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„Cockney Reject – Fußball, Oi! und Krawalle“ von Jeff Turner und Garry Bushell
Hier nun die deutschsprachige Ausgabe der Cockney Rejects-Biografie und geschrieben wurde sie von Sänger Jeff Geggus, besser bekannt als Stinky Turner, und Garry Bushell. Hier wird die Bandgeschichte in allen Einzelheiten und von Anfang an bis jetzt erzählt und das alles sehr lesenswert und in Romanform. Die Band schrieb ja nicht nur durch ihre Klassiker Geschichte, sondern auch durch Gewalt auf Konzerten, beim Fußball und alles, was die Band betraf. Wo sie damals auftauchten, gab es Ärger und die Rejects waren nicht gerade so besonnen, um das in Grenzen zu halten, sondern gossen noch Öl ins Feuer. So wird hier nichts ausgelassen und nichts beschönigt. Natürlich geht es auch um Stinkys anfängliche Boxkarriere und den Gründen, warum er nie ins Profigeschäft wechselte. Als Sänger Jeff fast 15 war, nahm die Band schon Platten für große Majorlabel auf und schafften sich einen Bekanntheitsgrad. Das Buch beschreibt aber auch, wie oft sie von den Labels und den Versprechungen windiger Leute im Musikgeschäft beschissen wurden. Auch bekommt man vor Augen geführt, daß die Band durch ihre Späße im Studio und ihre Schlägereien immer mit einem Bein im Knast stand. Allerdings wollten Stinky und Mannen sich irgendwann vom Real Punk befreien und Rock- oder Metalmusik machen, um auch kommerziellen Erfolg zu haben und genau das brach ihnen das Genick. Sie bekamen kein Bein auf den Boden und scheiterten kläglich. Aber da die Jungs aus dem East End Londons kommen, war klar, daß sie sich wieder aufraffen und nun gibt es die Rejects wieder als Punkband, wenn auch älter, reifer und vernünftiger. Bis auf die Möchtegern-Kommerzphase, wo die Rejects dann doch eher als abgehalfterte Hippies durchs Leben hasteten, ist das Buch fesselnd und man kann sich kaum davon trennen. Die genannte Phase läßt sich dann nicht so gut lesen und es langweilt einen doch schon etwas, aber es gehört nunmal zur Bandbio dazu. Zum Schluß gibt es noch etwas Kritik in Richtung Rap und gewalttätiges Image der Popstars. Dann gibt es noch eine Diskographie und das Buch ist mit vielen Fotos gespickt. Vergeßt also die Sex Pistols und den Kommerzpunk, dies hier ist der Real Punk. Kaufen, lesen, setzen!
Meik
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