochmal neu eingespielt. Insgesamt gibt es 45 Lieder auf dieser Zusammenstellung. Das Ganze ist auf 1000 Einheiten limitiert und Jonesy selbst hat hier die Handnummerierung vorgenommen. Eine geile CD in noch geilerer Aufmachung, die ihresgleichen sucht. Und die Meßlatte ist sehr hoch, somit dürfte das Teil noch länger mit Abstand eine der geilsten Aufmachungen in Sachen Skinheadmusik sein! Pflichtkauf!
Meik
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Battle Scarred „Gevalia“
Lang hat's gedauert bis die Schweden was Neues auf den Markt schmeißen und ich muß echt sagen „alter Schwede“...;-) Nein, ganz im Ernst, die Mannen um Sänger Puncc haben mit Album Numero 4 nochmal kräftig zugelegt und hier einen richtigen Kracher gelandet und ich höre die CD echt oft. Unter die 12 Lieder mischen sich zwei Coversongs und zwar Toy Dolls (wer hätte das gedacht?!?) und „Hey mein Freund“ von Rabauken und das klingt echt gut. Ist mir schon beim ersten Mal die Toy Dolls-Kante aufgefallen, so klingt das „Barry Manilow“-Cover schön nach dem Original, hat aber durchaus eine eigene Note. Und dieser Wiedererkennungswert läßt Battle Scarred inzwischen weit oben mitspielen. Aber auch die eigenen Lieder haben allesamt Hitcharakter und bringen so manchen Singalong mit sich. Textlich geht es um die üblichen Sachen wie den Way of life, Lokalpatriotismus, Freitag Nacht und diese Dinge. Hier wurde das Rad zwar nicht neu erfunden, aber BS bringen es in ihrem Streetpunk genial rüber. Auf Lied 4 gibt es dann auch noch Gastvocals einer blonden Schwedin. Der Titel des Albums ist im Übrigen der lateinische Name ihrer Heimat Gefle/Gävle. Das Ganze kommt mit Booklet, allen Texten, einer kurzen Erklärung zu der Heimatstadt Battle Scarreds, Fotos und das alles in schöner Aufmachung. Inzwischen sind Battle Scarred dann auch auf dem italienischen Label Barracuda Records gelandet. Echt eine geile CD, die auch noch mehr als partytauglich ist. Für mich schon jetzt eine der Scheiben, die dieses Jahr ganz oben stehen!
Meik
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Rampage „Skinhead Action“
So, war im letzten Heft noch teilweise Werbung für diese CD zu sehen, so werfe ich jetzt auch noch die Besprechung nach. (Wer jetzt nach dem „teilweise“ fragt, der muß sich durch das Vorwort quälen, da das ja nichts mit der Musik bzw. Platte zu tun hat.) 11 unangepaßte Lieder bringen uns die Jungs hier und musikalisch ist es purer Skinhead Rock'n'Roll, ohne sich irgendwo anzubiedern. Textlich dreht sich hier alles um den Kult und die Feinde der Szene und alles wird schön dreckig runtergerotzt. Erinnert alles an alte und geile Zeiten...;-) Es macht echt Spaß, sich dieses Album oft anzuhören. Bis auf zwei Lieder sind alle Texte auf deutsch. Das Cover haut mich nicht gerade vom Hocker, aber dafür ist das Booklet nett gestaltet und Ihr findet alle Texte inside...;-) Dazu gibt es noch eine Fotoseite. Die CD, Platte und/oder T-Shirt sollen jeweils nicht mehr als 'nen 10er kosten. Eine geile Scheibe!
Meik
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Disturbed Mother Fucker „Life is so serious“
Jonesy scheint echt rast- und ruhelos zu sein und so liegt hier wieder ein Album des DMF vor. Musikalisch gibt es die gewohnt harte Kost in Richtung Condemned und Konsorten. Textlich wird hier auch wieder alles rausgerotzt, was Jonesy anpißt oder bewegt und alles mit bitterbösem britischen Humor. Er bietet aber auch gleich Problemlösungen an, indem er z.B. rät, daß anstatt Tiere Vergewaltiger für Testreihen herhalten sollen. Und mit „Hail“ wurde auch Homer Simpson ein Lied gewidmet. Das Cover ist edel und im Beiheft gibt es neben Fotos alle Texte und Danksagungen. Wenn es auch nicht „der“ Kracher ist, so ist es doch wieder eine gute CD, die man guten Gewissens weiterempfehlen kann.
Meik
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Kampfzone „Erstschlag – The early years 1994 – 1996“
Hier liegen gesammelte Frühwerke der längst aufgelösten Kampfzone vor. Da es sich weitestgehend um Demoaufnahmen handelt, ist die Qualität zum Teil auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Nun gut, zu den Liedern muß wohl nicht mehr viel gesagt werden. Kampfzone waren nie eine Band, die sich anpaßte, oder sich Vorschriften machen ließ. Musikalisch ist das Ganze in etwa mit Smegma zu vergleichen, also genialer 90er Oi!. Ist das Cover noch genial, so ist das Ganze leider nur ein Klappeinleger mit den primitiven Democovern und 1 Foto. Wenn das Album auch geile Lieder beinhaltet, so ist es doch eher was für die Sammler.
Meik
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The London Diehards/Tattooed Mother Fuckers „Looking for trouble Vol. 1“ Split-CD
Zweiteiler von der Insel in jeglicher Hinsicht... Nicht nur, daß hier zwei Bands der Briten vertreten sind, nein, es gibt auch noch einen zweiten Teil, aber dazu später... Mit The London Diehards sind nicht die Diehards der 80er gemeint, es handelt sich vielmehr um eine neuere Band, die wohl aus der Band Retaliator entstanden sein soll. Diese rocken sich dann aber auch gleich in meine Gehörgänge und war von Anfang an begeistert. 6 Lieder legen sie hier vor. Besonders stechen hier „City streets“ und „London town“ hervor, diese würde ich mal als absolute Hits bezeichnen, der sich von den geilen anderen Liedern doch noch etwas hervorhebt. TMF stehen den Jungs dann in Nichts nach und bieten auch noch 6 Lieder auf. Ich muß sagen, daß mir TMF hier mehr zusagen als die neue Disturbed Mother Fucker. Besondere „Hits“ habe ich hier nicht, da alle gleich gut klingen. Müßte ich nun einer Band den Trumpf zuschieben, so sind das e
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