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Brigade M (Holland)
Aus der #13: Bitte gebt uns eine kleine Bandvorstellung.
1995/1996 beschlossen einige Ex-Mitglieder der holländischen Hardcoreband OKD (gegründet unter Opel Kadeath) ein neues Projekt unter dem Namen Brigade Mussert zu gründen. 1997 wurde der Name in Brigade M geändert und es wurden einige Lieder für den Sampler „Welcom in Sassem“ aufgenommen. Im Jahr 2000 war ein festes Lineup gefunden und im Februar 2001 spielten wir unser erstes Konzert. Seitdem gab es mehr als 30 Gigs in 13 Ländern. Wir veröffentlichten ein Album, drei Split-CDs, eine Mini-CD, eine freie Single, zwei Singles und Stücke auf 15 Samplern. Seit 2003 steht das `M´ in Brigade M für Metapoltics, was für unsere nationalrevolutionäre Propaganda steht.
Das derzeitige Lineup besteht aus: Tim – Gesang, Rick – Gitarre, Tom – Bass und Jasper am Schlagzeug.
Man hört, dass Ihr nur live spielt, wenn es für eine gute Sache ist. Dies setzt eine Menge Idealismus voraus, die viele Bands sicher nicht in dem Maße haben. Seit Ihr eine rein politische Band?
Brigade M ist ein Propagandawerkzeug. Die einzige Daseinsberechtigung der Gruppe ist die nationalrevolutionäre Propaganda, die wir mit der Band verbreiten. Wir sind in diverse nationalistische Gruppen eingebunden. Brigade M ist aber vollkommen unabhängig von jeder Organisation. Wir haben viel außerhalb der Niederlande gemacht, doch wir denken, dass es nun an der Zeit ist, auch hier vor Ort aktiv zu werden, zumal alle unsere Lieder in holländischer Sprache gesungen werden. Wenn uns aber jemand fragt, für eine gute Sache zu spielen, die wir auch voll unterstützen können und würden, dann reisen wir dafür auch durch halb Europa.
Ihr unterstützt den Boykottaufruf gegen Lonsdale. Man muß zugeben, dass die wenigsten, wenn überhaupt, Produkte allein von Weißen hergestellt werden (auch bei sog. Szenekleidung) und so lange nicht jemand selber Baumwolle anbaut, wird es nicht möglich sein 100% „politisch unkorrekte“ Kleidung (hergestellt von Weißen für Weiße) zu tragen. Warum also dieser Boykott?
Ich denke nicht, dass auch nur ein Shirt noch in Europa hergestellt wird. Vielleicht wurde der Druck hier gemacht, aber ansonsten kommt fast alles aus Asien. Unser Boykott hat weniger etwas damit zu tun, ob Lonsdale nun von Weißen hergestellt wird, oder nicht. Vielmehr geht es darum, dass Lonsdale den Gewinn aus dem Verkauf ihrer Artikel dazu nutzt, antirassistische Festivals und Organisationen zu unterstützen. Wer das weiß, muß ziemlich dumm sein, noch diese Verrätermarke zu tragen. Neben Lonsdale zählen dazu auch Marken wie Dr. Martens, Fred Perry, Pitbull usw.; diese sind nicht annähernd nationalistisch und es geht kein Penny auch nur annähernd zugunsten der Bewegung. Kauft aus dem Grunde Shirts oder andere Dinge von den Bands selber, oder von Firmen, wo Ihr sicher seid, dass diese die nationalistische Sache unterstützen.
Viele unserer Leser kennen Euch nur von Konzerten her, weil Eure CDs in Deutschland legal kaum zu bekommen sind. Könnt Ihr unseren Lesern einen Tip geben, wo sie Eure Sachen erstehen können?
Ich schätze es, dass wir live gut ankommen. In Deutschland spielten wir über zehn Mal und zu unseren Coverstücken gehören Lieder der Gruppen Lunikoff, Skrewdriver, Metallica, No Remorse und Bound For Glory. Wir sind eher eine Live-Band und genießen es vor Kameraden zu spielen, die nicht nur wegen der Musik, dem Bier und Schlägereien in der Szene sind, sondern auch lernen, sich politisch auseinander zu setzen. Brigade M CDs und Singles können direkt über uns bezogen werden. Besucht unsere Webseite www.brigadem.com und schaut unter der Rubrik Merchandise. Dort bekommt Ihr T-Shirts, Aufnäher, Anstecker, Aufkleber und eine Menge mehr zum kaufen. Darüber hinaus bekommt Ihr auf unserer Seite mehr als 20 MP 3s runtergeladen, es gibt eine Biographie und eine Diskographie, Fotos und mehr.
Ich mag Eure Split-CD mit den Ukrainern von Tsyrulnia (sehr witzige Band). Wie kam es zu dieser Produktion und wie fandet Ihr die Zusammenarbeit mit den Ukrainern?
Tsyrulnia sind sehr witzig. Die Zusammenarbeit kam durch den Kontakt zu den Russen von Kolovrat zustande. Sie fragten, ob wir unsere Demostücke für eine Split zur Verfügung stellen würden. Als wir hörten, dass der Erlös dem Aufbau der russischen und ukrainischen Bewegung zugute kommen sollte, sagten wir sofort zu. Die Erstauflage von 500 CDs ist bereits ausverkauft und es wird über eine Neuauflage nachgedacht, dort sollen dann noch ein paar neue Lieder mit drauf kommen. Die Split-CD wurde bei „Evil Barber Records“ veröffentlicht, sie veröffentlichten nun einen Sampler unter dem Titel „Shave them all“ mit Bands wie Guarda De Ferro, Tsyrulnia, Molot, Brigade M und Apraxia. (Dieser Sampler ist leider bereits vergriffen und selbst die Redax guckte in die Röhre... buhuhu – die trauernde Redax).
Was für Pläne stehen in naher Zukunft an?
Wir gehen ins Studio, um einen Titel für eine Benefiz-Scheibe aufzunehmen, die sich gegen den Beitritt der Türkei in die Europäische Union ausspricht. Von uns werden zwei oder drei Stücke auf der CD sein, eine Ballade von einer jungen Flämin vorgetragen, einen Neofolk-Song und ein Lied in Richtung Rammstein. Darüber hinaus spielen wir zugunsten des inhaftierten Kolovrat Sängers, der immer noch in der Tschechischen Republik inhaftiert ist. Dann hoffen wir, dass wir eine weitere Voll-CD abliefern können und einige untraditionelle Sachen im nächsten Jahr.
Ich hörte Euch auf dem „L-Tribute Sampler Vol.II“. Was sind Eure L-Favoriten und warum?
Wir sind auch wieder auf dem dritten Tribut-Sampler vertreten, hier mit zwei Liedern. Zum einen „Bundeswehrpilot“ (eins meiner Lieblingslieder wegen des großartigen Textes) und zum anderen dem Lynchlied, hier änderten wir den Text so, dass es ein persönlicher Tribut an Luni ist. Ich denke, dass das L-Konzept genial ist. Man paart harte und geniale Texte mit einfacher und eingängiger Rockmusik und das ist brilliant. Ich bin der Meinung, dass L neben Skrewdriver die einflussreichste Band der Welt ist. Das einzige Lied, was mir missfällt, ist der „...tango“. In Deutschland fragt man uns oft, ob wir es nicht spielen können. Wir sind aber der Meinung, dass in diesem Kampf alle europäischen Nationen zusammenstehen müssen. Aber L hat unsere volle Unterstützung im Kampf für eine freie Meinung, Heilsa Luni!!!
Das Verhältnis zwischen Deutschen und Holländern ist nicht das Beste. Eure Meinung zu Fußball, Wohnwagen, Käse und bestehende Vorurteile?
Ich sehe das eher als von Medien geschürtes Vorurteil. Deutsche und Holländer kommen gut miteinander aus, Fußballrivalitäten sind etwas ganz normales. Wir leben im Westen der Niederlande (nahe der Nordseeküste) und wir haben jedes Jahr Millionen deutscher Touristen hier und es gibt keinerlei Probleme zwischen Einheimischen und Touristen. Ich bin der Ansicht, dass Witze über Holländer und Wohnwagen, oder Deutsche, die Löcher am Strand graben zu unseren Kulturen gehören, aber offener Hass ist eine Erfindung der Massenmedien.
In Deutschland hat man die „Chance“, eingesperrt zu werden, wenn man die Wahrheit sagt. Wie sieht es in den Niederlanden aus? Freie Meinungsäußerung oder fuck, fuck, fuck?
Gut, bei uns ist es noch nicht so arg, was wohl auch an der geringen Größe unserer Szene liegt. Eine Handvoll Bands haben etwa 10 CDs und Singles rausgebracht. Aber ein Nationalist zu sein und dies offen auszusprechen ist genauso gefährlich wie in Deutschland., vielleicht auch noch schlimmer. Ich war als Mitarbeiter einer politischen Partei, wie die NPD in Deutschland, tätig. Ich sprach als Repräsentant auf einigen Veranstaltungen auch in Deutschland, aber diese Partei mit vielen Mitgliedern in Stadträten wurde 1998 verboten für die selben Ideen, die die NPD vertritt. Wir wurden nicht inhaftiert, mussten aber hohe Geldbußen zahlen.
Die freie Meinungsäußerung wird in ganz Europa immer mehr beschnitten und wir müssen immer mehr inhaftierte Kameraden unterstützen und das in jedem Land. Brigade M hat sich mit Kameraden zusammengeschlossen, um Anstecker für den inhaftierten Kolovrat-Sänger zu vertreiben. Der Erlös kommt seiner in Moskau lebenden Familie zugute, die keinerlei Unterstützung hat. Ihr könnt die Anstecker bestellen und damit Eure Solidarität zeigen.
Nun ist Zeit für Grüße, Hassreden, Witze, oder was auch immer...
Vielen Dank, dass Ihr uns ein Forum gegeben habt, um unsere Meinung zu sagen. Wir sehen uns hoffentlich auf einen unserer Konzerte in Deutschland. Orderint dum Metuant! (Solange sie uns hassen, haben sie Angst!)
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